Der neue Verkehrsminister will Gummisperren statt Straßeninseln bauen

Der neue Verkehrsminister will Gummisperren statt Straßeninseln bauen

Bangkok. Der neue Verkehrsminister Saksayam Chidchob hat die Abteilungen für Autobahnen und Landstraßen angewiesen, Gummisperren zu installieren, anstatt Straßeninseln zu bauen. Laut den weiteren Anordnungen sollen künftig alle neuen Straßen die gebaut werden mit Gummisperren ausgerüstet werden.

Laut Verkehrsminister Saksayam müssen die Gummisperren so gebaut werden, dass sie den Aufprall von Fahrzeugen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern aushalten.

Die Umstellung könnte nicht nur die Verluste bei Verkehrsunfällen verringern sondern gleichzeitig auch noch dazu beitragen, den Preis für Kautschuklatex zu stützen und so den betreffenden Landwirten ebenfalls zugute kommen, fügte er hinzu.

Der Minister sagte, dass die beiden betroffenen Abteilungen zusätzlich auch noch in der Lage sein würden, Geld zu sparen und das Geld, das für den Bau von Straßeninseln verwendet wurde, auf den Ausbau von Landstraßen von zweispurigen auf vierspurige Straßen umzuschichten.

Der neue Verkehrsminister Saksayam Chidchob, dessen Familie für seine Rennstrecke im Isaan (Buri Ram) bekannt ist, war erst Ende Juli ins Kreuzfeuer der nationalen Medien und der sozialen Netzwerke geraten. Verkehrsminister Saksayam hatte vorgeschlagen, das Tempolimit auf allen großen Straßen und den Hauptstraßen in Thailand auf 120 Kilometer pro Stunde (120 km / h) zu erhöhen. Dies würde gleichzeitig auch mehr Autobahnen und mehr Schnellstraßen bedeuten, sagte er gegenüber Manager Online.

Verkehrsminister Saksayam sagte weiter, dass dies vor allen Dingen den Verkehrsfluss verbessern würde. Die meisten Unfälle ereigneten sich auf zweispurigen Straßen und waren auf schlechtes Fahren zurückzuführen, fügte er weiter hinzu.

Thai Rath berichtete ebenfalls über den Vorschlag des Verkehrsministers und ergänzte dabei, dass Verkehrsminister Saksayam sagte, dass er Autofahrer auch anhalten und bestrafen möchte, wenn sie nur 80 km/h auf der rechten Autospur fahren.

Thai Rath erwähnt dazu, dass zahlreiche Studien eindeutig belegen, dass eine zu hohe Geschwindigkeit automatisch auch mehr Unfälle und mehr Tote im Straßenverkehr bedeuten.

Gerade in Thailand wird die zu hohe Geschwindigkeit als ein Faktor angesehen, durch den 73 % aller Unfälle verursacht werden. Thai Rath führt dabei verschiedene Studien an aus denen hervorgeht, dass zwei von drei Todesfällen im Straßenverkehr auf zu hohe Geschwindigkeit bzw. auf Geschwindigkeitsüberschreitungen zurückgeführt werden können.

In einem Artikel, der die Thais vor dem Tempo warnte, berichtet Thai Rath, dass eine Kollision mit 120 km / h dasselbe sei, als wenn man aus dem 19.ten Stockwerk zu Boden fallen würde.

Verkehrsminister Saksayam sagte weiter, er werde noch in dieser Woche ein Treffen der thailändischen Staatsbahn, des Highway Department, des Rural Roads Department, der thailändischen Expressway Authority und der Airports of Thailand Plc einberufen. Er will die dafür zuständigen Mitarbeiter und Vorgesetzte anweisen, bei zukünftigen Projekten den Einsatz von Latex und Gummi in ihren Bahnen zu maximieren.

Er sagte, dass die Agenturen des Verkehrsministeriums ebenfalls dazu angewiesen werden, ihre zukünftigen Bauprojekte dahingehen zu verbessern, so weit wie möglich Gummi zu verwenden. Die zuständigen Beamten und Agenturen müssen neue Wege finden, um in Zukunft mehr Gummi zu verbauen, abgesehen davon, dass auch Straßen damit gepflastert werden könnten.

Herr Saksayam sagte weiter, er habe bereits einen Bericht darüber erhalten, wonach das Highway Department und das Rural Roads Department in diesem Jahr nur 50.000 Tonnen Gummiplatten verwendet hätten, während das Ministerium laut seinen Vorgaben 500.000 Tonnen pro Jahr verwenden wollte.

Saksayam sprach mit Reportern über die Projekte, als er eine Inspektionsreise unternahm, um nach Beschwerden der Einheimischen zwei Wendepunkte auf der Autobahn Nr. 225 im Muang Viertel von Buri Ram zu überprüfen.

Die Einheimischen haben sich darüber beschwert, dass die beiden Kehrtwenden gut zwei Kilometer voneinander entfernt sind und sich obendrein auch noch in einer Kurve in der Vier Länder Straße befinden. Das würde eine Kehrtwende besonders schwierig und gefährlich machen.

Saksayam sagte, er habe die Abteilung für Landstraßen angewiesen, einen Tunnel zwischen den beiden Stellen für eine Kehrtwende zu bauen, um die möglichen Unfälle zu verringern. Der Bau werde im nächsten Jahr beginnen, fügte er hinzu.

 

  • Quelle: Thai Rath, The Nation Thailand