Zahl der Todesopfer durch die Flut im Süden auf 19 angestiegen

Zahl der Todesopfer durch die Flut im Süden auf 19 angestiegen

Nakhon Si Thammarat. Leider haben die schweren Überschwemmungen auch an diesem Wochenende weitere Todesopfer im Süden des Landes gefordert. Wie die Behörden melden kamen in den 13 überschwemmten Provinzen bisher 19 Menschen durch das Hochwasser ums Leben. Eine Person wird nach wie vor noch vermisst.

hochwasser-nakhon-si-thammarat-januar-2017_06Wie das Meteorologische Wetteramt bereits gestern erneut gewarnt hatte, soll der schwere Monsun Regen der über den Süden des Landes fegt noch heute und Morgen anhalten. Erst danach hoffen die Wetterexperten auf eine Besserung und auf ein Nachlassen der schweren Regenfälle. Eine aktive Niederdruckzelle bewegt sich vom Süden her über die Andamanensee und über die Westküste im Süden Thailands. Sie zieht langsam weiter in Richtung Norden in den Golf von Martaban und in Richtung Myanmar, berichtet das Meteorologische Institut.

Die davon immer noch betroffenen 13 Provinzen sind:

  • Phetchaburi und Prachuap Khiri Khan im unteren mittleren Bereich,
  • und Chumphon, Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Phatthalung, Songkhla, Ranong, Phangnga, Phuket, Krabi, Trang und Satun im Süden Thailands.

Die Menschen sollen sich heute und Morgen auf weitere schwere Wetterbedingungen und mögliche Überschwemmungen vorbereiten. Dabei besteht auch die Gefahr von weiteren Sturzfluten, die aus den höher gelegenen Waldgebieten ins Tal abfließen. Die Bürger sollen unbedingt die aktuellen Wettervorhersagen in den Medien verfolgen und sich entsprechend den Anweisungen der Behörden verhalten.

Laut den Angaben der Abteilung der Katastrophenvorbeugung haben die Fluten im neuen Jahr bereits zehn Provinzen in der Region verwüstet. Einziger Wehrmutstropfen bisher, in Yala und Ranong soll sich die Situation bereits heute etwas entspannen und der Regen nachlassen.

Dagegen wurden in der Provinz Songkhla mittlerweile vierzehn der sechszehn Bezirke durch die ansteigende Flut zu Katastrophengebieten erklärt. Nur die beiden Bezirke Na Thawi und Zhepha bleiben von dieser Erklärung verschont.

C-130 Militärtransportflugzeug

C-130 Militärtransportflugzeug

Die Luftwaffe hat ebenfalls ein C-130 Militärtransportflugzeug bereits gestellt, mit dem die zahlreichen gespendeten Hilfsgüter wie Medizin, Lebensmittel, Trinkwasser und flache Boote in die Krisengebiete geflogen werden. Die Maschine steht am Flughafen Don Mueang in Bangkok und wird hier mit den Hilfsgütern beladen, bevor sie damit weiter in Richtung Songkhla fliegt.

Von hier aus werden die Hilfsgüter weiter nach Nakhon SI Thammarat in den von dem Hochwasser am stärksten betroffenen Bezirk Cha-Uat transportiert und dort an die Hilfsbedürftigen Bürger verteilt.

Die Hauptstraßen im Zentrum von Nakhon Si Thammarat, die Ratchadamnoen, die Pattanakarn und die Khukwang Straßen wurden schon wieder für alle Arten von Fahrzeugen geöffnet, obwohl einige Gemeinden noch immer mit bis zu 50 cm hohen Wasserstand zu kämpfen haben.

Staatliche Stellen und private Unternehmen haben gestern an mehreren Standorten Küchen eingerichtet und verteilen von hier aus gekochtes Essen für die Flutopfer und die zahlreichen Helfer.

Landungsschiff HTMS Angthong

Landungsschiff HTMS Angthong

Selbst die Marine hat mit dem hohen Wellengang ihre Probleme, berichtet Hauptmann Apichart Tinnaluck, der Leiter einer Wassereinheit mit Sitz in Nakhon Si Thammarat. Die Marine war durch die riesigen Wellen gezwungen, mit dem Landungsschiff HTMS Angthong anstatt des Hafens in Pak Panang in der Provinz Nakhon Si Thammarat, in einem Hafen in Songkhla anzudocken.

In Songkhla konnten dann insgesamt 50 Wassertreibende Boote von der HTMS Angthong abgeladen und auf Lastwagen umgeladen werden u. Die Lastwagen haben sich dann wieder auf den Weg nach Nakhon Si Thammarat in die beiden Bezirke Hua Sai und Pak Panang gemacht.

Hier sollen die 50 Wassertreibenden Boote eingesetzt werden und das Ablassen von Hochwasser auf das Meer beschleunigen. Jedes dieser Boote kann pro Minute 24 Kubikmeter Wasser verdrängen und dazu beitragen, dass das Hochwasser so schnell wie möglich in Richtung Meer abfließt, sagte Hauptmann Apichart weiter.

In Trang hat der Provinzgouverneur Siripat Pattakul die Bewohner in den Überschwemmungsgebieten entlang des Banthat Gebirges in den Bezirken Huai Yot, Na Yong, Yan Ta Khao, Palian Bezirke alarmiert und vor möglichen weiteren Sturzfluten und Erdrutschen aus den höhergelegenen Wald- und Berggebieten gewarnt, da sich der schwere Regen weiter ungebremst fortsetzt.

In Chumphon hat die Leiterin des Büros der Landeskatastrophenvorbeugung Frau Watjana Watjanakupt erklärt, dass die Hochwassersituation im Bezirk Lang Suan immer noch kritisch ist. Der Flutpegel in den tiefer gelegenen Gebieten steht nach wie vor bei etwa einem Meter und beeinflusst die Moral der lokalen Bewohner.

essensausgabe-in-surat-thaniIn diesem Stadium sei eine warme Mahlzeit und gekochtes Essen das wichtigste für die vom Hochwasser gestressten Menschen, fügte sie hinzu. In Chumphon leiden nach wie vor rund 47.000 Menschen unter den Folgen des Hochwassers, fügte sie hinzu.

 

  • Quelle: Bangkok Post