Die Bewohner in der Nähe von Kraftwerken sollen kostenlosen Strom erhalten

Die Bewohner in der Nähe von Kraftwerken sollen kostenlosen Strom erhalten

Bangkok. Die thailändische Energieregulierungskommission „Energy Regulatory Commission“ (ERC) erwägt, gemäß einem Auftrag von Energieminister Sontirat Sontijarawong den örtlichen Gemeinden und Dörfern rund um Kraftwerke landesweit kostenlosen Strom anzubieten.

Der Vorsitzende der ERC, Samerjai Suksumek, sagte, dass die zuständigen staatlichen Behörden ein Brainstorming durchführen, um in diesem Monat ein kostenloses Stromrechnungsschema zu erstellen, das sich speziell an die Menschen richtet, die in der Nähe von Kraftwerken leben.

Das Programm wird aus Mitteln des vom ERC überwachten „Power Development Fund“ (PDF) bezuschusst.

Das PDF wurde durch das Energiewirtschaftsgesetz von 2007 erstellt. Alle öffentlichen und privaten Kraftwerke müssen seitdem eine Abgabe auf das PDF entrichten.

Die vom Fonds erhobenen Abgaben stammen von 90 Kraftwerken im ganzen Land. Die Abgabe wird für Gaskraftwerke auf einen Satang pro Kilowattstunde, für Öl auf 1,5 Satang und für Kohle, Wasser, Biomasse und Energieabfälle auf zwei Satang festgesetzt.

Der ERC wird ein Programm für kommunale Energieprojekte in Betracht ziehen, das als „Energie für alle“ bezeichnet wird, um die Einheimischen zu ermutigen, Geschäfte für erneuerbare Energieerzeugung in abgelegenen Gemeinden zu gründen und Strom aus diesen Projekten an den Staat zu verkaufen.

Die erneuerbare Energieerzeugung für lokale Gemeinden und Dörfer erfolgt aus landwirtschaftlichen Abfällen, die für Biomasse und Biogas verwendet werden, sowie aus der Installation von Sonnenkollektoren. Allerdings wird die durch Windanlagen erzeugte Energie nicht in die Regelung mit einbezogen.

 

Die Bewohner in der Nähe von Kraftwerken sollen kostenlosen Strom erhalten

Die Bewohner in der Nähe von Kraftwerken sollen kostenlosen Strom erhalten

Die Stromerzeugungsbehörde des thailändischen Kraftwerks Mae Moh in der Provinz Lampang hat eine Leistung von 300 MW.

 

„Der ERC wird für beide Systeme mit drei staatlichen Energieagenturen zusammenarbeiten“:

  • Der Elektrizitätserzeugungsbehörde von Thailand,
  • der Metropolitan Electricity Authority (MEA)
  • und der Provincial Electricity Authority (PEA),

sagte Herr Samerjai.

„Im Rahmen des Projekts“ Energie für alle „werden die drei staatlichen Energieversorgungsunternehmen vorhandene Übertragungs- und Verteilungsleitungen inspizieren, um mögliche Standorte für kommunale Energieprojekte auszuwählen“, fügte er hinzu.

Die Energie für alle Projekte zielt darauf ab, reichlich landwirtschaftliche Abfälle in den örtlichen Gemeinden für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen zu verwenden.

Die Übertragungs- und Verteilungsleitungen in den Provinzen müssen jedoch weiter ausgebaut werden, um die höhere Stromkapazität im Rahmen des Programms zu erreichen, sagte er weiter.

Im Jahr 2014 verzögerte sich der Plan für Solarstromprojekte im Besitz von landwirtschaftlichen Genossenschaften aufgrund von Einschränkungen in der Strominfrastruktur um mehrere Monate.

Herr Samerjai sagte, die neueste Version des Energieentwicklungsplans für 2018 / 37 werde im Rahmen des Haushalts-Solardachplans für eine Gesamtenergieerzeugung von 10.000 Megawatt in den nächsten 20 Jahren überarbeitet.

Die Regelung müsse dabei erneut überprüft werden, da weniger Immobilieneigentümer beteiligt seien, sagte er.

Im Jahr 2019 rechnet die ERC mit einer Leistung von 100 MW im Rahmen des Programms. Allerdings hat sie bisher jedoch von nur 227 Teilnehmern insgesamt 1.244 Kilowatt erhalten.

Eine Quelle des ERC, die um Anonymität ersuchte, erklärte, die Agentur werde attraktive Bestimmungen hinzufügen, wie beispielsweise die Erhöhung des Preises für überschüssigen Strom, der an die MEA und die PEA verkauft wird, von 1,68 Baht pro Kilowattstunde, über den jedoch noch entschieden werden muss.

Eine weitere Bedingung des Programms ist die Ausweitung der Solarenergietypen von Dächern auf landwirtschaftliche Betriebe mit dem Plan, dabei auch die Beteiligung von Unternehmen zu ermöglichen.

 

  • Quelle: Bangkok Post