Die Luftverschmutzung und der Smog sollen in dieser Woche in Bangkok wieder zunehmen

Die Luftverschmutzung und der Smog sollen in dieser Woche in Bangkok wieder zunehmen

Bangkok. Aufgrund einer Hochdruckzelle die über der Zentralen Region liegt, wird die Luftverschmutzung PM 2,5 und der Smog in dieser Woche in Bangkok und der Umgebung zwischen dem 13. und dem 15. Februar wieder weiter zunehmen, warnt die Wetterabteilung. Dabei sollen die Temperaturen in dieser Woche in den zentralen und in den nördlichen Regionen leicht nach unten gehen und sinken.

Herr Phuwiang Prakammin. der Chef der Umweltkontrollabteilung sagte, die derzeit verbesserte Luftqualität in der Umgebung von Bangkok sei auf eine bessere Luftzirkulation zurückzuführen. Dadurch würden sich die Feinstaubpartikel PM 2,5 und der Rauch leichter zerstreuen. Die Luftverschmutzungswerte von Bangkok für Sonntag bieben “ moderat „, während der Nordosten einen weiteren schlechten Tag mit Smog- und Rauchverschmutzung in den landwirtschaftlichen Gebieten hatte.

Die Provinzen Khon Kaen, Chon Buri, Nan und Uttaradit haben in diesem Jahr aufgrund der Verbrennung von Zuckerrohrhalmen durch die Landwirte ein schlimmeres Dunstproblem als im Vergleich zu den Vorjahren, fügte er hinzu.

Der stellvertretende Kommissar der Polizei der Metropole, Polizei Generalmajor Jirasant Kaewsaeng-aek sagte, dass fast 8.000 Fahrzeuge, bei denen festgestellt wurde, dass sie übermäßig schwarze Abgase ausstoßen, in der ersten Februarwoche von der Polizei und den zuständigen Behörden wie dem Land und Transport Büro sichergestellt und vorläufig aus dem Verkehr gezogen wurden.

Generalmajor Jirasant sagte weiter, die Anzahl der Fahrzeuge, bei denen festgestellt wurde, dass die Verschmutzungsvorschriften verletzt wurden, sank von durchschnittlich 500 bis 600 pro Tag auf etwa 400 Fahrzeuge.

Mittlerweile fordern zahlreiche Umwelt Aktivisten und Akademiker ein Luftreinhaltungsgesetz und eine unabhängige Umweltschutzbehörde ( EPA ), um das “ Recht der Bevölkerung “ auf eine gesunde Atmosphäre zu gewährleisten. Die Akademiker erklärten, dass die Behörden es bisher versäumt hätten, die Bürger vor dem PM 2,5 – Smog zu schützen. Das gilt insbesondere für die unterprivilegierten Bürger in den städtischen Slums.

Frau Nuchanart Tantong, ein Koordinator des „ Four Regions Slum Network „, sagte, dass sie und die meisten Nachbarn, die in einem der Slums in Bangkok leben, keine Ahnung davon hatten, dass der Dunst über der Hauptstadt bereits seit Dezember 2018 giftig sei.

“ Wir haben einfach unseren Alltag in unseren nicht – klimatisierten Häusern fortgesetzt und ohne Schutz im Freien gearbeitet. Wir hatten keine Ahnung davon, wie gefährlich die Luftverschmutzung für unsere Gesundheit ist „, sagte sie.

“ Nachdem die Behörden keine öffentlichen Warnungen herausgegeben hatten, erfuhren die Armen in den Slums erst aus den Medien, dass der dichte Smog schädlich war. Erst danach haben wir erkannt, dass unsere Gesundheit schon seit Wochen gefährdet war „, fügte sie weiter hinzu.

Da die meisten Slumbewohner ihren Lebensunterhalt im Freien verdienen und oft bis zu 12 Stunden pro Tag auf den verschmutzten Straßen arbeiten, sagte Frau Nuchanart, seien sie natürlich auch am anfälligsten für Gesundheitsprobleme, die durch die Luftverschmutzung PM 2,5 und den Smog verursacht wurden.

Viele Slumbewohner hätten erst kürzlich Atemwegserkrankungen bekommen, insbesondere die Kinder und viele ältere Menschen, sagte sie weiter. „ Alles, was sie tun konnten, um uns und unsere Kinder zu schützen, war, billige Gesichtsmasken zu kaufen und so viele Bäume wie möglich in der Umgebung ihrer Gemeinden zu pflanzen, sagte Frau Nuchanart.

