Der Norden und Nordosten leiden unter den schweren Überschwemmungen durch Bebinca

Der Norden und Nordosten leiden unter den schweren Überschwemmungen durch Bebinca

Chiang Rai. Durch die starken Regenfälle des Tropensturms Bebinca wurden am Sonntag zahlreiche Häuser und wertvolles Ackerland im Norden und Nordosten des Landes überschwemmt. Nachdem die Kanäle und Flüsse im oberen Bereich von Thailand die Wassermassen nicht mehr verarbeiten konnten, kam es zu zahlreichen Überschwemmungen in den oberen Provinzen des Landes.

In Chiang Rai stürzte ein großer Teil einer halb fertig gestellten Flutbarriere entlang des Lam Nam Kham Kanals in der Gemeinde Mae Kham im Bezirk Mae Chan ein und überschwemmte 230 Häuser in vier Dörfern mit bis zu einem Meter tiefem Hochwasser. Der Abfluss überflutete dann auch noch weitere 100 Häuser in der Gemeinde Jajawatai weiter stromabwärts.

Der Gouverneur von Chiang Rai, Herr Prajon Prajsakul entsandte Beamte, um den Menschen zu helfen, ihre Häuser zu räumen und Trinkwasser und Nahrung zu verteilen. Gouverneur Prajon sagte, dass 76 Dörfer in 23 Unterbezirken von sechs Bezirken in den letzten Tagen Überschwemmungen gesehen hatten. Er erwartet allerdings, dass sich die Wasserstände in den meisten Bezirken bald wieder normalisierten, wenn der Regen aufhört.

Im Stadtbezirk Nan, der Heimat des Tangjit Nusorn Markt, waren die Überschwemmungen nicht so schlimm. Der Gouverneur von Nan, Herr Paisal Wimonrat und der Leiter der Abteilung für Katastrophenschutz, Herr Narong Inso, inspizierten das Ban Don Kaew Schleusentor, um die Reparaturen an den zerbrochenen Platten zu überwachen. Da in den betroffenen Gebieten starke Pumpen installiert waren, waren die Beamten optimistisch, dass sich die Situation verbessern würde – wenn der starke Regen endlich nachlässt.

In den Bezirken Chiang Khan und Pak Chom in Loei war der Mekong-Fluss gestern um 7 Uhr bis auf einen Meter Höhe vor seinem Ufer angestiegen. Die Bewohner, die entlang des Flusses und der angeschlossenen Kanäle lebten, hatten sich bereits auf die Überschwemmungen vorbereitet und waren ebenfalls dazu bereit evakuiert zu werden, wenn es notwendig war, sagte Herr Chatchapong Art-Kaew, der Bezirkschef von Chiang Khan.

Weiter stromabwärts in Nong Khai erreichte der Mekong gestern seinen höchsten Stand des Jahres – 11,91 Meter – und der Überlauf mündete in tief liegende Häuser und Ackerland im Bezirk Tha Bo am südlichen Ufer. Die Schleusentore wurden geschlossen und mehrere Pumpen in der Innenstadt von Nong Khai installiert. Gleichzeitig hatten die Behörden bereits rund 3.000 Sandsäcke vorbereitet.

In Phetchaburi hielt der Kaeng Krachan Staudamm gestern um 6 Uhr morgens fast 767 Millionen Kubikmeter Wasser, was 108 Prozent seiner Kapazität ausmacht. Die Schleusentore blieben noch geschlossen, um die Auswirkungen auf die nahe gelegenen Gemeinden zu minimieren. Allerdings wurde das Wasser über spezielle Abflüsse abgelassen und 20 Siphonrohre wurden installiert, um das Abfließen des Hochwassers weiter zu erleichtern.

Da das Wasser mit einer Rate von 247 Kubikmetern pro Sekunde vom Kaeng Krajan Staudamm zum stromabwärts gelegenen Phetch Staudamm strömte, wurden die tiefliegende Flussgebiete zwischen diesen beiden Staudämmen ebenfalls geflutet.

Die Bezirke Tha Yang, Ban Lat, Muang und Ban Laem, die flussabwärts vom Phetch Damj lagen, waren zum Zeitpunkt der Drucklegung noch nicht überflutet, aber der Phetch River, der durch sie hindurchführte, stieg und überflutete einige flussabwärts gelegene Gebiete. Dutzende von speziell entworfenen Booten, um das abfließende Wasser zu beschleunigen, wurden im Fluss bei Ban Laem mit ihren Motoren verankert, die versuchten, die Strömung in Richtung zum Golf zu beschleunigen.

Im Bezirk Sai Yok von Kanchanaburi spürten die Menschen, die am Fluss Kwai Noi in Tha Nam Pak Saeng lebten, die doppelte Auswirkung der Überschwemmungen durch den vom Regen angeschwollenen Fluss und dem Abfluss des Vajiralongkorn Staudamm, der Wasser mit einer Rate von 43 Millionen Kubikmeter pro Tag abgab.

Mit dieser Menge, die vom 23. bis 27. August auf 53 Millionen Kubikmeter Wasser noch weiter erhöht werden sollte, wurde den Bewohnern gesagt, sie sollten ihre Besitztümer auf höher gelegene Gebiete verlegen.

Anwohner beider Seiten des Moei-Flusses in Taks Bezirk Mae Sot wurden indes ebenfalls vor möglichen Sturzfluten gewarnt. Der Fluss sei nahe der ” Roten Alarmstufe ” in der Nähe der Ersten Thai-Myanmar-Freundschaftsbrücke in der Gemeinde Tha Sai Luad aufgestiegen, sagte Kattisak Boonchan, der Leiter der Abteilung für Katastrophenschutz.

 

  • Quelle: The Nation