Chiang Mai ist die am stärksten verschmutzte Stadt der Welt

Chiang Mai ist die am stärksten verschmutzte Stadt der Welt

Chiang Mai. Laut dem Weltindex für die Luftqualität ( World AQI Ranking ) am Dienstag um Mitternacht ist Chiang Mai die angebliche „ Rose des Nordens „ die am stärksten verschmutzte Stadt der Welt. Die andauernden Waldbrände haben die Luftqualität in neun Provinzen auf ein Niveau gebracht, das für die Gesundheit der Menschen schädlich ist, da die Städte im Norden wie zum Beispiel Chiang Mai, eine Luftqualität verzeichneten, die zu den schlechtesten der Welt gehörte.

Der Luftqualitätsindex ( US AQI ) in Chiang Mai lag am Dienstag um 4 Uhr morgens bei 230, verglichen mit 170 in der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka und 164 in Kabul, Afghanistan, laut „ Air Visual „, einer App zur Überwachung der Luftqualität.

Am Dienstag um Mitternacht wurde Chiang Mai, selbst bei den etwas kühleren Nachttemperaturen noch immer als die schlechteste Stadt der Welt ( AQI 192 ) eingestuft. Die Luftqualität in der Hochgefahrenzone für alle Einwohner lag auf der AQI Skala bei knapp unter 200.

Der AQI misst ein breites Spektrum von Luftschadstoffen einschließlich PM 2,5, PM10 und Kohlendioxid.

Informationen der Abteilung für Umweltverschmutzungskontrolle ( PCD ) bestätigten, dass der Dunst im Norden mittlerweile besorgniserregende Werte erreicht hatte.

PM 2,5 bezieht sich auf atmosphärische Partikel ( PM ) mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern, was etwa 3 % des Durchmessers eines menschlichen Haares entspricht. Es kann sich in der Lunge festsetzen und in die Blutgefäße gelangen, was zu Atemwegs- und Herz – Kreislauf – Erkrankungen führen kann.

Laut den Informationen der Umweltverschmutzungskontrolle ( PCD ), die an 17 Luftqualitätsmessstationen in neun Provinzen am Dienstag um 9.00 Uhr morgens entnommen wurden, lag der PM 2,5 Wert zwischen 70 und 124 Mikrogramm pro Kubikmeter ( µg / m³ ) und übertraf damit den Sicherheitsstandard von 50 µg / m³ oder weniger.

Der Bezirk Mae Sai in Chiang Rai hatte den schlechtesten Stand ( 163 µg / m³ ), gefolgt von Phrae, Lampang, Nan und Chiang Mai.

Die Luftverschmutzung im Norden Thailands ist zu einer dringenden Sorge geworden, da Premierminister Prayuth Chan o-cha an diesem Samstag ( 16. März ), acht Tage vor den nationalen Wahlen, auch Chiang Rai besuchen soll.

“ Premierminister Prayuth wird eine Exkursion nach Chiang Rai unternehmen, um die aktuellen Maßnahmen zur Bewältigung des Dunstes im Norden zu verfolgen „, sagte der Generaldirektor der PCD, Herr Pralong Damrongthai, am Dienstag gegenüber den lokalen Medien.

Dr. Rangsrit Kanjanavanit, ein Einwohner von Chiang Mai, der als Dozent und Kardiologe an der Medizinischen Fakultät der Universität Chiang Mai tätig ist, sagte, der smoggische Himmel über Chiang Mai zeigt deutlich, dass die Kampagne der Regierung zur Beseitigung von Waldbränden und offenem Brennen bisher noch immer nicht erfolgreich genug gewesen sei.

Dr. Rangsrit, der auch das Amt des Vizepräsidenten der „ Seub Nakhasathien Foundation „ innehat sagte, die Regierung solle nachhaltigere und umfassendere Maßnahmen einleiten, anstatt nur die Bauern, die Feuer legen um ihre Felder abzufackeln, festzunehmen oder Wasser einzuspritzen, um den Staubpegel zu kontrollieren.

“ Die Regierung und die verantwortlichen Behörden sollten endlich einen Weg finden, um die Landwirte von der Verbrennung von Abfällen durch entsprechende Anreize davon abzubringen“, sagte er.

Allerdings, so musste er auch zugeben, wird ein Teil des Dunstes und der Luftverschmutzung den Nachbarländern wie Laos und Myanmar zugeschrieben.

Internationaler Flughafen von Chiang Mai

Internationaler Flughafen von Chiang Mai

Kritikern zufolge sollte Thailand mehr mit den anderen Regierungen zusammenarbeiten, um die weit verbreitete Praxis der offenen Verbrennung in Angriff zu nehmen.

Dunst und Luftverschmutzung ist seit über einem Jahrzehnt ein saisonales Problem im Norden des Landes. Es erscheint normalerweise von Januar bis April, erreicht jedoch im März einen Höchststand, da die extrem trockenen Bedingungen die Waldbrände noch zusätzlich vergrößern.

Erschwerend kommt dabei noch hinzu, dass die Landwirte die Abfälle auf den Feldern verbrennen, um so das Land für die nächste Erntesaison zu räumen.

 

  • Quelle: Bangkok Post