Allerdings, so fügte sie weiter hinzu, seien diese Maßnahmen für den Schutz der Gesundheit bei weitem nicht ausreichend, da die Anzahl der Kranken in den betroffenen Gebieten weiter steigt, und die zusätzlichen Kosten für die Gesundheitsfürsorge auch noch die finanzielle Situation der ärmeren Bevölkerung weiter verschlechterten.

“ Wir wissen, dass unsere täglichen Aktivitäten, wie das Kochen im Freien, teilweise zum Problem der Luftverschmutzung beitragen, aber der größte Teil der Verschmutzung kommt nicht von uns, sondern von dem starken Verkehr und der Industrie „, sagte sie.

“ Wir brauchen dringend Hilfe und schnelle, behördliche Abhilfemaßnahmen, bevor alle Armen in den Slums an der verunreinigten Luft sterben „, betonte sie.

Akademiker, die am vergangenen Freitag bei einem öffentlichen Seminar im King Chulalongkorn Memorial Hospital sprachen, bestätigten die Aussage von Frau Nuchanart und drückten sich ähnlich aus.

Herr Siwatt Pongpiachan, der Direktor des NIDA – Zentrums für Forschung und Entwicklung vom Amt für Katastrophenverhütung und -management wies darauf hin, dass die Verfassung das Recht auf eine gesunde Umwelt mit sauberer Luft verankert.

Andere Gesetze schützen die Umwelt und bekämpfen die Umweltverschmutzung. Aber die Regierung hatte in letzter Zeit so wenig getan, den Smog zu mildern, dass klar ist, dass es Probleme bei der Durchsetzung gibt.

„ Im Moment ist die Hauptaufsichtsbehörde, die für die Bewältigung des Problems zuständig ist, die Abteilung für Umweltverschmutzungskontrolle. Allerdings ist die Abteilung offensichtlich nicht in der Lage, alle Agenturen effektiv zu koordinieren, um auch tatsächlich mit dem Smog fertig zu werden “, sagte Direktor Siwatt.

Thailand brauche ein spezifisches Gesetz, das dem sogenannten „ Clean Air Act „ in Großbritannien und den Vereinigten Staaten vergleichbar sei. Zusätzlich braucht Thailand auch noch eine zentrale, unabhängige Agentur, die sich direkt auf die Reinhaltung der Umwelt konzentriere, wie zum Beispiel die EPA in den USA, fügte er hinzu.

Assistenz Professor Kanongnij Sribuaiam von der Fakultät für Rechtswissenschaften der Chulalongkorn University sagte, Thailand stehe hinter den Nachbarnationen wie Singapur und den Philippinen zurück. Diese Nationen wollen sicherzustellen, dass ihre Bürger saubere Luft einatmen.

Clean Air Act

Clean Air Act

“ Auf den Philippinen gibt es ein „ Clean Air Act „ und eine Umweltschutzbehörde, die die Maßnahmen gegen die Verschmutzungen in der Luft überwacht“, sagte Professor Kanongnij.

“ Die Philippinen haben auch ein“ Verursacherprinzip „( PPP)  eingeführt, um die Verschmutzungs – Kontrolle zu finanzieren. Aber in Thailand gibt es bisher nichts Vergleichbares „, betonte er.

Herr Witsanu Attavanich, ein Wirtschaftsdozent an der Kasetsart Universität sagte, es sei wissenschaftlich erwiesen, dass ein ordnungsgemäß durchgeführter „ Clean Air Act „ die Umweltverschmutzung wirksam bekämpft.

Er zitierte dabei eine Studie aus dem Jahr 2009 von Aufthammer, Bento und Lowe in den USA, in der der Staubgehalt von PM 10 langfristig untersucht wurde.

Herr Witsanu sagte, die strengen Vorschriften könnten PM 10 jährlich um 7 bis 9 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft reduzieren, was schließlich einem Rückgang von bis zu 14 Prozent entspricht. “ Je länger wir auf effiziente Maßnahmen warten, desto länger wird die Luftverschmutzung unsere menschlichen Ressourcen schädigen und die Wirtschaft unseres Landes gefährden „, warnte Herr Witsanu eindringlich.

 

  • Quelle: The Nation