Greenpeace berichtet über Luftverschmutzung in 14 Provinzen

Greenpeace berichtet über Luftverschmutzung in 14 Provinzen

Bangkok. Die Umweltschutzgruppe Greenpeace enthüllte gestern in einem Schockbericht, dass die Luftverschmutzung in 14 Provinzen in Thailand viel höher als die sicheren Grenzen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist.

Die Umweltgruppe hat die Ankündigung gestern bekannt gegeben, da sie im ersten Halbjahr 2017 durchschnittliche Messwerte von einer Partikelmasse (PM) kleiner als 2,5 Mikrometer im Land ausgewertet hat. 2,5 PM ist so klein, dass es in das Blutsystem eingeatmet werden kann und dabei Krebs und Herzerkrankungen verursachen kann.

Die Bewertung des PM 2,5 Niveaus wurde an 19 Luftqualitätsmessstationen in 14 Provinzen im ganzen Land gemessen. Dabei wurde klar, dass jede Station höhere Werte als die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von weniger als 10 Milligramm pro Kubikmeter Luft enthielt.

Greenpeace überwacht seit 2015 das PM2,5-Niveau in Thailand und hat dabei festgestellt, dass die Top-fünf Provinzen, die die höchsten Aufzeichnungen von PM2,5 haben, jedes Jahr gleich waren. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass wir dringend etwas tun müssen, um unsere Luft zu reinigen“, sagte Frau Chariya Senpong, die Greenpeace-Koordinatorin für Klimawandel und Energie.

Greenpeace Studie 2017

Greenpeace Studie 2017

Chiang Mai, Tak, Khon Kaen, Bangkok und Saraburi gehörten zu den schlimmsten Städten mit den stärksten PM2.5-Stufen, berichtet sie weiter.

Khon Kaen hatte in den vergangenen sechs Monaten das höchste Niveau mit einem durchschnittlichen Rekord von 44 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, während Saraburi 40 und Chiang Mai 39 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft hatte.

Frau Chariya sagte weiter, dass es verständlich ist, dass diese Provinzen unter einer schweren Luftverschmutzung leiden, da Chiang Mai und Tak im Norden in Talgebieten liegen. Jedes Jahr entstehen diese Probleme durch das Abbrennen der Felder in der Region aufs Neue. Dazu kommt, dass Khon Kaen, Bangkok und Saraburi die wichtigsten städtischen Gebiete mit einem hohen Volumen an Verkehr und Industrie sind, fügte sie hinzu.

“Das ist eine große Bedrohung für die Gesundheit der Menschen, da PM 2,5 so klein ist, dass es Staubfiltersysteme in unserem Atemwege passieren kann und in unser Blutsystem durch unsere Lungen aufgenommen werden kann”, sagte sie weiter.

“Die Partikel tragen giftige Stoffe wie Schwermetalle mit sich, so dass sie nach dem Einatmen Krebs und andere Krankheiten wie Allergien verursachen können”.

In einem Global Air-Bericht wird gesagt, dass die Luftverschmutzung von PM 2,5 für 37.500 vorzeitige Todesfälle in Thailand im Jahr 2015 verantwortlich war.

“Es ist das Recht der Leute, in einer sauberen Umgebung zu sein und über die gesundheitlichen Bedrohungen aus der Luft informiert zu werden. Die Behörden sollten PM 2,5 zu ihrem Luftqualitätsindex hinzufügen und sicherstellen, dass die Menschen in den betreffenden Gebieten Menschen leicht auf Gesichtsmasken und Informationen über die Luftverschmutzung zugreifen können”, sagte Frau Chariya weiter.

 

  • Quelle: Thai Visa, The Nation