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Die Katastrophe im Süden spitzt sich weiter zu und hat bereits sechs Menschleben gefordert

Nakhon Si Thammarat. Beamte des Innenministeriums haben gestern bekannt gegeben, dass die Sintflutartigen Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche den Süden des Landes weiter verwüsten und bisher bereits sechs Todesopfer gefordert haben.

Fast alle Hauptverkehrsstraßen im Süden Thailands sind von den Überschwemmungen betroffen

Fast alle Hauptverkehrsstraßen im Süden Thailands sind von den Überschwemmungen betroffen

Fast alle Hauptverkehrsstraßen im Süden Thailands sind von den Überschwemmungen betroffen und mittlerweile kommt auch bereits der Flugverkehr die Auswirkungen des Monsun Regen zu spüren. Verspätungen und ausgefallene Flüge häufen sich bereits. Viele Fluggäste sitzen auf den Flughägen zum Teil bereits seit mehr als 15 Stunden fest und verpassen dadurch die Anschluss Flüge in ihre Heimat.

Das Innenministerium hat bereits einen nationalen Katastrophenalarm bei dem 11. und 12. Katastrophenschutz Amt im Süden ausgelöst und alle Behörden aufgefordert, ihren Schutz und ihre Hilfe für die Flutopfer zu koordinieren. Alle verfügbaren Kräfte sowie freiwillige Helfer sind rund um die Uhr im Einsatz, um mit ihrer Hilfe und ihren Notoperationen den betroffenen Bürgern direkt vor Ort zu helfen.

Der Chef des Meteorologischen Instituts Herr Wanchai Sakudomchai erklärte, dass Nakhon Si Thammarat von den fünf am kritischsten überfluteten Provinzen am schlimmsten getroffen wurde. Alleine am Donnerstag habe es innerhalb von 24 Stunden im Bezirk Pak Phanang einen Rekord Niederschlag von 600 Millimetern gegeben. Am Flughafen der Provinz sah es nicht wesentlich besser aus. Hier wurde ein Niederschlag von 400 Millimetern aufgezeichnet.

hochwasser-im-sueden_04Bedingt durch diese sintflutartigen Niederschläge konnten zahlreiche Flüge nur mit Verspätung gestartet oder mussten gleich ganz abgesagt werden. Allerdings, so meldet Herr Wanchai, sollen die Regenfälle am Morgen nachlassen. Gleichzeitig kündigte er allerdings erneut weitere schwere Regengüsse für den 16 und 17. Januar an.

Laut einem Bericht des Katastrophenschutz Amt „Disaster Prevention and Mitigation Department“(DPMD) wurden seit dem 1. Januar des neuen Jahres:

  • In Nakhon Si Thammarat 72.337 Haushalte,
  • in Narathiwat 29.535 Familien,
  • in Phatthalung 29.327 Haushalte,
  • in Trang 7.824 Haushalte,
  • in Yala 4.986 Haushalte,
  • in Songkhla 4.793 Familien,
  • in Chumphon 111 Dörfer,
  • und 116 Dörfer In SuratThani

von dem Hochwasser betroffen.

Die sechs Todesfälle ereigneten sich in Songkhla, Narathiwat und Nakhon Si Thammarat. Hier kamen jeweils zwei Menschen bei den Überschwemmungen zu Tode, berichtet der Chef des DPMD, Herr Chatchai Phromlert.

Die Behörden sind weiter auf der Suche nach einem 14-jährigen Schüler, der mit seinem Motorrad in Phatthalung im Kreis Khao Chai Son in den Fluten unterwegs war und von der Strömung einfach weggerissen wurde.

hochwasser-im-sueden_05Das Bildungsministerium berichtet ebenfalls, dass mittlerweile 1.096 Schulen in der Region aufgrund der Überschwemmungen geschlossen werden mussten.

Die Prinz von Songkla Universität auf dem Pattani Campus hat ihr Eröffnungsdatum für das zweite Semester vom 9. auf den 16. Januar verschoben, meldet das Bildungsministerium weiter.

Der internationale Flughafen Nakhon Si Thammarat hat ebenfalls seit gestern Morgen bis heute um Mitternacht alle Operationen ausgesetzt, nachdem seine Start- und Landebahnen teilweise überschwemmt wurden, sagte Flughafen Abteilungsleiter Darun Saengchai gestern in einer Stellungnahme.

hochwasser-im-sueden_12Die Flughafenleitung hat alle Fluggesellschaften angewiesen, ihre Passagiere über die Ausfälle zu informieren und ihnen ihre bereits gezahlten Flüge zu Erstatten. Einige Fluggesellschaften haben allerdings ihre Passagiere mit dem Bus zu den nahe gelegenen Flughäfen in Surat Thani, Hat Yai und Phuket übertragen, heißt es in einer weiteren Erklärung.

Das Katastrophenschutz Amt „Disaster Prevention and Mitigation Department“(DPMD) meldet weiter, dass insgesamt 44 Straßen in sechs Provinzen überflutet wurden. 23 dieser Straßen sind für den Verkehr nicht mehr passierbar und die Behörden können auch keine alternative Route zu diesen Straßen anbieten.

Wie schon berichtet, ist auch der Zugverkehr von Bangkok in den Süden unterbrochen. Fünf Zugverbindungen in den Süden mussten in Chumphon bis auf weiteres gestoppt werden.

hochwasser-im-sueden_13Am Bahnhof in Trang hatten sich bereits gestern zahlreiche Fahrgäste versammelt und forderten die Rückerstattung ihrer bereits bezahlten Tickets. Ein großer Teil der öffentlichen Verkehrsmittel in Trang musste ebenfalls den Betrieb einstellen.

Der Sprecher des Nationalen Rates für Frieden und Ordnung, Oberst Piyapong Klinpan sagte, dass alle Provinzgouverneure und die Partnerorganisationen angewiesen wurden die Flutopfer zu Unterstützen.

Dr. Sopon Mekthon, der Sekretär des Gesundheitsministeriums sagte, dass zehn medizinische Notfallteams in die schwer zu erreichenden Bereichen geschickt wurden, um den Flutopfer zu helfen. Sie wurden mit 200.000 Sätzen Medizin und der medizinischen Versorgunggeräte zu den neun Provinzen geschickt, in denen mittlerweile 102 Krankenhäuser und Gesundheits- Stationen ebenfalls von dem Hochwasser betroffen sind. Zum Glück können aber die meisten der betroffenen Stationen und Krankenhäuser ihre Dienste noch weiter zur Verfügung stellen, fügte er hinzu.

Alleine in Nakhon Si Thammarat sind 37 Krankenhäuser vom Hochwasser betroffen. Im Cha-uat Krankenhaus mussten bereits acht schwerkranken Patienten evakuiert werden. Weitere 40 allgemeine Patienten Mussten aus den Provinzkrankenhäusern evakuiert werden.

Allerdings gibt es in Thailand auch immer wieder Menschen, die in jeder Situation noch etwas lustig finden.

 

  • Quelle: The Nation