5.000 Menschen von Erdrutsch in Nan betroffen

5.000 Menschen von Erdrutsch in Nan betroffen

Nan. Mehr als 5.000 Menschen, die in 11 Dörfern im Bezirk Chaloem Phra Kiat leben, müssen, wenn sie in das Stadtgebiet wollen, einen Umweg von 100 Kilometern zurücklegen, nachdem ein großer Erdrutsch ihre normale 30 Kilometer lange Route blockiert hat.

Das ist bereits der zweite große Erdrutsch in der Gegend in weniger als einem Monat. Bei dem ersten Bergrutsch wurden acht Menschen getötet.

Der Erdrutsch hat über Nacht mehr als 30.000 Kubikmeter Erde auf einem Abschnitt der Schnellstraße 1081 abgeladen, der den Bezirk Bo Kluea mit dem Bezirk Chaloem Phra Kiat verbindet. Die Schnellstraße 1081 ist für die Menschen, die in den 11 Dörfern der Gemeinde Khun Nan leben, der direkteste Weg in die Stadt.

Das Bezirkskrankenhaus Chaloem Phra Kiat und das Bezirksamt befinden sich ebenfalls in der Stadtzone, die jetzt für die Bewohner nur noch über einen Umweg von gut 100 Kilometern zu erreichen sind.

Die zuständigen Behörden und der Direktor des 2. Nan Highway Bezirks Herr Sirichai Phukchaiphuean, ist zusammen mit dem Chef der 32. Ranger Regiment Task Force Oberst Rattana Phatthanasophon vor Ort, und führen seit Dienstagmorgen die Operation an, um den riesigen Erdhügel zu entfernen und die Straße wieder für den normalen Verkehr zu öffnen.

Laut den ersten Schätzungen der Experten vor Ort wird es ungefähr fünf Tage dauern, Bis auch nur eine einzige Fahrspur wieder geräumt und für den Verkehr freigegeben werden kann. Anschließend würden zunächst die Bauarbeiten für die Konstruktion einer Stützmauer beginnen um zu verhindern, dass noch mehr Erde auf die Straße gleitet. Erst danach kann an der weiteren Räumung der Straße weiter gearbeitet, und der Erdrutsch vollständig beseitigt werden.

Die für die Räumung zuständigen Beamten geben an, dass die Bodensperre und das Geröll,das die Straße blockiert, ungefähr 4 Meter hoch ist. Zur Räumung werden laut den ersten Schätzungen mindestens 2.000 große Doppelachsen Lastwagen benötigt, fügte ein Beamter hinzu.

Bis zur Wiedereröffnung der Straße wird das Bezirksamt einen Shuttle-Service für die von dem Erdrutsch betroffenen Dorfbewohner anbieten, die jetzt über die lange Strecke von rund 100 km in das Stadtgebiet einreisen müssen.

Am Montag traf der tropische Sturm Bebinca in Vietnam ein und sein Einfluss löste in dieser nördlichen Provinz schwere Überschwemmungen aus. Zurzeit sind bereits drei große Bagger im Einsatz und versuchen die Erdmassen zu beseitigen.

Am 27. Juli tötete der erste Erdrutsch acht Menschen und zerstörte zahlreiche Häuser im Bezirk Bo Kluea. Die Opfer waren alle Mitglieder derselben Familie und lebten in vier Häusern, die von einem Schlammstrom umspült wurden, der den Berg hinabfegte.

Herr Paisarn Wimolrat, der Gouverneur von Nan erklärte das betroffenen Dorf Ban Huay Khap, dass in einem Tal liegt, zum Katastrophengebiet. Gleichzeitig befahl er auch die Evakuierung der 100 überlebenden Bewohner des Dorfes.

 

  • Quelle: Bangkok Post