Tropensturm auf den Philippinen fordern 16 Tote, Tausende Menschen auf der Flucht

Tropensturm auf den Philippinen fordern 16 Tote, Tausende Menschen auf der Flucht

Manila. Der Tropische Sturm „ Usman “, der am Weihnachtstag über mehrere Provinzen der Philippinen stürmte, hat mindestens 16 Menschen getötet, sowie schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Tausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen und flüchteten in höher gelegene Gebiete.

Der Tropische Sturm „ Usman “, hat mindestens 17.000 Menschen in der Bicol Region im Süden der philippinischen Hauptinsel Luzon vertrieben. In der Provinz Albay starben drei Menschen an einem Erdrutsch, sieben weitere wurden in Masbate getötet. Das Zivilschutzbüro der Region sagte in einer Erklärung, dass die meisten von ihnen ertranken. Aus den Provinzen Sorsogon und Camarines Sur wurden sechs weitere Todesfälle gemeldet.

Tropensturm Usmann

Tropensturm Usmann

Mehr als 6.600 Menschen sind in verschiedenen Häfen gestrandet, während die beiden Fluglinien Cebu Air Inc. und Philippine Airlines Inc. mehr als ein Dutzend Flüge vom 27. bis 29. Dezember stornierten.

Der Tropensturm „ Usman „ traf am 25. Dezember die philippinischen Gewässer und schwächte dabei etwas ab, bevor er sich langsam weiter bewegte und er in der zentralen Provinz Ost-Samar landete. Während der Sturm zu einem Niederdrucksystem herabgestuft wurde, kann der Monsunregen noch immer Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen, warnte das nationale Wetteramt.

Am Samstag ( 29. Dezember ) traf ein starkes Erdbeben im Unterwasserbereich vor den südlichen Philippinen auf. Dadurch wurden die Menschen vor Ort dazu veranlasste die Einkaufszentren sowie zahlreiche Gebäude zu verlassen. Die Behörden warnten bereits kurz darauf die Bewohner, sich im Falle eines Tsunami von den Stränden fernzuhalten.

Zum Glück wurden Stunden nach dem Erdbeben vor dem Mittag keine Unfälle oder Schäden gemeldet. Dadurch hob das „ Pacific Tsunami Warning Center „seine Warnung vor einem möglichen Tsunami wieder auf, von dem behauptet wurde, er könne auf die Küstengebiete der südlichen Philippinen und Indonesiens treffen.

Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie sagte, das Beben wurde in einer Tiefe von 59 Kilometern und einer Stärke von 7,2 in einer Entfernung von 162 km vor der Provinz Davao Oriental entdeckt. Einige Nachbeben, darunter eines mit einer Stärke von 5,6, wurden später von den Bewohnern gespürt, es wurden jedoch keine größeren Schäden gemeldet, sagten die Behörden.

Der „ US Geological Survey „ meldete, dass das Beben eine Stärke von 6,9 hatte.

Kurz nach dem Erdbeben sagte der Leiter des Instituts für Erdbebenbeobachtung Herr Renato Solidum, dass ein Tsunami angesichts der Tiefe des Bebens unwahrscheinlich sei. Seine Agentur riet aber trotzdem den Dorfbewohnern, die Strände in der Provinz Davao Orienta und den Küstenregionen als Vorsichtsmaßnahme zu meiden.

Das Beben war in mehreren südlichen Provinzen und Städten zu spüren, unter anderem in der Heimatstadt von Präsident Rodrigo Duterte in Davao City und in der nahe gelegenen Stadt Tagum. Viele Menschen, darunter auch Kinder, die vor Angst schrieen, stürmten aus einem fünfstöckigen Einkaufszentrum, und viele Bewohner verließen eine 26-stöckige Wohnanlage in einem Geschäftsviertel, als der Boden wackelte.

Die indonesische Agentur für Meteorologie und Geophysik sagte, das Erdbeben habe nicht das Potenzial gehabt, einen Tsunami zu verursachen, der dieses Land erneut in Mitleidenschaft zieht. Nach einem Tsunami vom 22. Dezember, der durch einen Ausbruch auf einer Vulkaninsel ausgelöst wurde, starben bereits mehr als 400 Menschen.

Die Philippinen und Indonesien liegen am sogenannten „ Ring of Fire“, einem seismisch aktiven Bogen von Vulkanen und Bruchlinien im Pazifikraum.

 

 

  • Quelle: Bangkok Post