Premierminister Prayuth hat keine Einwände über einen Film zur Rettung aus der Tham Luang Höhle

Premierminister Prayuth hat keine Einwände über einen Film zur Rettung aus der Tham Luang Höhle

Bangkok. Premierminister Prayuth Chan o-cha hat keine Einwände gegen thailändische oder ausländische Filmfirmen, die einen Film über die Rettungsaktion der 12 Jugendlichen und ihrem Trainer aus der Tham Luang Höhle in Chiang Rai machen wollen. Ein Film über die Rettungsaktion würde helfen, das Image von Thailand zu verbessern, sagte Regierungssprecher Generalleutnant Sansern Kaewkamnerd heute.

Regierungssprecher Sansern sagte jedoch weiter, dass der Premierminister sehen wollte, dass ein solches Filmprojekt sorgfältig überlegt wird, bevor die Dreharbeiten dazu beginnen. Dazu würde Thailand ein Ad-hoc-Panel auf nationaler Ebene zur Überwachung der Angelegenheit einrichten, fügte er hinzu.

Der Premierminister bedankte sich auch bei den thailändischen Medien dafür, dass sie sich an die Ratschläge von Psychiatern und Sozialarbeitern gehalten hätten, sich von den 13 Überlebenden der Tham Luang Höhle fernzuhalten und sie nicht weiter zu Interviews bedrängen würden.

Premierminister Prayuth hat keine Einwände über einen Film zur Rettung aus der Tham Luang Höhle

Premierminister Prayuth hat keine Einwände über einen Film zur Rettung aus der Tham Luang Höhle

Zu dem Interview, das ein Korrespondent von ABC News mit einem der Wild Boars ( Wildschweine ) Jungen entgegen den Wünschen der Ärzte und der Psychologen gedreht hatte sagte Regierungssprecher Sansern, dass der Premierminister bemerkt habe, dass sich der fragliche Korrespondent vor dem Interview nicht mit den Beamten im zuständigen Bezirk Mae Sai abgestimmt habe.

Wie der ThailandTIP bereits berichtet hatte, hatten die Behörden auf einer Pressekonferenz erklärt, dass es nun endlich an der Zeit sei, die geretteten Fußballspieler und ihren Trainer in Ruhe zu lassen. Sie sollen sich wieder mit ihren Familienangehörigen und ihren Freunden zusammenschließen und zu ihrem Studium und zum Fußball spielen zurückkehren.

Nach der erneuten Aufforderung hatten die meisten Medien die Wünsche der Regierung respektiert und das Team in Ruhe und alleine gelassen. Dabei half wohl auch die Drohung der Regierung, sie unter den Kinderschutzgesetzen zu verfolgen, falls sie die Kinder nicht endlich in Ruhe lassen würden.

Dagegen war Amerikas bekannter Nachrichtensender ABC der erste, der die Wünsche der Regierung und der medizinischen Betreuer nicht befolgten und offensichtlich auch nicht respektierten. Sie hatten trotz der Bitte und der Drohungen der Regierung den jüngsten geretteten Jungen aus der Gruppe vor eine laufende Kamera bestellt und ihm Fragen zu seinen Erlebnissen in der Tham Luang Höhle gestellt.

Wie Thai PBS berichtet, soll der Nachrichtensender ABC nicht der einzige gewesen sein, der weiter versucht hatte, die Jungen zu einem Interview vor der Kamera zu überreden.

Regierungssprecher Sansern zitierte den Ministerpräsidenten Prayuth mit den Worten, er könne die Medienvertreter nicht dazu zwingen, die Überlebenden zu interviewen oder nicht zu interviewen, da dies von ihrem eigenen Urteil abhängt.

Der Premierminister hat den Gouverneur von Chiang Rai jedoch angewiesen, dafür zu sorgen, dass die Rechte auf Privatsphäre der Überlebenden, insbesondere die der minderjährigen Jungen geschützt werden. Nach den Beschwerden ihrer Eltern, die sagten, dass sich ihre Kinder bei einem Interview unwohl fühlten, sollte die Flut der Interviewanfragen der Medien abgeschmettert werden.

Der stellvertretende Staatssekretär des Justizministeriums, Herr Thawatchai sagte gegenüber den thailändischen Medien: „Einige ausländische Medien haben offenbar ihren professionellen Standard vergessen, was bedauerlich und unverzeihlich ist”.

„Es ist bedauerlich, dass ausländische Medien, die sich der Konvention über Kinderrechte und dem Schutz von Kindern und Jugendlichen bewusst sein sollten, einen niedrigeren Standard haben, als wir allgemein denken und annehmen sollten. Es scheint so, als hätten sie keinen gesunden Menschenverstand und kein Verantwortungsbewusstsein, obwohl Thailand ein System zum Schutz speziell dieser Kindergruppe der Wild Boars ( Wildschweine ) eingerichtet hat “, schrieb Herr Thawatchai in einem Beitrag zu den Vorfällen.

Hier können sie das ABC News-Interview, das gegen die Wünsche der thailändischen Regierung und der Behörden geführt wurde, sehen.

 

  • Quelle: Thai PBS