VietJet gerät wegen seiner knapp bekleideten Stewardessen unter Beschuss

VietJet gerät wegen seiner knapp bekleideten Stewardessen unter Beschuss

Hanoi. Vietnams Billigfluggesellschaft VietJet hat sich dafür entschuldigt, dass sie mit knappen Bikinis bekleidete Modelle auf einem Flug der U-23-Männerfussballmannschaft nach Hause eingesetzt hatte. Die Entschuldigung von VietJet kam, nachdem in den sozialen Netzwerken Bilder der knapp bekleideten Damen veröffentlicht wurden, und der Vorfall in vielen Kommentaren als „ billiger PR-Stunt „ beschimpft wurde.

VietJet ist bekannt für seine in Bikinis gekleideten Flugbegleiterinnen und setzt diese Art von Werbung nicht zum ersten Mal für seine Flüge ein. Erst im Dezember letzten Jahres hatte VietJet Airlines auf ihrem ersten Flug von Bangkok nach Dalat in Vietnam die Passagiere an Bord der Maschine mit einer kostenlosen In-Flight-Bikini-Modenschau überrascht. Der ThailandTIP hatte darüber berichtet.

VietJet gerät wegen seiner knapp bekleideten Stewardessen unter Beschuss

VietJet gerät wegen seiner knapp bekleideten Stewardessen unter Beschuss

Dieses Mal geriet VietJet Airlines allerdings unter Beschuss der Öffentlichkeit, weil die Fluggesellschaft am 27. Januar, beim Heimflug der aus China kommenden Fußballer der Nation nach der Verlängerung von Usbekistan in der U23 der Asian Football Confederation (AFC) Meisterschaft, erneut Modelle in kaum vorhandenen Kostümen an Bord der Maschine eingesetzt hatten.

Auch in der kommunistischen Nation brach in den sozialen Netzwerken nach dem veröffentlichen der Bilder ein Beschwerdehagel gegen die Fluggesellschaft aus. Dabei wurde unter anderem ein Foto von einem unbeholfen aussehenden jungen Mann kritisiert, der von einem Modell in einem tief ausgeschnittenen silbernen BH und roten Unterhosen umarmt wird.

Eigentlich ist es nicht wirklich überraschend, was auf dem Heimflug der vietnamesischen U-23-Fußballmannschaft am Sonntag geschah. Immerhin flogen sie mit Vietjet Air, die bei vielen Fluggästen bereits auch scherzhaft als Bikini-Airline bekannt ist. VietJet hat schon öfter leicht bekleidete Flugbegleiterinnen einigen PR-Flügen präsentiert. Außerdem bringt die Fluglinie auch passend zu diesen Aktionen einen Kalender mit ihren Flugbegleiterinnen in Bikinis heraus.

Aber dieses Mal waren die Internetnutzer in Vietnam von den leicht bekleideten Flugmodellen offensichtlich nicht so beeindruckt wie zuvor. “VietJets Heimflug war so unhöflich, billig und eine Offensive für das Team, die Fans und sogar für seine Passagiere”, schrieb Facebook-Nutzer Nguyen My Linh in einem Post, der am Montag bis zum Mittag schon 1.700 Likes erhielt und mehr als 100 Mal geteilt wurde.

Auf dem Rückflug der Nationalmannschaft von einem Spiel in China war der Name der Airline Programm. Die Sportler wurden mit einer Bikini-Show überrascht, in der leicht bekleidete Flugbegleiterinnen durchs Flugzeug liefen und mit den Fußballern posierten. In den Sozialen Medien verbreitete sich das Ganze wie üblich sehr schnell. Das sorgte allerdings auch ebenso schnell für Kritik.

Es hagelte innerhalb kürzester Zeit so viel Kritik, dass das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus den Fall untersuchen und die Fotos auf ihre Echtheit überprüfen ließ. Die meisten Nutzer in den Sozialen Netzwerken, so berichten zumindest die vietnamesischen Medien weiter, hätten sich irritiert gezeigt, weil so etwas nicht der Kultur ihres Landes entspreche.

Laut dem Portal VN Express sagte die Luftfahrtbehörde des Landes, dass die Airline nicht um Erlaubnis gebeten habe, eine Bikini-Show abzuhalten. Die Luftfahrtbehörde habe ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet, berichtet Portal VN Express weiter.

In der Folge hat sich nun Vietjet-Gründerin Nguyen Thi Phuong Thao hochoffiziell beim vietnamesischen Fußballverband, sowie dem U23-Team und auch dem Trainer entschuldigt. Die Bikini-Show sei eine « spontane Idee » gewesen, fügte sie ihrer Entschuldigung hinzu.

Allerdings betonte die Vietjet-Gründerin Nguyen Thi Phuong Thao gleichzeitig, dass sie grundsätzlich zum Image der Airline steht. Erst kürzlich hatte sie den Kalender damit verteidigt, dass er zeige, dass jeder tragen dürfe, was er wolle.

Und sie hat mit ihrem Geschäftsmodell Erfolg. Nguyen schaffte es mit Vietjet, zur ersten und bisher einzigen Milliardärin des Landes zu werden.

Eine Frau erklärte dazu auf Facebook: „Es ist ekelhaft. Ich werde VietJet dafür boykottieren “, sagte Le Nguyen, ein Büroangestellter, gegenüber der AFP am Montag.

  • Quelle: Aerotelegraph