Die Reformen brauchen mehr Zeit, um Ergebnisse zu erzielen, sagt Prayuth

Die Reformen brauchen mehr Zeit, um Ergebnisse zu erzielen, sagt Prayuth

Bangkok. Premierminister Prayuth Chan o-cha nahm öffentlich Stellung und wehrte sich gegen seine Kritiker die der Regierung nicht zum ersten Mal vorwerfen, auch nach vier Jahren im Amt und trotz der Reformen die Armut im Land nicht beseitigt zu haben. Prayuth sagte, dass sich seine Regierung systematisch mit den Problemen des Landes befasst habe.

Der Premierminister erklärte dazu, dass die Bemühungen der Regierung, die Probleme des Landes zu beseitigen, mehr Zeit brauchen und nicht von heute auf Morgen gelöst werden können. Es dauert seine Zeit, bis die Erfolge der Reformen auch tatsächlich spürbar und sichtbar werden, betonte er.

In den vergangenen vier Jahren seien Reformen der Gesetze, der öffentlichen Verwaltung und auch der anderen Systeme des Landes durchgeführt worden, sagte Premierminister Prayuth.

„Es ist schwierig und brauch seine Zeit, um das gesamte System zu reformieren. Es betrifft schließlich sehr viele Menschen“, sagte der Ministerpräsident weiter.

In seiner Rede bezog sich Prayuth auch auf die Wasserprobleme des Landes und sagte, Thailand müsse seine Wasserressourcen sorgfältig und effizient verwalten, um einen zukünftigen Wassermangel zu verhindern.

„Ich bin besorgt darüber, dass der Klimawandel zu Wasserknappheit und zu einem Kampf um das Wasser führen kann. Thailand ist für seine Wasserversorgung hauptsächlich auf den Regen angewiesen. Was werden wir nur ohne den Regen machen“? fragte er.

Prayuth forderte daher eine enge Zusammenarbeit zwischen der Regierung, den Behörden und den Bürgern, um sich mit den Umweltfragen zu befassen, insbesondere mit denen, die sich auf den Eingriff in nationale Wälder und illegalen Holzeinschlag beziehen.

General Prayuth sagte weiter, dass Thailand als Agrarland direkt und unmittelbar vom Klimawandel betroffen sei. Er fügte hinzu, dass das Land weitere und zusätzliche Reformen im Bereich der nationalen Ressourcen und der Umwelt brauche.

Der Premierminister sprach im Regierungshaus über die Probleme des Wassermangels, wo er ein Seminar über das Management der Wasserressourcen des Landes leitete. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der zuständigen staatlichen Stellen sowie Gouverneure aus den Provinzen teil.

„Dieses Seminar ermöglicht es allen Seiten, sich an der Bewirtschaftung des Wassers im ganzen Land zu beteiligen“, sagte er den Anwesenden Zuhörern. „Dies ist eine Vorbereitung auf den effizienten Umgang mit der Wasser Situationen von heute und in der Zukunft“, fügte er weiter hinzu.

Er deutete in seiner Rede auch an, dass seine Regierung, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, offener bezüglich der offiziellen Statistiken über die Wasserressourcen des Landes sei.

„Wir planen den Anbau von Reis mit einer Fläche von 60 Millionen Rai ( 9,6 Millionen Hektar ) im ganzen Land. Allen Sektoren werden dabei 88,7 Milliarden Kubikmeter Wasser zugeteilt. Nach der Regenzeit wird das Land über 60.000 Millionen Kubikmeter Wasser für die nächste Trockenzeit übrig haben. Das sind 10.910 Millionen Kubikmeter mehr als im Vorjahr „, sagte Prayuth.

Er sagte, dass seine Regierung im Rahmen einer nationalen Strategie Maßnahmen ergriffen habe, um eine ausreichende Wasserversorgung für die Zukunft sicherzustellen.

Zu diesen Maßnahmen zähle er, dass in vielen Gebieten das Grundwasser ordnungsgemäß genutzt werde, um die bekannten Probleme infolge von Dürre und Überschwemmungen zu lindern.

„Hast du jemals von diesen Informationen gewusst oder davon gehört? Hat Ihnen eine frühere Regierung das schon einmal so klar erzählt? Nein“! betonte er

Der Premier bestritt während seiner Rede die Behauptung einiger Kritiker, dass die Wasserbewirtschaftungsstrategie der Regierung, die den Zeitraum von 2015 bis 2026 abdecke, für die nächsten acht Jahre die Macht vorsah.

„Sind sie verrückt“? fragte er und betonte, dass eine solche Strategie grundsätzlich für die langfristige Planung notwendig sei und nicht nur dafür, um die verlängerte Amtszeit seiner Regierung zu decken.

Darüber hinaus, so sagte er weiter, seien dringend neue Wasserquellen erforderlich, um die steigende Nachfrage im Projektgebiet des Eastern Economic Corridor (EEC) zu decken.

„Es sind zusätzliche Wasserquellen erforderlich, und wir haben fünf bis zehn Jahre Zeit, bis ein Problem auftaucht. Wir müssen aber trotzdem damit ab heute anfangen“, betonte er.

 

  • Quelle: The Nation