Prayuth fordert die Thais auf, die Korruption im Land zu bekämpfen

Prayuth fordert die Thais auf, die Korruption im Land zu bekämpfen

Bangkok. Bei einer Veranstaltung anlässlich des Internationalen Antikorruptionstags im Bangkoker Impact Muang Thong Thani Kongresszentrum am Sonntag sagte Premierminister Prayuth, dass er keine Toleranz für Korruption habe und forderte jeden auf, der Informationen über diejenigen hat, die seinen Namen missbrauchen, direkt dem Büro des Premierministers zu melden.

Premierminister Prayuth Chan o-cha hat sich bereits in der Vergangenheit mehrmals verpflichtet, Thailands Corruption Perception Index (CPI) -Ranking zu verbessern, während er die Thais weiter dazu drängt, Null-Toleranz für Korruption zu zeigen.

In dem neuesten CPI-Ranking 2016, das von Transparency International veröffentlicht wurde, rangiert das Land an der 101. Stelle von 176 Ländern weltweit mit einem Wert von weniger als 50 Prozent.

Thailand wurde an die gleiche Stelle wie die Philippinen eingereiht, während Indonesien und einige andere ASEAN-Länder 2016 im Hinblick auf die Wahrnehmung der Korruption durch die internationale Gemeinschaft, die Expertenbewertungen und die verschiedenen Meinungsumfragen einschließt, besser abschnitten.

Nach der Verleihung von Preisen an staatliche Agenturen mit hervorragenden Anti-Korruptions-und Transparenz-Aufzeichnungen, sagte General Prayuth weiter, die Menschen in Thailand sollten ihre Kräfte dazu nutzen, um das Land aus dem Teufels Zyklus der Korruption durch null Toleranz zu befreien.

In Bezug auf die Rolle der Regierung sagte Prayuth weiter, dass seine Regierung in vollem Umfang mit der Nationalen Anti-Korruptions-Kommission zusammengearbeitet habe, um die Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen zu bekämpfen. Aber die Herausforderungen sind hart, weil die Korruption schon seit Jahrzehnten tief in der thailändischen Gesellschaft verwurzelt ist, sagte er weiter.

Prayuth berichtet weiter, das die Regierung infolgedessen neue Werte gefördert und eingesetzt hat, um keine Toleranz bei der Besteuerung zu zulassen, wozu auch der Ankauf und Verkauf von wichtigen Regierungsstellen gehört. Auch hier sei es bereits mehrmals zu einer mangelnden Transparenz bei der staatlichen Beschaffung gekommen, zu denen auch die Ausnutzung von Gesetzeslücken für finanzielle und andere persönliche Vorteile gehören.

Generalleutnant Sansern Kaewkam-nerd, der Sprecher der Regierung sagte, dass die sozialen Medien unkorrekte Informationen über Thailands CPI-Ranking verbreitet hätten, da die Rangliste 2017 noch gar nicht veröffentlicht worden sei. Daher liegt das Land weiterhin auf Platz 101 der 176 von Transparency International abgedeckten Länder.

Regierungssprecher Sansern fügte hinzu, dass mehr Anstrengungen im Kampf gegen die Korruption auch zu einer besseren Position in der Rangliste 2017 führen sollten, die für den Januar 2018 angekündigt werden soll.

Unterdessen zeigt eine Erhebung von 1.205 Befragten vom 4. – 7. Dezember in Bangkok, dass die Bemühungen zur Bekämpfung der Korruption, die unter den Regierungsbeamten immer noch weit verbreitet ist, nicht effektiv genug waren. Das liegt nach Meinung der Befragten auch und vor allem daran, weil die Strafen bei weitem nicht streng genug sind, insbesondere im Hinblick auf die Kollusion bei staatlichen Beschaffungsverträgen.

Prayuth sagte weiter, dass sich seine Regierung sich auf die Änderung von Gesetzen konzentriert habe, um damit die Wirksamkeit bei der Korruptionsbekämpfung zu erhöhen und gleichzeitig auch noch ein größeres öffentliches Bewusstsein für die negativen Auswirkungen von Bestechung auf das öffentliche Wohlergehen zu schaffen.

General Prayuth betonte dabei noch einmal, dass das Patronagesystem in Thailand tief verwurzelt sei. Deshalb sei er als Premierminister sehr vorsichtig im Umgang mit Menschen, die versuchen könnten, ihm finanzielle und andere Vorteile als Gegenleistung zu gewähren.

Als Ergebnis, so betonte Prayuth, werde er nie irgendwelche Leute in seiner persönlichen Residenz willkommen heißen die das auch mit ihm versuchen könnten.

 

  • Quelle: Thai Visa, The Nation