Fast 11.000 Tote bei Verkehrsunfällen auf Thailands Straßen in diesem Jahr

Fast 11.000 Tote bei Verkehrsunfällen auf Thailands Straßen in diesem Jahr

Bangkok. Nach den neuen schweren Verkehrsunfällen am Wochenende zitiert der Vorsitzende der Stiftung zur Förderung der Sicherheit im Straßenverkehr die offiziellen Statistiken und berichtet, dass alleine in diesem Jahr bereits fast 11.000 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Thailands Straßen ums Leben kamen.

Ein Medizinstudent und ein 10-jähriges Mädchen gehören zu den jüngsten Opfern von Thailands berüchtigten Straßen, nachdem ihre Autos gestern Morgen in der Provinz Si Sa Ket frontal zusammen gekracht sind.

Bei dem Unfall an einem nebligen Tag wurden fünf Menschen getötet und weitere zahlreiche Opfer zum Teil schwer verletzt. Damit rückte Thailands Notwendigkeit, die Verkehrssicherheit zu fördern, erneut in den Vordergrund der Medien.

Mindestens 10.794 Menschen wurden in diesem Jahr bereits getötet, betonte Dr. Taejing Siripanich, Generalsekretär der „ Fahren sie nicht betrunken „ ( Do not Drive Drunk ) Stiftung.

Dabei muss allerdings auch immer wieder gesagt werden, dass diese erschreckende Zahl von 10.794 keine vollständige Zählung der tatsächlichen Toten auf den Straßen ist, betonte Dr. Taejing gestern. Die Zahlen basieren auf den Statistiken, die zwischen dem 1. Januar und dem 21. Oktober erstellt wurden. Dabei werden aber nur die Todesfälle berücksichtigt, die am tatsächlichen Unfallort aufgezeichnet wurden. Die Opfer eines Verkehrsunfalls, die zunächst in ein Krankenhaus gebracht werden und dort sterben, werden in der Statistik nicht mehr erfasst.

“Das bedeutet, dass die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr wesentlich höher ist, weil einige der Opfer erst später im Krankenhaus an ihren Verletzungen und deren Folgen sterben“.

Dr. Taejing fühlte sich gezwungen, nach mehreren großen Verkehrsunfällen am vergangenen Wochenende zu sprechen. Am Sonntag rutschte ein Transporter von einer Straße ab, prallte gegen einen Baum am Straßenrand und fing in der Provinz Kamphaeng Phet Feuer. Bei dem Unfall wurden neun Arbeiter aus Myanmar getötet sechs weitere Personen zum Teil schwer verletzt, darunter auch der thailändische Fahrer.

Auch am Sonntag schlug ein Auto auf der Brücke von Ayutthaya in das Geländer der Brücke. Dabei wurden ebenfalls sechs Personen getötet. Ein anderes Auto stürzte unterdessen in einen Bach in der Provinz Nong Khai. Auch bei diesem Unfall verloren vier Menschen ihr Leben.

In der Provinz Khon Kaen kippte ein Bus mit 32 Personen auf einer Straße. Obwohl alle Opfer schnell in Krankenhäuser gebracht wurden, starb einer während des Krankenhausaufenthalts. Dabei handelte es sich um den 20 Jahre alten Narin Wangcharoen, ein Jurastudent an der Mahasarakham Universität.

“Seine Familie wird eine Entschädigung von 650.000 Baht erhalten”, sagte der Gouverneur von Khon Kaen, Herr Somsak Changtragul.

Zum Zeitpunkt der Drucklegung blieben noch acht weitere Opfer wegen schwerer Verletzungen im Krankenhaus. ” Zwei von befinden sich in einem kritischen Zustand “, sagte Gouverneur Somsak nach dem Besuch der Opfer.

Laut Gouverneur Somsak war der Bus versichert und trug die gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung. Der Busfahrer bestand auch einen Blutalkoholtest. „ Der Unfall könnte durch den starken Regen und die rutschige Straße ausgelöst worden sein „, fügte Gouverneur Somsak hinzu.

Der Generaldirektor der Landtransportabteilung, Herr Peerapol Thavornsupa-Charoen sagte, der Van, der im Zentrum des tödlichen Verkehrsunfalls in Kamphaeng Phet stand, habe jedoch offenbar gegen die Gesetze verstoßen. ” Die Gesetze verbieten einem Lieferwagen, mehr als 14 Passagiere zu tragen. Aber zum Zeitpunkt des Unfalls hatte dieser Lieferwagen 15 Personen an Bord “, bemerkte er.

Laut Herrn Peerapol wird der 55-jährige Van-Fahrer und Besitzer Promwat Sae Phu mit 55.000 Baht bestraft und mit 180 Tagen Aussetzung seines Führerscheins sowie einer sechsmonatigen Aussetzung seiner Betriebsgenehmigung bestraft.

Herr Peerapol sagte, wenn bei der Überprüfung des Fahrzeugs auch noch festgestellt wird, dass Promwat auch noch absichtlich das GPS-System des Lieferwagens manipuliert hat, würde er eine zusätzliche Strafe von weiteren 55.000 Baht bekommen.

Die Behörden verwenden die Daten von den eingebauten GPS Geräten, um die Geschwindigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln zu überprüfen. Das GPS-System des Lieferwagens hatte jedoch keine konsistenten Daten geliefert, was den Verdacht weckte, dass Promwat zum Zeitpunkt des Unfalls am Sonntagmorgen zu schnell gewesen sein könnte und deswegen das GPS System absichtlich abgeschaltet hatte.

 

  • Quelle: The Nation, Thai Visa