Der Leiter der Einwanderungspolizei bestätigt, dass entgegen der Aussage von Big Joke das Biometrie System effizient ist

Der Leiter der Einwanderungspolizei bestätigt, dass entgegen der Aussage von Big Joke das Biometrie System effizient ist

BANGKOK. Generalleutnant Sompong Chingduang, der Polizeichef der Einwanderungsbehörde bestätigt, dass das biometrische System effizient ist, nachdem Generalleutnant Surachet Hakpal (Big Joke), der Sonderberater des Regierungsbüros, erwähnt hat, dass das biometrische System nicht effizient und das Projekt nicht transparent ist.

Polizei Generalleutnant Sompong möchte wissen, woher Big Joke solche Informationen hat, da das Biometrie System nicht nur in Thailand sondern auch international verwendet wird und dazu beigetragen hat, dass viele internationale Kriminelle, die sich in Thailand versteckt haben, vor der rechtlichen Bestrafung in ihren eigenen Ländern gefangen gehalten wurden.

Das System hat zum Aufbau der thailändischen Sicherheitsgrundlage beigetragen. Das System hilft sogar dabei, Korruption zu verhindern, wodurch das biometrische System seinen Preis wert ist, betonte der Leiter der Einwanderungsbehörde.

Generalmajor Surapong Chaijan von der Einwanderungspolizei erklärt, dass das biometrische System dazu beiträgt, die Einwanderungsbehörde des Landes auf ein internationales Niveau zu heben.

Polizei Generalleutnant Surachate Hakparn sollte das biometrische System nicht in seine persönlichen Konflikte einbeziehen. Beamte aus anderen Regierungsbereichen haben bereits mehrfach geprüft, ob das biometrische System wirklich funktioniert. Die Bestätigungen zeigen, dass das System effizient ist, fügte er hinzu.

Seit er über einen Zeitraum von 6 Monaten Chef der Einwanderungspolizei wurde, haben 48 Millionen Menschen das Land betreten und verlassen. In dieser Zeit wurden 4.353 Personen, die auf der Schwarzen Liste standen, durch die thailändische Polizei der Einwanderungsbehörden verhaftet.

Mittlerweile wurden bereits 126.989 Personen in Thailand durch das System überprüft, während 3.166 Personen mit einer Gesamtstrafe von über 240 Millionen THB verhaftet wurden. Das Projekt ist transparent und kann bei jedem Prozess überprüft werden, versprach er gegenüber den thailändischen Medien.

 

Polizei-Generalmajor Chuchat Tharichat von der Einwanderungspolizei zeigte den Medien Einwanderungsbeamte, die am Don Mueang International Airport in Bangkok arbeiten.

 

Das Biometrics System wird verwendet, um Besucher, die Thailand betreten und verlassen, mit Genauigkeit auf einem sicheren Standard zu scannen. Das System hat den Beamten bisher bereits dabei geholfen, schneller und effizienter zu arbeiten, da die Datenbank sehr detailliert ist. Das biometrische System hat dazu beigetragen, die von der Interpol gesuchten Personen und Straftäter auf der Schwarzen Liste festzunehmen. Es gibt mittlerweile über 1.300 biometrische Geräte in ganz Thailand an den internationalen Flughäfen und an den Grenzen, fügte er weiter hinzu.

Mittlerweile hat sich auch der stellvertretende Premierminister Prawit Wongsuwan in dem Streit um das Biometrische System geäußert. Der stellvertretende Premierminister Prawit Wongsuwan behauptet, er habe keinen der Staatsbeamten getroffen, die auf mögliche Korruption der Polizei hingewiesen haben, aber er werde beide anrufen, um zu versuchen, die Luft zu säubern.

In den nationalen Medien waren bereits die ersten Fragen aufgetaucht, ob vielleicht sogar das Biometrische System der Grund für die plötzliche Versetzung von Generalleutnant Surachate Hakparn (Big Joke) im letzten Jahr gewesen sein könnte.

Generalleutnant Surachate Hakparn, der ehemalige Chef der Einwanderungspolizei und jetzt Sonderberater des Amtes des Premierministers, ist mitten im Sturm, nachdem ein unbekannter Schütze am Montag (6. Januar) acht Schüsse auf sein abgestelltes und unbesetztes Auto abgefeuert hat.

Ist das neue Biometrische System der Grund für die Versetzung von Big Joke?

Ist das neue Biometrische System der Grund für die Versetzung von Big Joke?

Nur einen Tag später erklärte Big Joke in den lokalen Medien, dass er weiß, wer auf sein Auto geschossen hat. Es war jemand mit Macht, der mutig genug ist, dies zu tun. Der Grund dafür ist das neu eingeführte biometrische System an den Grenzkontrollpunkten im Land, fügte er hinzu.

