Wird Thailand eine Amnestie für den Besitz von Cannabis einführen?

Wird Thailand eine Amnestie für den Besitz von Cannabis einführen?

Bangkok. Die Regierung in Thailand prüft einen Plan, um denjenigen, die Cannabis konsumiert oder in ihrem Besitz haben, Amnestie zu gewähren. Allerdings soll das nur dann gelten, wenn sie sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums freiwillig bei den Behörden melden. Der Drogenausschuss hat am Donnerstag ( 14. Februar ) drei Gesetzgebungsentwürfe für eine Amnestie gebilligt, berichten die thailändischen Medien.

Wenn aus den vorgelegten Entwürfen tatsächlich ein Gesetz werden sollte, werden sogar die Besitzer von Cannabis, die keine Patienten sind oder zu irgendwelchen oder Forschungseinheiten zählen, automatisch straffrei davon kommen, ohne dass ihnen weitere Fragen gestellt werden. Wie der Gesetzesentwurf weiter vorsieht, müssen sich die Betroffenen Personen allerdings innerhalb von 90 Tagen freiwillig bei den zutreffenden Behörden melden. Erst dann greift auch die versprochene Amnestie

Der Generalsekretär der „ Food and Drug Administration „ Herr Tares Krassanairawiwong, sagte dazu: „ Wir haben den Verordnungsentwurf bereits verabschiedet, aber es gibt noch viele weitere Schritte zu bedenken. Die FDA wird diese Entwürfe durch öffentliche Anhörungen klären und auch noch weitere verschiedene Meinungen zur weiteren Überprüfung einholen müssen „.

Herr Tares sprach nach dem Vorsitz eines Treffens am Donnerstag mit dem Drogenkomitee, bei dem mehreren Gesetzesvorschlägen zunächst grünes Licht gegeben wurde.

Die genehmigten Entwürfe durch die „ Food and Drug Administration „ enthielten drei weitere Ankündigungen, mit denen Regierungsbehörden, Privatfirmen, Gemeinschaftsunternehmen, Praktikern der traditionellen thailändischen Medizin, Forschungsorganisationen, Patienten und allen, die Cannabis konsumieren oder besitzen, eine Amnestie gewährt werden sollen.

Marihuana Anbau in Chiang Mai

Marihuana Anbau in Chiang Mai

Thailand könnte eine Vorreiterrolle in Asien übernehmen und die erste asiatische Nation werden, die den Weg in die Legalisierung von medizinischem Marihuana ebnet. Thailand ist bekannt für seine harte Politik gegen den Drogenhandel und der einzige Grund, warum Thailand versucht, den Weg zur Legalisierung von medizinischem Marihuana zu ebnen, dürfte wirtschaftlich sein.

Was die meisten gar nicht wissen, Thailand, war in den 1980er Jahren einer der weltweit größten Exporteure von Cannabis und will jetzt vermutlich erneut die Früchte des Marihuana Marktes für 10 Milliarden Dollar und mehr ernten.

Private Krankenhäuser wie BDMS, staatliche Organisationen und thailändische medizinische Unternehmen könnten beim Ministerium für öffentliche Gesundheit Lizenzen beantragen, um Forschung und Experimente mit Marihuana durchzuführen, sobald das Gesetz möglicherweise dieses Jahr in Kraft tritt.

Dagegen könnten die Pharmaunternehmen jedoch schlecht abschneiden und einen großen Umsatz verlieren, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Die Legalisierung von medizinischem Marihuana in einigen US-Bundesstaaten hat bereits zu einem Umsatzrückgang bei Pharmaherstellern für Schmerzmittel und Schlafmittel geführt.

 

 

Die großen thailändischen Pharmakonzerne , darunter Pfizer Inc., Novartis AG und GlaxoSmithKline Plc, erwirtschaften mit einem Umsatz von 20 Milliarden Baht ( 601 Millionen US-Dollar ) im Jahr 2015 einen der höchsten Einnahmen in der heimischen Arzneimittelindustrie. Die Produkte mit dem größten Umsatz sind Schmerzmittel und Fiebermittel, stellte Krungsri Research fest.

„ Thailand ist kein Land, das gerne Pionier in der medizinischen Industrie ist “, sagte Herr Nopporn. „ Aber wir werden sicherlich nicht das letzte Land sein, das das macht “, betonte er.

Das Ministerkabinett der Militärregierung gab im Mai 2018 grünes Licht für die Änderung der Drogengesetze des Landes, um Forschungen über die Auswirkungen von medizinischem Marihuana auf den Menschen zu ermöglichen.

Der Gesetzentwurf wird derzeit in der National Legislative Assembly ( NLA )debattiert, von der erwartet wird, dass sie der Legalisierung in bis zu neun Monaten vor ihrer Verabschiedung zugestimmt hat.

Damit wäre Thailand dann das erste Land in Asien, das medizinischen Cannabis legalisiert.

Im September 2018 war bereits die Rede davon, ob Premierminister Prayuth nicht den Artikel 44 dazu nutzen könnte, um medizinisches Marihuana zu legalisieren?

Der stellvertretende Premierminister Prajin Juntong, der gleichzeitig auch der Justizminister ist, sagte, dass das Büro des Betäubungsmittelkontrollrats ( ONCB ) und das Ministerium für öffentliche Gesundheit die Vorteile von medizinischem Marihuana untersucht. Dabei wäre eine Idee des akademischen Sektors, medizinisches Marihuana durch den Artikel 44 zu legalisieren.

 

 

  • Quelle: Thaiger, Royal Agricultural Station Pang Da in Samoeng,Chiang Mai