Prayuth fordert die Todesstrafe für Vergewaltiger

Prayuth fordert die Todesstrafe für Vergewaltiger

Bangkok. Während einer Zeremonie zur Ehrung von Beamten, die sich bei der Verfolgung von Straftätern in Bezug auf Menschenhandel besonders hervorgetan hatten, sagte Premierminister Prayuth aus Anlass des Welt-Anti-Menschenhandel Tag, dass er die Justiz und die Rechtsgemeinschaft in Thailand auffordert, für verurteilte Vergewaltiger das Todesurteil zu verhängen.

„Wir sollten bei allen Auslands Vergewaltigungsfällen auf die Todesstrafe zurückgreifen“, sagte Premierminister Prayuth. „Ob das in Thailand möglich ist, muss jedoch das Justizministerium entscheiden“, sagte er weiter.

Prayuth fügte weiter hinzu, dass der Gesetzgeber auch die Strafen von Verdächtigen überprüfen sollte, die wegen schwerer Verbrechen angeklagt werden. Wenn man diese Straftäter besonders hart verfolgen und bestrafen würde, hätte dies auch positive Auswirkungen auf die Öffentlichkeit.

„Es ist möglich, dass wir für die Täter von schweren Straftaten auch schwere Strafen verhängen“, betonte er. „Einige Straftaten werden gerade einmal mit 1.000 oder 2.000 Baht Bußgeld für die Täter abgewickelt. Das ist nicht richtig. Das Land muss für die Ergreifung der Täter Hundertausende oder sogar Millionen von Baht ausgeben, die dann später in der Kasse fehlen“, fügte er hinzu.

Sagen sie uns nicht wie wir uns zu kleiden haben

Sagen sie uns nicht wie wir uns zu kleiden haben

In einer früheren Rede hatte Prayuth den Frauen selber die Schuld für eine Vergewaltigung gegeben. „Wenn sich die Damen nicht so sexy kleiden würden, gäbe es mit Sicherheit weniger Vergewaltigungen“, meinte er. Dies hatte bei zahlreichen Frauen Unmut und eine Demonstration ausgelöst, die sie auf ihren Plakaten äußerten. „Sagen sie uns nicht wie wir uns zu kleiden haben. Sagen sie ihnen dass sie uns nicht zu vergewaltigen haben“.