42 Tote und mehr als 400 Verletzte am ersten der sieben gefährlichen Tage

42 Tote und mehr als 400 Verletzte am ersten der sieben gefährlichen Tage

Bangkok. Die Urlaubszeit und die Heimreisen zu den Neujahrs Feiertagen, die in Thailand als die sieben gefährlichen Tage bezeichnet werden, haben begonnen. Seit Donnerstag früh ( 27. Dezember 2018 ) hat der Verkehrsstau im ganzen Land vor allen Dingen die Hauptautobahnen getroffen. Hunderttausende Arbeiter sind zu den langen Neujahrsferien von Bangkok aus nach Hause gefahren, berichtet unter anderem auch die thailändische Tageszeitung Thai Rath.

Es gab zahlreiche Verkehrsunfälle auf den asiatischen Schnellstraßen und Autobahnen. Stark betroffen war unter anderem auch die Autobahn Nr. 32 in der Provinz Nakhon Sawan, bei der die Autofahrer auf andere Hauptautobahnen im Norden und Nordosten umgeleitet wurden.

Das zuständige Highway Department hat sich bereits wie die anderen Jahre auch schon vorab auf den Verkehr und die endlosen Staus vorbereitet. Dazu gehört auch, dass die Beamten an zahlreichen Stellen mehrere Rast- und Ruheplätze für die Autofahrer, die eine kurze Pause oder eine Ruhephase benötigen, eingerichtet haben.

Trotzdem kam es laut den offiziellen Angaben am ersten der sieben gefährlichen Tage ( 27. Dezember 2018 bis 2. Januar 2019 ) zu insgesamt 420 Verkehrsunfällen. Dabei wurden 42 Menschen getötet und 432 Personen zum Teil schwer verletzt.

Der Minister für Tourismus und Sport, Herr Weerasak Kowsurat sagte auf einer Pressekonferenz, dass Chiang Mai und Ratchaburi mit 19 Fällen die meisten Unfälle verzeichneten. Bei den Toten führen Khon Kaen und Lop Buri die Liste der Todesopfer mit jeweils vier Todesfällen an. Chiang Mai hatte mit 20 Verletzungen die meisten Unfallopfer.

Die Hauptursachen für Unfälle waren:

  • Trunkenheit am Steuer ( 37,62 Prozent ),
  • gefolgt von zu schnellen Fahren ( 21,19 Prozent ).
  • 79,95 Prozent der Unfälle betrafen Motorräder,
  • und die meisten Unfälle ( 39,29 Prozent ) fanden auf Autobahnen statt.

Minister Weerasak gab auf der Pressekonferenz noch weitere Details über den ersten der sieben gefährlichen Tage bekannt.

  • Insgesamt waren 53.239 Beamte rund um die Uhr an 2.042 Kontrollpunkten im ganzen Land im Einsatz.
  • Dabei wurden von der Verkehrspolizei 114.177 Verstöße registriert.
  • Insgesamt konnten 30.923 Autofahrer den Beamten bei den Kontrollen keine gültige Lizenz zum Führen eines Fahrzeugs vorlegen.
  • 34.165 Motorradfahrer wurden angehalten, weil sie wie so oft ohne Helm unterwegs waren.
  • 14.411 Auto Fahrer wurden angehalten, weil sie nicht angeschnallt waren.

Die Straßen in den Nordosten und Norden waren schon ab Donnerstag und erst recht am Freitag verstopft, als die Menschen zum Neujahrsurlaub nach Hause fuhren. Die Autobahn Nummer 304 ( Kabin Buri – Pak Thong Chai ) meldete drei stark gestaute Abschnitte – Thung Pho – Khao Plu Heeb und Huai Thab Mon.

Laut den Behörden standen hier die Fahrzeuge entlang einer Strecke von 5 km bis 10 km Stoßfängern an Stoßfängern und kamen dabei nur kriechend und schrittweise vorwärts. Neben der Eröffnung von zusätzlichen Straßen, um die Überlastung nach Bedarf zu lindern, sangen und tanzten einige Polizeibeamte an einem Straßenrand in der Nähe des Militärlagers Khao Khiew im Bezirk Nadi von Prachin Buri, um die vorbeifahrenden Fahrer zu unterhalten.

In der Zwischenzeit gab Herr Prasarn Mahaleetrakul, der Chef der Bewährungsbehörde bekannt, dass thailändische Gerichte am 27. Dezember gegen 514 Fälle von Verstößen gegen das Verkehrsgesetz vorgegangen waren.

elektronische Überwachungsgeräte ( EM ) Fußfesseln

elektronische Überwachungsgeräte ( EM ) Fußfesseln

Neun betrunkene Fahrer wurden von dem Gericht dazu verurteilt, elektronische Überwachungsgeräte ( EM ) Fußfesseln zu tragen. Das Gericht verbot ihnen gleichzeitig, 15 Tage lang nachts ab 22 Uhr bis morgens um 4 Uhr nicht mehr auszugehen. Den neun betrunkenen Fahrern wurde außerdem mitgeteilt, dass sie 24 Stunden lang Sozialdienste leisten sollten. Zusätzlich wurden ihre Führescheine für sechs Monate aus dem Verkehr gezogen.

Unter den 514 Fällen mit Betrunkenen mussten sich 313 Fahrer vor einem Gericht verantworten. Dabei hatten die Autofahrer in Bangkok mit 60 Fällen den höchsten Anteil. Danach folgten Maha Sarakham mit 40 Fällen und Ubon Ratchathani mit 33 Fällen.

 

  • Quelle: The Nation,