Laut einer Umfrage sind drei Viertel der Einwohner von Bangkok verschuldet

Laut einer Umfrage sind drei Viertel der Einwohner von Bangkok verschuldet

Bangkok. Eine aktuelle Umfrage von Bansomdej Poll in Zusammenarbeit mit dem Chaladsue-Magazin ( Smart Buyer ) der Foundation for Consumers ( FFC ) hat ergeben, dass etwas mehr als drei Viertel ( 77,5 % ) der Einwohner in Bangkok einen Kredit aufgenommen haben bzw. verschuldet sind. Von diesen Schuldnern geben mehr als die Hälfte ( rund 53 % ) zu, dass sie mit ihren Ratenzahlungen im Rückstand sind oder ihre Schulden nicht mehr zurück zahlen können.

Die vom 24. bis zum 28. August durchgeführte Umfrage unter insgesamt 1.171 Personen hat ergeben:

  • dass von den verschuldeten Befragten 37,6 Prozent auch schon im letzten Jahr diese Schulden hatten.
  • 28,2 % der Bürger gaben an, dass sie sich von dem Kredit ein Fahrzeug gekauft haben.
  • 18,8 % erklärte, dass sie sich einen Kredit bei einem illegalen Geldverleiher aufgenommen hätten.
  • Und 17 % der Bürger gaben an, dass sie sich ein Darlehen bei einer Bank aufgenommen haben.

Die drei am häufigsten genannten Kreditquellen waren:

  • Geschäftsbanken ( 36,4 Prozent ),
  • Finanz- / Leasingunternehmen ( 16,7 Prozent )
  • und Kredithaie ( 15,3 Prozent ),

sagte Bansomdej Poll-Chef Singh Singkhajorn gestern gegenüber der Presse.

Bei der Höhe ihrer Schulden erklärten die befragten Teilnehmer:

  • Bis 100.000 Baht – etwa 40 Prozent,
  • zwischen 100.000 und 500.000 – rund 30,6 Prozent,
  • zwischen 500.000 und einer Millionen – etwa 17,4 Prozent,
  • zwischen einer Millionen und drei Millionen – 8,2 Prozent,
  • zwischen drei und fünf Millionen – 2,7 Prozent
  • und mehr als fünf Millionen Baht – 1,1 Prozent.

Von diesen befragten Kreditnehmern gaben 53 Prozent zu, dass sie nicht mehr in der Lage sind, ihre Rückzahlungen pünktlich zu leisten. Dagegen gaben 34,4 Prozent das Gegenteil an und behaupten, dass sie ihre Raten pünktlich zurückzahlen. Ganze 12,2 Prozent waren sich dagegen unsicher oder wollten keine Angaben machen.

Mehr als zwei Drittel ( 67,5 Prozent ) kannten den aktuellen gesetzlichen Zinssatz.

Etwa 46 Prozent der Kreditnehmer hatten mit den Banken einen festen Rückzahlungsplan entworfen, 33,5 Prozent der Kreditnehmer zahlen ihre Raten in unterschiedlicher Höhe zurück, und ganze 19,6 Prozent zahlen ebenfalls unterschiedliche Beträge nach einer verbalen Kommunikation mit den Schuldeneintreibern zurück.

Etwa 22,8 Prozent der befragten Personen gaben an, dass sie bereits Klagen und / oder Beschlagnahmen wegen unbezahlter oder überfälliger Schulden ausgesetzt waren.

Was ihr Bewusstsein für die Maßnahmen der thailändischen Regierung zur Unterstützung der Gläubiger anbelangt, gaben 40 Prozent der Befragten an, dass sie von neuen Kreditquellen wie der Bottom of Bank ( BOT ) – Dettaklinik, und den Pico Finanz Darlehen auf Provinzebene Bescheid wussten.

Sie wussten, dass die Finanzen unter der Aufsicht des Ministeriums ( zur Bearbeitung kleinerer Fälle und mit Darlehen von höchstens 50.000 Baht ) standen. Die BOT-überwacht dagegen die so genannten ” Nano Finanz ” Darlehen für die berufliche Hilfe und Unterstützung ( zur Abwicklung größerer Darlehen bis zu 100.000 Baht ).

Etwas mehr als die Hälfte gaben an, an der Debt Clinic interessiert zu sein, während rund ein Drittel an den Pico Finanz Darlehen interessiert war.

FFC-Generalsekretär und Redakteur Saree Ongsomwang von Chaladsue sagte, Pico Finanz und Nano Finanz hätten ein hohes Interesse von bis zu 36 Prozent pro Jahr angemeldet und hätten daher den Verbrauchern nicht wirklich geholfen. Sie drängten die Regierung, den Zinssatz auf 15 Prozent pro Jahr zu setzen, um wirklich den Menschen helfen zu können.

Frau Narumon Mekborisut, die Leiterin des Verbraucherschutzzentrums der Stiftung, sagte, dass die Einwohner Bangkoks immer noch nicht genügend Informationen hätten, um zu entscheiden, ob sie an den Maßnahmen zur Schuldenanpassung der Regierung, einschließlich der Debt Clinic, teilnehmen sollten oder nicht.

Frau Narumon zitierte den Kommentar des Schuldners des Kreditkartenklubs Chuchat Boonyongyot in der 209. Ausgabe des Magazins ( Juli 2018 ), dass keiner der Schuldner zu der Zeit die strengen Kriterien zur Nutzung der Debt Clinic-Dienste bestanden habe.

Frau Narumon zitierte auch den FFC-Bericht, dass vom 1. Januar bis zum 30. September insgesamt 392 Beschwerden über finanzielle Angelegenheiten eingereicht wurden. Davon betrafen 349 Beschwerden die Schulden.

Unter den Beschwerden über Schulden betrafen 106 die Kreditkarten, 105 Beschwerden wurden aufgrund von Leasing Verträgen eingereicht, 80 aus normalen Krediten und vier Beschwerden kamen über Kredithaie.

Insgesamt wurden 152 Schuldner gerichtlich belangt, während 11 behaupteten, sie seien illegalen Inkassomethoden unterworfen worden.

Da viele der Befragten das Schuldenerhebungsgesetz nicht kannten, forderte Frau Narumon die Regierung dringend auf, Kriterien zur Kontrolle der Inkassogebühren zügig zu verabschieden.

Sie drängte auch auf die Schaffung eines Komitees, um über das Gesetz zu diskutieren und einen entsprechenden Brief an die königliche thailändische Polizei ( Royal Thai Police ) und die Provinzverwaltung zu senden, um das Gesetz durchzusetzen.

 

  • Quelle: The Nation