Thailand hat in den ersten vier Monaten mehr als 11,9 Milliarden Baht durch die Wohlfahrtskarten ausgegeben

Thailand hat in den ersten vier Monaten mehr als 11,9 Milliarden Baht durch die Wohlfahrtskarten ausgegeben

Bangkok. Die stellvertretende Generaldirektorin und Sprecherin des Comptroller General Department ( CGD ), Frau Yanee Sangsrichun berichtete bei einem Treffen in Bangkok gegenüber den Medien, dass bereits 10,9 Millionen von 11,4 Millionen Menschen, die Anspruch auf das Sozialkartenprogramm und die damit verbundenen Wohlfahrtskarten haben, ihre Karten schon erhalten haben.

Frau Yanee Sangsrichun stellte weiter klar, dass in den ersten vier Monaten des Programms 11,8 Milliarden Baht in den Pracharat Geschäften, 14,3 Millionen Baht für Gas, 38,2 Millionen Baht für Busfahrten und 65,3 Millionen für Zugfahrten ausgegeben wurden.

Frau Yanee Sangsrichun

Frau Yanee Sangsrichun

Sie fügte hinzu, dass in den teilnehmenden Geschäften insgesamt 20.272 Geräte zur elektronischen Datenerfassung (EDC) installiert worden seien. Davon wurden 8.789 in Läden mit blauer Flagge, 828 bei Kochgas Händlern, 534 bei der Staatsbahn von Thailand und 121 bei anderen Transport Gesellschaften installiert.

Frau Yanee fügte hinzu, dass die Regierung noch weitere 20.000 EDC-Geräte installieren werde. Damit soll den Wohlfahrtskarten Inhabern geholfen werden, ihre Lebensqualität auf lange Sicht zu verbessern.

Unterdessen wurden in Khon Kaen die ersten Untersuchungen in einem mutmaßlichen Betrugsfall im Zusammenhang mit den Wohlfahrtskarten eingeleitet. Die Antikorruptionskommission des öffentlichen Sektors (PACC) erwartet, dass die Ergebnisse ihrer Untersuchung zu Unregelmäßigkeiten in Bezug auf ein Wohlfahrtszentrum in Khon Kaen innerhalb von sechs Monaten vorliegen werden, hieß es am Dienstag.

Bei der Untersuchung geht es um die mutmaßliche Fälschung von Einnahmen in Höhe von 6,9 Millionen Baht für Sozial- und andere Zahlungen.

Der Skandal kam zum Vorschein, nachdem die 22 Jahre alte Frau Panida Yotpanya, eine Sozialwissenschaftlerin an der Maha Sarakham Universität, und ihre drei Freunde, die als Praktikanten im Zentrum arbeiteten, eine Beschwerde beim Nationalen Rat für Frieden und Ordnung ( NCPO ) eingereicht hatten.

Jarumporn Suramanee, ein PACC-Vorstandsmitglied, sagte, der Vorstand sei damit einverstanden, ein Gremium zu gründen, um Ansprüche gegen die Khon Kaen Protection for the Destitute, eine staatlich finanzierte Agentur, die unterprivilegierten HIV-Patienten hilft, zu untersuchen.

Die Studenten, die letztes Jahr dort eine Ausbildung gemacht hatten, sagten, dass sie vom Leiter des Zentrums, Phuangphayom Chitkhom, und hochrangigen Beamten bestellt wurden, um Formulare für 2.000 Dorfbewohner auszustellen und Belege im Wert von fast 7 Millionen Baht zu unterzeichnen.

Eine erste Untersuchung des PACC hat bereits ergeben, dass genügend Gründe für eine umfassende Untersuchung vorlagen. Fünf weitere Beamte des Zentrums waren ebenfalls in den Skandal verwickelt. Ihnen wurde vorgeworfen, Staatsgelder zu veruntreuen, Pflichtverletzungen zu begehen, Dokumente zu fälschen und Fälschungen unter Verstoß gegen das Strafgesetzbuch zu beglaubigen

Laut den Bestimmungen des Zentrums hatten 90 Dorfbewohner Anspruch auf jeweils 3.000 Baht. Allerdings erhielten sie laut den Behauptungen nur 1.000 Baht oder überhaupt gar nichts. Bei der Auszahlung der Gelder wurden Kopien der ID-Karten der Dorfbewohner verwendet.

Polizei General Jarumporn sagte, dass 493 Millionen Baht landesweit für Wohlfahrtszentren der Provinz, einschließlich 6,9 Millionen Baht auf Provinzebene, bereitgestellt wurden. Aber Khon Kaen habe nur 30% dieser Summe an insgesamt 2.000 Menschen mit niedrigem Einkommen und an 500 HIV Patienten verteilt, fügte er hinzu.

Polizei General Jarumporn sagte weiter, dass Beamte bereits damit beschäftigt sind, um weitere Beweise zusammenzustellen. Das PACC wird auch das Amt für Geldwäschebekämpfung (Amlo) bitten, der Geldspur weiter zu folgen, um weitere andere Verdächtige ausfindig zu machen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden dann auch an die zuständigen Staatsanwälte übermittelt, sagte er weiter. Alle Zivilisten, die ebenfalls in die Korruption verwickelt sind, werden natürlich auch vor ein Gericht gestellt, fügte er hinzu.

 

  • Quelle: Pattaya Mail, Bangkok Post, Comptroller General Department ( CGD )