Acht Provinzen entlang des Mekong müssen sich zwischen dem 1. und 4. Januar auf ein Absinken des Wasserstandes einstellen

Acht Provinzen entlang des Mekong müssen sich zwischen dem 1. und 4. Januar auf ein Absinken des Wasserstandes einstellen

Bangkok. Acht Provinzen entlang des Mekong wurden angewiesen, sich zwischen dem 1. und 4. Januar 2020 auf ein Absinken des Wasserstandes einzustellen, da bei Tests im Wasserkraftwerk Jinghong in der chinesischen Provinz Yunnan ein Rückgang des Wasserabflusses zu erwarten ist.

Nach den Angaben des Amtes für Nationale Wasserressourcen (ONWR) werden sich die folgenden acht thailändischen Provinzen:

  • Chiang Rai,
  • Loei,
  • Nakhon Phanom,
  • Nong Khai,
  • Mukdahan,
  • Bung Kan,
  • Amnat Charoen
  • und Ubon Ratchathani

zu Beginn der Tests am Jinghong-Staudamm am 1. Januar 2020 bis zum 4. Januar 2020 auf einen Abfall des Wasserstands des Mekong vorbereiten.

Auf der Grundlage einer Mitteilung des chinesischen Ministeriums für Wasserressourcen werden die Wasseraustritte aus dem Damm vom 1. bis zum 3. Januar von 1.200 bis 1.400 Kubikmeter pro Sekunde (m³ / s) auf 800 bis 1.000 m³ / s gesenkt, berichtet das Nationale Amt für Wasserressourcen (ONWR).

Die Wassermenge wird am 4. Januar sogar noch weiter auf 504 – 800 m³ / s reduziert, bevor sie anschließend wieder auf den ursprünglichen Stand zurückkehrt.

Mekong

Mekong

Der Wasserstand am Mekong dürfte in den ersten Testphasen um etwa 40 – 60 Zentimeter sinken, rechnen die zuständigen Fachleute. Laut dem Generalsekretär des ONWR, Herrn Somkiat Prajamwong, wird der Wasserstand wahrscheinlich um weitere 30 – 50 cm sinken, wenn der Ausfluss auf 504 – 800 m³ / s begrenzt wird. Es ist also damit zu rechnen, dass der Wasserpegel am letzten Test Tag (4. Januar 2020) um insgesamt 70 bis 110 Zentimeter abfallen wird, fügte er weiter hinzu.

„Die Behörden in den betroffenen Provinzen – einschließlich des Landwirtschaftsministeriums – wurden von den chinesischen Behörden über den Test am Jinghong Damm informiert, damit sie sich besser darauf vorbereiten können“, sagte er.

Laut Herrn Somkiat wird Chiang Rai zwischen dem 2. und 5. Januar 2020 einen Wassereinbruch verzeichnen, während in Ubon Ratchathani die Auswirkungen erst zwischen dem 16. und 19. Januar beobachtet werden können.

Die Tests finden ausgerechnet während einer schweren Dürreperiode in ganz Thailand statt, warnen Kritiker.

Das Hydro-Informatics Institute gab bekannt, dass die Aussichten für das nächste Jahr weiterhin düster sind, da große Stauseen im ganzen Land aufgrund von unterdurchschnittlichen Niederschlägen in diesem Jahr ein kritisches Niveau erreichen werden.

Neun große Stauseen halten derzeit weniger als 30 % ihrer gesamten Speicherkapazität, nämlich Lam Phra Phlöng, Lam Nang Rong, Mae Kuang, Pasak, Thap Sela, Krasiew, Khlong Si Yat, Chulabhorn und der Ubol Ratana Damm.

Laut den Angaben des Instituts lag die Gesamtniederschlagsmenge im Jahr 2019 um 18 % unter dem Durchschnitt. Inzwischen wurde festgestellt, dass die Niederschlagsmenge in den Wassereinzugsgebieten in den zentralen und nördlichen Regionen sogar bereits 24 % unter dem Durchschnitt liegt.

Sogar im Süden wurden unterdurchschnittliche Niederschläge verzeichnet, die den Wasserstand am Ratchaprapa Damm auf ein kritisch niedriges Niveau brachten. Die feuchte Region ist einem erhöhten Dürrerisiko ausgesetzt, da die derzeitigen trockenen Bedingungen voraussichtlich bis weit in das nächste Jahr hinein anhalten werden, warnen die Meteorologen.

Das Institut, das dem Ministerium für Hochschulbildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation untersteht, warnt auch vor einem schweren Salzwassereinbruch in den Chao Phraya von Januar bis März, der die Leitungswasserproduktion beeinträchtigen wird.

In der Samlae Station, die das Rohwasser aus einem Abschnitt des Chao Phraya Flusses in Pathum Thanis Stadtteil Muang pumpt, wurden bei Flut Salzgehalte von 1,55 Gramm pro Liter gemessen – dass sind 0,25 g pro Liter mehr als sonst üblich.

 

  • Quelle: Bangkok Post