Russischer Barmanager wird wegen der Schießerei auf Ko Phangan verhaftet

Russischer Barmanager wird wegen der Schießerei auf Ko Phangan verhaftet

Ko Phangan. Montagnacht wurden die Touristen und der Manager der Palita Lodge auf Ko Phangan von Schüssen aus dem Bett geschreckt. Unbekannte Täter hatten am frühen Morgen gegen 4.50 Uhr mehrere Schüsse auf die Hotelzimmer der Gäste abgefeuert. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.

Der Betreiber der Lodge, Herr Pairot hatte nach dem Zwischenfall der Polizei erzählt, dass er bereits im Vorfeld Ärger mit einem russischen Barmanager hatte, der seine Bar bis weit nach den Sperrstunden geöffnet hatte. Seine Hotelgäste hatten sich bereits mehrfach über den Lärm, der bis in den frühen Morgen aus der Bar kam beschwert.

Herr Pairot hatte daraufhin die Polizei informiert die den russischen Barmanager darauf aufmerksam machte, sich in Zukunft an die Öffnungszeiten zu halten. Der Russe soll daraufhin nicht besonders gut auf den Lodge Besitzer in der Nachbarschaft zu sprechen gewesen sein.

Am frühen Montagmorgen gegen 4.50 Uhr fielen dann die Schüsse auf die Hotelzimmer der Lodge. In dem Überwachungsvideo der Lodge ist das Mündungsfeuer der Waffe deutlich zu erkennen.

Polizei Generalmajor Surachet erzählte gegenüber Reportern, dass der 31-jährige  Russe Sergei Milentie in Zusammenhang mit der Schießerei am Samstag verhaftet wurde. Er wurde von dem 54-jährigen Bürgermeister der Tha Khanon Gemeinde als Manager der Bar eingestellt. Der Russe wurde wegen illegaler Beschäftigung verhaftet. Mit ihm zusammen wurde auch der Bürgermeister und zwei weitere Thais festgenommen.

Generalmajor Surachet erzählte der Presse das er vermutet, dass der Russe die Schüsse auf die Lodge abgefeuert habe. Außerdem habe er die Gesetze über die Beschäftigung von Ausländern in Thailand verletzt.

Bei der Besprechung, an der auch der Russe und ein Dolmetscher teilnahmen erklärte Khun Surachet dass Sergei sich vor einem thailändischen Gericht zu verantworten hat. Sollte er einer illegalen Beschäftigung nachgegangen sein, dann wird er abgeschoben, bestätigte der Generalmajor.

Sergei Milentie erklärte im Beisein der Touristenpolizei dass er sich seit drei Jahren in Thailand aufhalten würde und nicht wusste, dass er die thailändischen Gesetze gebrochen hatte. Er bestritt ebenfalls, die Schüsse auf die Lodge abgegeben zu haben und wehrte sich dagegen, einer Mitglied der russischen Mafia zu sein.

Die Beamten erklärten dagegen, dass ein thailändisches Gericht über die Schuld oder Unschuld des Russen entscheiden werde.

Polizei Generalmajor Surachet sagte weiter, dass der stellvertretende Ministerpräsident Prawit Wongsuwon befohlen habe, alle Berichte über einflussreiche Personen, die an touristischen Unternehmen beteiligt sind, direkt an ihn weiter geleitet werden sollen. Die Polizei soll in diesen Fällen besonders hart durchgreifen, betonte er.

„Wenn Herr Milentie im Sinne der Anklage für schuldig befunden wird, werden wir ihn abschieben“, betonte Generalmajor Surachet gegenüber den Medien.