Chinese angelt mit einer Klebstoffschnur Geldscheine aus der Spendenbox eines Tempels

Chinese angelt mit einer Klebstoffschnur Geldscheine aus der Spendenbox eines Tempels

Chiang Mai. Am Abend des 13. Juni informierten die Mönche des Wat Phra That Doi Kham in Mae Hia die Polizei, nachdem sie zwei chinesische Männer festhalten konnten, die mit speziell präparierten Klebstoff Schnüren die Spendenbox des Tempels geplündert hatten. Die „Angeltour“ der beiden Chinesen wurde von den Sicherheitskameras des Tempels aufgezeichnet und der Polizei als Beweismaterial vorgelegt.

Wat Phra That Doi Kham

Wat Phra That Doi Kham

Laut Polizeibericht wurden die Beamten am Abend des 13. Juni von den Mönchen des Wat Phra That Doi Kham in Mae Hia (auch bekannt als der Tempel der goldenen Berge) über zwei chinesische Männer unterrichtet, die auf raffinierte Weise mit speziell präparierten Klebstoff Schnüren die Geldscheine aus den Spendenboxen des Tempels geangelt und gestohlen hatten.

Die Mönche konnten die beiden Diebe fassen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Die beiden Männer wurden von den Beamten als die 31 Jahre alten Wei Zengguang und sein Komplize identifiziert. Anhand der Aufnahmen der Sicherheitskameras war klar zu sehen, dass der Komplize von Wei Wache stand, während er sich selber an den Spendenboxen des Tempels zu schaffen machte.

Dazu benutzte Zengguang zwölf verschiedene Schnüre, die mit einem speziellen Kleber versehen waren. Zengguang führte die Klebstoffschnüre durch den Schlitz der Spendenbox und konnte dann so nach und nach alle Geldscheine aus den Spendenboxen des Tempels fischen.

Wat Phra That Doi Kham

Wat Phra That Doi Kham

Bei einer Durchsuchung der beiden fanden die Ermittler die zwölf speziell präparierten Schnüre sowie weitere Gegenstände, die die beiden zum Plündern der Spendenboxen benutzen. Der Komplize hatte 11.880 Baht sowie noch 23 weitere verschiedene Währungen in seinen Taschen, während die Ermittler bei Zengguang ebenfalls 39.992 Baht sicherstellen konnten.

Die Ermittler nahmen die beiden Chinesen fest und verfrachteten sie auf die Polizeistation. Aber nachdem sie bereits eingesperrt und alle ihre Gegenstände und das Bargeld schon beschlagnahmt war, konnten die beiden Chinesen aus bisher unbekannten Gründen aus dem Polizeigewahrsam fliehen.

Wie es der Zufall so will, erhielten die Beamten am nächsten Tag eine Meldung des Tempels, dass sich ein chinesischer Tourist beim Besuch des Tempels auf einer Treppe ein Bein gebrochen hatte. Als die Beamten in dem Tempel ankamen, staunten sie nicht schlecht, als sich der verletzte Tourist als der in der Nacht geflohene Herr Zengguang entpuppte.

Anhand der Aufnahmen stellten die Ermittler fest, dass Wei Zengguang am unteren Ende der Treppe gestolpert war und sich dabei neben einem Beinbruch auch noch gleich mehrere Kratzer und Prellungen zugezogen hatte.

Die Beamten nahmen den Mann erneut fest und brachten ihn zur Behandlung zunächst in ein Krankenhaus. Zengguang war geständig und gab den Ermittlern auch den Namen seines Komplizen an.

Die Beamten sind nun noch auf der Suche nach Wei Renggu und hoffen ihn bald zu finden. Anschließend werden sich die beiden Chinesen in vollem Umfang nach dem thailändischen Recht für ihre Tat zu verantworten haben.

 

  • Quelle: Chiang Mai City Life