Deutsche Investmentgesellschaft muss seine ersten Airbus A380 verschrotten

Deutsche Investmentgesellschaft muss seine ersten Airbus A380 verschrotten

Dortmund / Singapur. Die deutsche Investmentgesellschaft Dr. Peters Group aus Dortmund sagte am Dienstag, dass sie zwei unerwünschte Airbus A380 Superjumbo-Passagierjets aus dem Verkehr ziehen und nach Teilen aussortieren und den Rest verschrotten würden, nachdem sie nach einer Entscheidung von Singapore Airlines keine andere Fluggesellschaft gefunden haben, die die Superjumbos wieder in Betrieb nehmen und fliegen lassen wollen.

Die Entscheidung der Dortmunder Dr. Peters Group kommt überraschend und macht die Bemühungen des europäischen Flugzeugbauers Airbus, das Marktinteresse an dem Doppeldecker-Jet nach kaum zehn Jahre nach seiner Inbetriebnahme aufrecht zu erhalten, zunichte.

Das von zahlreichen Politikern gelobte und als stolzes europäisches Symbol gefeierte Super Flugzeug erhält damit einen schweren Schlag gegen sein Image. Airbus hat sich bisher nach der Bekanntgabe der Ankündigung noch nicht geäußert.

Trotz des großzügigen Platzangebots und der ausgezeichneten Bewertungen für eine ruhige Kabine ist die Nachfrage nach dem Jet mit 544 Sitzplätzen in den letzten Jahren stark geschrumpft, berichtet die Dr. Peters Gruppe. Die Fluggesellschaften verzichten zugunsten von kleineren aber hocheffizienten Maschinen auf das größte viermotorige Flugzeug und ziehen stattdessen neuere zweimotorige Modelle vor.

Singapore Airlines hatte im Dezember 2007 die ersten A380-Dienste eingeführt. Allerdings gaben sie jetzt ihre ersten beiden Flugzeuge, nur zehn Jahre später an ihre deutschen Finanziers zurück. Singapore Airlines haben sich dazu entschieden, ihren bestehenden 10-jährigen Leasingvertrag nicht mehr weiter zu verlängern.

Airbus A380

Airbus A380

 

Die beiden ausrangierten Flugzeuge wurden zur Lagerung in die französischen Pyrenäen nach Tarbes geflogen. Hier stehen sie seitdem ungenutzt herum, da ihr weiteres Schicksal ungewiss ist, da ihr Besitzer bisher vergebens nach anderen Abnehmern Ausschau gehalten hat.

„Nach umfangreichen und intensiven Verhandlungen mit verschiedenen Fluggesellschaften wie British Airways, HiFly und IranAir hat sich die Dr. Peters Group entschieden, die Flugzeugkomponenten zu verkaufen. Wir werden diesen Vorschlag auch den betroffenen Investoren empfehlen“, heißt es in einer Erklärung, die die Dr. Peters Group gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters machte.

„Wir werden die Flugzeuge allerdings nicht komplett verschrottet, sondern ihre riesigen Rahmen werden nach wertvollen Komponenten wie den Fahrwerken und der Elektronik durchkämmt“, sagte ein Sprecher von Dr. Peters gegenüber Reuters.

Ihre Motoren sind noch immer nützlich und wurden an ihren Hersteller, die Rolls-Royce Holdings Plc als Ersatzteile zurückgemietet. „Dr. Peters will diese Vereinbarung noch erweitern“, fügte der Sprecher hinzu.

Die US-Firma VAS Aero Services wird für das Extrahieren und das Verkaufen von Teilen verantwortlich sein, heißt es weiter. Allerdings wird dieser Ausbau der brauchbaren Teile in Tarbes stattfinden, fügte er weiter hinzu.

Dr. Peters sagte, der Deal würde ein positives Ergebnis für die Aktienanleger in die Jets bringen. Die Gruppe betreibt eine Reihe von Boutique-Fonds, die sich an wohlhabende deutsche Privatanleger richten sollen.

Die Flugzeuge, die jetzt in der „ Leichenhalle „ stehen, sind allerdings nicht typisch für weitere Modelle die sich noch im Dienst befinden, warnen Experten. Die früheren Maschinen waren in der Regel weniger effizient, behaupten die Experten. Singapore Airlines hatte erst kürzlich einige neue A380 bestellt.

Allerdings ist es kein Geheimnis, das die Nachfrage insgesamt gesunken und nur noch gering ist. Airbus hat vor kurzem zugestimmt, die Produktion zu senken und gleichzeitig nach neuen Käufern zu suchen.

 

  • Quelle: Bangkok Post