Trotz Haftbefehl ist das DSI nicht in der Lage den Milliarden Abt zu verhaften

Trotz Haftbefehl ist das DSI nicht in der Lage den Milliarden Abt zu verhaften

Pathum Thani. Der per Haftbefehl gesuchte Abt des Dhammakaya Tempel, Phra Dhammachayo ist trotz aller Bemühungen und Anstrengungen des DSI nach wie vor auf freiem Fuß und hält sich vermutlich immer noch in seinem Tempel auf. Rückendeckung bekommt er von Tausenden seiner in weiß gekleideten Anhänger, die den Ermittlungsbeamten den Weg und den Zutritt auf das Tempelgelände versperren.

Gegen den umstrittenen Mönch wurde unter dem Vorwurf der Geldwäsche und unrechtmäßig erworbener Gewinne vom Gericht ein Haftbefehl ausgestellt. In den Augen seiner Anhänger ist er allerdings eine religiöse Figur, die zu Unrecht verdächtigt und angeklagt wird.

Mehr als 10.000 in weiß gekleidete Anhänger waren gestern Morgen noch vor dem DSI auf den Beinen und blockierten zunächst alle Eingänge des Tempels. Trotz Haftbefehl und ein Großaufgebot an Polizei, Militär und Behördenmitarbeitern waren die Beamten nicht in der Lage, das weitläufige Tempelgelände zu betreten.

Der stellvertretende Leiter des Tempels, Phra Sanitwong, führte die Beamten dann zum Eingang Nr. 7, durch den die Beamten das Tempelgelände betreten konnten. Allerdings kamen sie nicht weit, da die Anhänger und die Mönche Wind von der Aktion bekommen hatten. Ein Teil der Anhänger war kurze Zeit später auch am Eingang 7 und blockierte erneut den Zugang und die Ermittlungsarbeit der Behörden.

Schließlich einigte man sich auf eine gemeinsame Pressekonferenz, die gegen 9.27 Uhr begann. Auf der nur knapp 15 Minuten dauernden Pressekonferenz erklärten dann die Mönche, dass sie es nicht zulassen würden, ihren geliebten Abt zu verhaften.

Dazu sei man erst bereit, wenn in Thailand wieder der vollständige Frieden und volle Demokratische Verhältnisse herrschen würden.

Trotz aller Diskussionen mit den verantwortlichen des Tempels kamen die Behördenmitarbeiter mitsamt Polizei und Militär nicht einen Schritt weiter. Der stellvertretende Chef des DSI, Suriya Singhakamol beschloss dann gegen 13.25 Uhr auf weitere Maßnahmen und auf eine Eskalation der Situation zu verzichten und seine Leute mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Justizminister Paiboon Koomchaya sagte jedoch, dass damit die Angelegenheit für die Behörden nicht erledigt sei und er sofort einen neuen Durchsuchungsbefehl beantragen würde.

„Wir werden so lange einen Haftbefehl vor Gericht beantragen, bis wir Phra Dhammachayo verhaften können“, betonte Justizminister Paiboon.

Der stellvertretende DSI Chef Herr Suriya Singhakamol äußerte gegenüber der Presse, dass seine Beamten dem Tempel noch vor dem 13. Juli erneut einen Besuch abstatten werde. Einen genauen Termin nannte er wohlweislich nicht.

Das DSI hat den Fall gegen Phra Dhammachayo und seine vier mutmaßlichen Komplizen, darunter befindet sich auch Supachai Srisupa-Aksorn, ein ehemaliger Chef der Klongchan Credit Union Cooperative, in die Hände der Staatsanwaltschaft übergeben.

Laut dem DSI deuten alle Anzeichen darauf hin, dass Phra Dhammachayo und seine Stiftung mehr als 1,4 Milliarden Baht von Supachai per Scheck erhalten hat. Supachsi befindet sich bereits wegen einer verwandten Unterschlagung die mit dem Fall zusammenhängen soll im Gefängnis.

Trotz aller Bemühen waren die Beamten also nicht in der Lage, mit dem durch Tausende Anhänger geschützten Abt zu sprechen. Er soll sich aufgrund einer schweren Krankheit aber nach wie vor in dem Tempel bzw. auf dem Gelände aufhalten.

Eine Gruppe der Anhänger erklärte gegenüber den anwesenden Reportern: „Die Verjährungsfrist in diesem Fall dauert 15 Jahre. Deswegen kann die Auslieferung so lange warten, bis in Thailand wieder Frieden und die volle Demokratie herrschen.

Phra Sanitwong Wuttiwangso, der Sprecher des Tempels sagte gegenüber dem DSI dass es nicht möglich war, alle Anhänger davon zu überzeugen, mit dem DSI zusammenzuarbeiten und die Beamten auf das Tempelgelände zu lassen. Die Anhänger hatten sich bereits vor seinem Eintreffen auf dem Tempelgelände versammelt und waren nicht gewillt, auf ihn zu hören.

Der stellvertretende DSI Chef Herr Suriya gab gegenüber der Presse zu, dass während der gesamten Operation Drohnen in der Luft waren die das ganze Geschehen aufgenommen haben. Die Aufnahmen könnten später gegen Personen verwendet werden, die die Beamten am Zugang zum Tempel gehindert haben.

Aber auch außerhalb des Tempels waren die Drohnen im Einsatz. Die Anhänger hatten auch hier vorgesorgt und mit schwerem Gerät (Bagger) Teile des Eingangs blockiert. Die DSI hat dazu bereits eine offizielle Beschwerde bei der örtlich zuständigen Polizeistation eingereicht.

Der stellvertretende nationale Polizeichef Srivara Ransibrahmanakul sagte, dass diese Beschwerde den Weg für weitere Polizeiaktion ebnen werde und den Beamten hilft, zusätzliche erforderliche Maßnahmen zu treffen. Wie diese Maßnahmen aussehen, lies er aus ermittlungstechnischen Gründen jedoch offen

Eine nicht genannte Quelle sagte dass es dem Nationalen Rat für Frieden und Ordnung nicht gelungen sei, den Abt oder seine Gefolgsleute festzusetzen. Er bezog sich dabei auf die Aussage dass Phra Dhammachayo ein gerichtliches Verfahren nur durchlaufen würde, wenn die Demokratie nach Thailand zurückkehrt.

„Sein Fall hat nichts mit der Demokratie im Land zu tun“, betonte die Quelle. „Der Abt hat sich vor dem Gesetz zu verantworten. Das hat nichts mit Demokratie zu tun“, betonte die nicht genannte Quelle.

Weitere Einzelheiten und aktuelle Berichte zu diesem und weiteren Fällen in denen Mönche verwickelt sind finden sie im Forum.ThailandTIP.info unter dem Titel: Die Männer in orangener Robe.