Die unfallträchtigen Minivan sollen als öffentliche Verkehrsmittel verboten werden

Die unfallträchtigen Minivan sollen als öffentliche Verkehrsmittel verboten werden

Bangkok. Aufgrund der steigenden Unfallzahlen und um die Sicherheit der Passagiere mit den Minivan zu erhöhen sollen diese Fahrzeuge bis zum Ende des Jahres als öffentliche Verkehrsmittel verboten und aus dem Verkehr gezogen werden. Stattdessen sollen sie durch die sogenannten Microbusse ersetzt werden.

Der stellvertretende Verkehrsminister Pichit Akrathit erklärte dazu am Freitag, dass die Verträge für die insgesamt 6.431 Minivan, die für die staatliche Transport Co. fahren, ab dem 1. Juli auslaufen und nicht wieder erneuert werden sollen.

„Obwohl viele Menschen glauben, dass die Microbusse im Unterhalt teurer als die Minivan sind, haben sie eine längere Lebensdauer, können mehr Passagiere befördern und sind zudem auch noch sicherer“, sagte Herr Pichit. „Die operativen Kosten werden beim Einsatz der Microbusse sinken. Die Minivans wurden bisher für den öffentlichen Personenverkehr missbraucht“, fügte er hinzu.

Die neuen Busse können laut den Angaben von Herrn Pichit bis zu 20 Passagiere befördern, während die Minivan typischerweise zwischen 12 bis 15 Passagiere aufnehmen können.

minivan-unfall_03Herr Pichit sagte weiter, dass es bereits zu viele Unfälle mit den Personen Kleintransportern, die zwischen Bangkok und den verschiedenen Provinzen hin und her pendeln, gegeben habe.

Der Ersatz der Minivan soll bereits ab dem 1. Juli in diesem Jahr beginnen. Der Austausch der Fahrzeuge würde allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen, da bereits 2.771 Lieferwagen auf diesen Strecken unterwegs sind.

Um den Betreibern unter die Arme zu greifen und ihnen zu helfen, könnte die Regierung ihre Konzessionslaufzeiten verlängern. Außerdem würden die staatlichen Banken den Unternehmern Kredite für den Ankauf von Microbussen anbieten und so auch den Verkauf von gebrauchten Transportern erleichtern, fügte er hinzu.

minivan-unfall_02Polizei General Major Amnat An-atngam, der amtierender Direktor der staatlichen Transport Co. sagte, dass unter den gemeldeten 6.431 Passagier Lieferwagen etwa 4.000 Lieferwagen sind, die kleineren Betreibern gehören, von denen die meisten nur einen einziges Fahrzeug besitzen.

Vize-Premierminister Wissanu Krea-ngam bekräftigte die Angaben von Herrn Pichit und fügte hinzu, dass die Behörden auch das Kabinett gebeten haben, den Einsatz von Transportern für den öffentlichen Verkehr aus Sicherheitsgründen bis zum Jahr 2019 zu prüfen und anschließend zu verbieten.

25 Tote bei einem Horror Unfall in Chonburi

25 Tote bei einem Horror Unfall in Chonburi

Die Sicherheit der Passagiere in den Minivan ist seit Jahren ein Thema in der Öffentlichkeit und erhielt gerade durch den schrecklichen Horror Unfall in Chonburi, bei dem bei einem Zusammenstoß zwischen einem Minivan und einem Pickup 25 Menschen ums Leben kamen, neuen Zündstoff. Der ThailandTIP hatte darüber berichtet.

“Der Vorschlag die Minivan im Jahr 2019 zu verbieten hat bereits das Kabinett erreicht. Die Fahrzeuge und ihre Bedingungen sind für den öffentlichen Verkehr nicht geeignet”, sagte Herr Wissanu.

Der Vorschlag kam von der Polizei und dem Ausschuss der Verkehrssicherheit unter der Leitung von Vize-Premierminister Prawit Wongsuwon. Beamte des Land und Transport Department haben sich am Donnerstag mit der Polizei und weiteren Verantwortlichen getroffen und dabei vereinbart, dass diese Lieferwagen nicht mehr als öffentliche Verkehrsmittel für den Personentransport geeignet sind, fügte Herr Wissanu hinzu.

Die Teilnehmer an der Sitzung hatten im Anschluss erklärt, dass es Bedenken über die unsachgemäße Verwendung, den Zustand und die Geschwindigkeit der Lieferwagen sowie über die Qualität ihrer Fahrer gegeben habe, sagte er weiter.

Allerdings würden diese Änderungen und das Verbannen der Personen-Kleintransportern aus dem öffentlichen Verkehr in der Regel langwierige Rechtsänderungen erfordern. Deshalb könne Premierminister Prayuth Chan-o-cha seine Macht unter dem Artikel 44 der Übergangsverfassung nutzen und so einige notwendige Änderungen bei dem Verfahren beschleunigen, fügte der Stellvertretende Ministerpräsident hinzu.

Alleine im vergangenen Jahr wurden laut den Behörden mehr als 40.000 Transporter für den öffentlichen Verkehr registriert.

Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation hat Thailand die zweit schlechteste Bilanz im Bezug auf die Unfalltoten. Im Verhältnis zur Bevölkerung wird Thailand nur noch von Libyen übertroffen.

 

  • Quelle: Bangkok Post