NSC befürchtet, dass thailändische Studenten radikalisiert werden könnten

Bangkok. Der Nationale Sicherheitsrat (NSC) befürchtet, dass eine Reihe von thailändischen muslimischen Studenten, die im Nahen Osten studieren, sich radikalisieren könnten.

NSC Generalsekretär Thawip Netniyom machte diese Bemerkung im Anschluss an eine Sitzung des NSC unter dem Vorsitz von Vizepremierminister Prawit Wongsuwon, der verantwortlich für die nationale Sicherheit ist. Die Kommandierenden der Streitkräfte nahmen ebenfalls an der Sitzung vom Donnerstag teil.

Der stellvertretende Ministerpräsident hat die Sicherheitsbehörden angewiesen, muslimische Studenten aus den drei südlichen Provinzen, die im Ausland, und da vor allem im Nahen Osten studieren, zu überwachen.

Über 5.000 muslimische Studenten aus der südlichsten Region studieren vor allem in Ländern des Nahen Ostens einschließlich Ägypten sowie in Pakistan und in Indonesien. Sie studieren dort mit eigenen Mitteln oder vielfach mit von diesen Ländern gewährten Stipendien. Die meisten von ihnen sollen religiöse Studien betreiben.

General Thawip sagte, dass bei mehr als 100 von ihnen Neigungen zur Abtrennung der drei südlichen Grenzprovinzen vorhanden seien. Allerdings gebe es keine Informationen, das muslimische Thaistudenten im vom Krieg zerrissenen Syrien dem Islamischen Staat beigetreten sind, sagte er.

General Prawit hat ein Gremium bestellt, dass sich mit der Angelegenheit befassen soll. Dabei soll herausgefunden werden, wie Stipendien für Studenten, die in anderen Ländern als jener im Nahen Osten studieren, finanziert werden. Denn Stipendien von Instituten in den Ländern des Mittleren Osten können von den staatlichen Behörden untersucht werden, fügte er hinzu.

Er stellte ferner fest, dass Studenten, die in religiösen Studien abschließen, eher begrenzte Beschäftigungsmöglichkeiten haben werden. Hier soll die Regierung Schritte unternehmen, um Arbeit für sie zu finden.

 

Quelle : bangkokpost