19jähriger auf der Third Road ermordet

Der Vorfall ereignete sich auf der Third Road in Höhe des LK Marktes naher der Discothek XZyte.

Laut Meldung der Pattaya Daily News zufolge, ging dem Mord ein Zechgelage in einer voraus. Das Mitglied einer Motorradbande soll in Streit mit einer Gruppe junger Männer geraten sein. Zeugen berichteten, einer der Männer habe in einer exhibitionistischen Art getanzt, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Daraufhin entstand Streit, weil den Leuten die Darbietung nicht gefiel. Der Tänzer verließ daraufhin mit seiner Freundin den Pub. Dann nahm das Unglück seinen Lauf.

Dem TIP liegen andere Informationen aus erster Hand vor. Es ging nicht um einen merkwürdigen Tanz, sondern vielmehr um eine Frau. Tatmotiv Eifersucht. Die Freundin des Opfers war vorher mit einem Jugendlichen aus einer anderen Clique zusammen gewesen.

Die Beteiligten trafen sich am Abend des 5. November in der Discothek “69” in Süd-Pattaya. Der Jugendliche tanzte ausgelassen mit seiner neuen Freundin, das stieß bei dem Jugendlichen, dem die Freundin ausgespannt worden war, auf Ablehnung. Es kam zum Streit.

Daraufhin verließ der19jährige die Discothek mit seiner Freundin und wollte nach Hause fahren. Aber er wurde von sechs Jugendlichen auf drei Motorrädern verfolgt und auf der Third Road Höhe XZyte zum Anhalten gezwungen.

Da der 19jährige Kick-Boxer war, hatte er vermutlich keine Anst vor seinen Gegnern, rechnete aber nicht damit, daß sie Schußwaffen bei sich trugen und einer auch Gebrauch davon machte.

Hundert Meter vom XZyte entfernt stieß die herbeigerufene Polizei auf die Leiche des 19jährigen. Er war zweimal in Kopf und einmal ins Knie geschossen worden. Die Polizei fand am Tatort sieben Patronenhülsen. Einige Geschäfte in der Nähe waren durch Querschläger beschädigt worden.

Der Polizeioberaufseher von Pattaya, Polizeihauptmann Noppadon Wongnorm, mußte zugeben, daß das Verbrechen selbst für Pattayas Verhälnitsse äußerst brutal war. Da die Identität der Täter bekannt ist, konnten sie schnell verhaftet werden – auch der eifersüchtige Todesschütze.

Der Chefredakteur der Pattaya Daily News merkte an, daß kürzlich ein bekannter Berufskrimineller getötet worden sei, der zu den gefährlichsten Personen in der Stadt zählte. Man hatte gehofft, daß es danach in Pattaya ruhiger würde, doch dies sei nicht der Fall, denn es hätten Verteilungskämpfe um die Nachfolge begonnen. Daneben gibt es immer wieder Fälle, in denen aus Eifersucht (wie dem vorliegenden) oder Haß gemordet wird, weil Thais alles andere sind als dschai yen. Oder es wird eine Lektion erteilt, weil einem das Gesicht des anderen nicht gefällt.

Das mußte auch ein Amerikaner feststellen, der es wagte, Thai-Territorium zu betreten und in Jomtien eine Bar aufsuchte, die normalerweise einem thailändischen Publikum vorbehalten ist.

Als eine Gruppe von jungen Männern in die Bar kam, glaubte der Tourist, einen Bekannten zu erkennen, ging auf die Gruppe zu und sagte “Hello”. Daraufhin zog mindestens einer der jungen Männer eine Machete und schlug auf den Amerikaner ein, der sich verletzt und blutüberströmt in einen nahegelegenen 7-Eleven-Supermarkt retten konnte. Dort wurde die Polizei verständigt. Als diese eintraf, waren die Jugendlichen längst verschwunden…

Die Zeitungen in Pattaya wurden von den Behörden angewiesen, nicht mehr als zwei Morde pro Tag zu melden, damit das Image der Stadt nicht ramponiert wird. Doch diese Art der Zensur dürfte kaum darüber hinwegtäuschen, wie es in Pattaya wirklich aussieht. Raubüberfälle, Einbrüche, Diebstähle und Morde sind an der Tagesordnung.