65-jährige Geschäftsfrau verkauft gefälschte Anstecknadeln von König Rama IX

65-jährige Geschäftsfrau verkauft gefälschte Anstecknadeln von König Rama IX

Bangkok. Am Mittwoch wurde eine 65 Jahre alte Ladenbesitzerin verhaftet, weil sie angeblich gefälschte Anstecknadeln verkauft hatte, die an die Einäscherung von König Rama IX erinnern sollten. Zahlreiche Kunden hatten sich im Nachhinein über die Geschäftsfrau beschwert und behauptet, dass sie die königliche Beerdigung zu ihrem finanziellen Vorteil ausnutzt, indem sie gefälschte Anstecknadeln zur Erinnerung an Seine Majestät den verstorbenen König Bhumibol verkauft.

Die 65 Jahre alte Frau Tassanee Horcharankul, deren Laden im berühmten Amulett-Viertel Tha Prachan liegt, bestritt die Behauptung und sagte, sie wisse nicht, dass die Abzeichen gefälscht seien. Die Polizei, die den Verdacht hegte, dass sie die Pins in Massen herstellen würde, beschuldigte Frau Tassanee, gefälschte Waren zu verkaufen.

Eine gefälschte königliche Beerdigungs-Gedenknadel

Eine gefälschte königliche Beerdigungs-Gedenknadel

Die Anstecknadeln, die jeweils in etwa die Größe eines Daumens haben, weisen die königlichen Insignien des verstorbenen Königs Bhumibol auf. Die echten Gegenstände werden vom königlichen Palast für jeweils 300 Baht hergestellt und verkauft. Frau Tassanee verkaufte ihre Pins für 120 Baht und gewährte Kunden die gleich mehrere der Anstecknadeln kauften auch noch einem Mengenrabatt.

Die Polizei berichtete den Reportern vor Ort, dass das Büro des Premierministers mehrere Beschwerden über gefälschte Stecknadeln erhalten habe. Dabei gaben sie an, dass sie die Anstecknadeln in Bangkok im Geschäft von Frau Tassanee gekauft hätten.

Die Razzia und die Festnahme von Frau Tassanee wurden von der Polizei in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Verbrechensbekämpfung, dem Militär und Beamten des Palasts vorgenommen.

Wie allgemein bekannt sein dürfte, wird jedes Zeichen der Respektlosigkeit gegenüber der Monarchie in Thailand sehr hart bestraft. Die falsche Behauptung, Verbindungen zum Palast zu haben oder das Schmieden von Palastausabzeichen hat schon in der Vergangenheit mehrfach zu schweren Anklagen geführt.

Anfang dieses Jahres wurden bereits sieben Personen verhaftet und wegen königlicher Verleumdung angeklagt, weil sie sich als Palastbeamte ausgegeben hatten und auf Hochzeiten versuchten, sich durch ihren angeblich sehr hohen Status Einlass zu verschaffen.

 

  • Quelle: Pattaya One News