Thailändische Startup Unternehmen werden von den Internetgiganten unterdrückt

Thailändische Startup Unternehmen werden von den Internetgiganten unterdrückt

Bangkok. Da immer mehr regionale und globale Akteure Thailands Internetwirtschaft übernehmen, scheinen die lokalen Startup Unternehmen Schwierigkeiten zu haben, weiter zu wachsen. Laut einem Bericht von e-Conomy SEA 2019 wurden für die Start-up Unternehmer im ersten Halbjahr dieses Jahres in Thailand nur 50 Millionen US-Dollar aufgebracht, um ihnen unter die Arme zu greifen und zu helfen.

Der kürzlich von Google, Temasek und Bain & Company in Auftrag gegebene e-Conomy SEA 2019 Bericht überwacht das Wachstum der Internet Wirtschaft in den ASEAN Ländern.

„Die Mittelbeschaffung für die Startup Unternehmer in den ersten sechs Monaten 2019 belief sich unverändert zum Vorjahr auf 50 Millionen US-Dollar“, sagte April Srivikorn, die Interim Country Managerin von Google Thailand.

 

Thailändische Startup Unternehmen werden von den Internetgiganten unterdrückt

Thailändische Startup Unternehmen werden von den Internetgiganten unterdrückt

 

„Dies ist eine Herausforderung für die Startup Unternehmer, sich weiter zu vergrößern“, sagte sie.

In Thailand fehlen immer noch die Mittel für die Serien C und D in Höhe von 25 bis 100 Millionen US-Dollar, da bisher die Mehrheit aus den Mitteln für die Serien A und B besteht, sagte sie weiter.

Frau April sagte, die Startfinanzierung in der gesamten ASEAN sei trotz des globalen wirtschaftlichen Gegenwinds aber noch immer weiterhin gesund.

Zwischen 2015 und der ersten Jahreshälfte 2019 wurden in der gesamten Region rund 37 Milliarden US-Dollar aufgebracht.

In der ersten Jahreshälfte 2019 wurden in ASEAN Staaten rund 7,6 Mrd. USD aufgebracht, das sind immer noch 500 Mio. USD mehr als im Vorjahr, fügte sie hinzu.

Obwohl ein Großteil der Mittel für E-Commerce und die Startup Unternehmer bereitgestellt wurde, seien die Investitionen in 3.000 Jungunternehmen in der Region „beträchtlich“, sagte sie.

Frau April sagte, dass Singapur weiterhin ein etabliertes Tor für die Finanzierung in der ASEAN ist und seit 2016 mehr als 23 Milliarden US-Dollar investiert wurden.

Neue Unternehmen wie Grab und Sea Group sowie Unternehmen – Carousell, GoBear, ONE Championship, PropertyGuru, ShopBack und Zilingo – hätten sich für einen Standort in Singapur entschieden, wo es ein unterstützendes Geschäftsumfeld und außerdem auch noch eine Fülle von jungen Talenten gebe.

Malaysia, die Philippinen und Thailand erhielten eine geringe Finanzierung, da ihnen die einheimischen Talente fehlen, sagte Frau April.

Alle drei Länder sind stark in der Internetwirtschaft engagiert, und mehrere mittlerweile bekannte Unternehmen wie Grab, Lazada, Shopee und Traveloka investieren über ihre Tochtergesellschaften in diese Länder.

Pun-Arj Chairatana, der Exekutivdirektor der Nationalen Innovationsagentur (NIA), ist der Ansicht, dass Angel Investoren und Corporate Venture Capital Unternehmen nicht dazu bereit sind, ihre Investitionswerte offenzulegen, weshalb die Finanzierungszahl nicht wesentlich gestiegen ist.

Er betonte, dass die Startup Szene in Thailand eine starke Dynamik gezeigt habe, mit der größten Anzahl von Corporate Venture Capital Unternehmen.

Laut Pun-Arj will die NIA die Startup Unternehmer bereits schon auf der Hochschulebene fördern, um das Startup Segment weiter zu stärken.

Der Youth Startup Fund wurde kürzlich von der NIA ins Leben gerufen und bietet 100 Millionen Baht an Fördermitteln für 50 Universitäten in ihrem Netzwerk.

„Diese frühen Startups müssen innerhalb von 24 Monaten Unternehmen gründen und dabei auch nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten suchen“, sagte er.

Die NIA möchte, dass jedes Jahr 100 Startups mit dieser Finanzierung gegründet werden, die sich hauptsächlich auf Deep Tech konzentrieren, sagte Herr Pun-Arj.

 

  • Quelle: e-Conomy SEA 2019 Report, Bangkok Post