Expressboot Passagier ertrinkt im Saen Saep Kanal in Bangkok

Expressboot Passagier ertrinkt im Saen Saep Kanal in Bangkok

Bangkok. Am Donnerstagmorgen kam ein 50-jähriger Mann dabei ums Leben, als er noch vor dem fertigen Anlegemanöver von Bord eines Expressbootes im Saen Saep Kanal in Bangkok auf den Steg springen wollte. Der traurige Vorfall wurde von der Sicherheitskamera des Anlegestegs aufgenommen und in den sozialen Netzwerken verbreitet.

Der Vorfall ereignete sich gegen 6.15 Uhr an der Anlegestelle für Expressboote an der Sukhumvit Straße 15. Der 50 Jahre alte Herr Theerapong Silasit hatte es offenbar sehr eilig und wollte noch vor dem Festmachen des Schnellbootes an Land springen. Dabei verlor er offenbar das Gleichgewicht und stürzte in den Saen Saep Kanal.

Auf den Videoaufzeichnungen ist deutlich zu sehen, dass sich das Schnellboot dem Pier auf der Sukhumvit Straße 15 nähert. Herr Theerapong ist bereits von seinem Sitzplatz aufgestanden und steht auf der Bordwand des Schnellbootes.

Bei einem Verhör der Augenzeugen, des Bootsführers und der Bootsbegleiter wurde klar, dass der Verstorbene Mann kurz vor dem Unfall bereits vom Personal darauf hingewiesen wurde, solange auf seinem Sitzplatz zu bleiben, bis das Schnellboot endgültig am Pier festgemacht hat.

Allerdings hörte nicht auf die Anweisungen des Personals und versuchte bereits vor dem endgültigen Anlegen des Bootes von Bord auf den Pier zu springen. Auf dem Video ist deutlich zu sehen, dass allerdings auch schon andere Passagier vor dem festmachen des Bootes an Land springen.

Wer die Schnellboote in Bangkok benutzt, kennt diese Situation die offenbar gerade bei jungen Leuten sehr beliebt ist und die man jeden Tag beobachten kann. Anscheinend scheinen immer wieder einige Fahrgäste der Meinung zu sein, dass es besonders sportlich ist, wenn sie als erster, noch vor dem Ablegen des Bootes an Land springen.

Vielleicht hatte es auch Herr Theerapong an diesem Tag besonders eilig und wollte als einer der ersten Fahrgäste das Schnellboot verlassen. Obwohl sich sofort einige Fahrgäste auf die Suche nach dem Mann im Wasser machten, tauchte er nicht wieder auf. Wie sich später heraus stellte, hatte er sich bei seinem Sturz in den Kanal am Arm und an der Schulter verletzt. Die Polizei vermutet, dass er dadurch gehindert und seine Beweglichkeit eingeschränkt war und er sich nicht mehr selber aus dem aufgewühlten Wasser des Kanals retten konnte.

Die hinzugerufenen freiwilligen Helfer der Por Tek Tung Stiftung konnten seinen Körper erst einige Stunden später etwa zehn Meter vom Pier entfernt bergen und an Land bringen.

Der Leichnam des verstorbenen wurde für eine Autopsie in ein nahegelegenes Polizei Krankenhaus gebracht.

Quelle: Stick Boy Bangkok

 

In diesem Video ist gut zu sehen, dass viele Passagiere bereits vor dem Anlegen und festmachen des Schnellbootes von Bord auf den Steg springen.