Big Joke enthüllte: „Ich bin kein Geschäftsmann, ich war ein Polizist. Ich mache Ermittlungsarbeit, ich weiß daher, wer mich verletzen will. Aus meiner Position als Polizeichef gab es zwei Hauptprobleme. Das erste ist das Genius Projekt (Projekt zur Entwicklung wissenschaftlicher und mathematischer Genies im Akademischen Jahr 2019), bei dem es alleine schon um eine Summe von rund  900 Millionen THB geht.

Der andere Teil ist der Teil des Biometric Systemprojekts für die Kontrollstellen im ganzen Land, an dem ebenfalls 2 Milliarden THB beteiligt waren. Als ich in die Position kam, sah ich, dass das Projekt nicht wie versprochen geliefert werden konnte und habe mich darüber beschwert.

Surachate hat bereits vor Jahren jemandem, der an einem Angebot beteiligt war, die Schuld gegeben, der Royal Thai Police (RTP) ein biometrisches Scannersystem zu verkaufen, das er selber für verschwenderisch und unnötig hielt.

Währenddessen wurde auch der Generalkommissar der Polizei, Chakthip Chaijinda, beschuldigt, Polizei General Wirachai Songmetta, den stellvertretenden nationalen Polizeikommissar, wegen der Schießuntersuchung kritisiert zu haben.

General Prawit wurde am Donnerstag von Reportern befragt und sagte, er kenne weder die Einzelheiten der aktuellen Untersuchungen, noch den technischen Beschaffungsplan.

„Als großer Bruder von (Surachate und Chakthip) möchte ich, dass sie zuerst mit einander und mit den anderen betroffenen Personen reden, bevor die Angelegenheit noch weiter eskaliert“, sagte er. „Aber wir müssen warten, da der Generalkommissar der Polizei, Herr Chakthip ins Ausland gegangen ist“.

Der nationale Polizeichef sagte dazu, dass der Vorfall gründlich untersucht werden würde und für den Tourismus sehr schlecht sei. Laut den weiteren Angaben des Polizeichefs sei auf den ersten Blick kein klares Motiv für die Schüsse auf das Fahrzeug erkennbar.

Nach dem Vorfall äußerte der ehemalige Chef der Einwanderungsbehörde, auch als „Big Joke“ bekannt, seine Überzeugung, dass die Schießerei mit dem Kauf eines biometrischen Identifikationssystems durch das Büro verbunden sei.

Bereits 2017 unterzeichnete die Royal Thai Police (RTP) einen Vertrag über die Beschaffung eines biometrischen Identifikationssystems von einem privaten Unternehmen im Wert von rund 2 Milliarden Bahr.

2018 schrieb Generalleutnant Surachate (Big Joke), der zu dieser Zeit als amtierender Chef der Einwanderungspolizei fungierte, an General Chakthip Chaijinda und schlug dabei die Kündigung des Vertrags wegen den laufenden Verzögerungen beim Erwerb des Systems vor.

Er stellte dabei auch die Würdigkeit des biometrischen Systems in Frage und sagte, dass es möglicherweise nicht die 2,1 Milliarden Baht wert sei, die dafür ausgegeben wurden.

Allerdings wurde sein Schreiben offensichtlich ignoriert und nichts geschah, als die Royal Thai Police trotz seiner Einwände wenig später grünes Licht für die Einführung des Systems auf den Flughäfen gab.

In der Zwischenzeit wurde am Donnerstag (9. Januar 2020) ein Audioclip in den sozialen Medien veröffentlicht, der sich auf die aktuellen Ermittlungsarbeiten beziehen soll.

Der stellvertretende Polizeisprecher Polizei Oberts Kissana Phathanacharoen bestätigte später, dass es sich um ein Gespräch zwischen Polizei General Chakthip und seinem Stellvertreter Polizei General Wirachai Songmetta handelte, der den Fall von Anfang an bearbeitet hatte.

In dem Clip wurde Polizei General Chakthip von Polizei General Wirachai gewarnt, dass das Metropolitan Police Bureau den Fall ebenfalls bearbeitet. Er sollte daher beiseite treten und auf den Bericht des Büros warten.

Man hörte auch, wie Polizei General Chakthip sagte, dass ein Polizei General keine Befehle von einem „Polizei Generalleutnant“ entgegennehmen wird und dass Polizei General Wirachai nichts tun sollte, was seinen Chef dazu bringt, das Vertrauen in ihn zu verlieren.

Polizei General Wirachai gab am Donnerstag zu, ein Telefongespräch mit Polizei General Chakthip geführt zu haben. Er lehnte es jedoch ab zu sagen, ob der Polizeichef ihm dabei befohlen hatte, den Fall abzuschaffen bzw. auf Eis zu legen.

Generalleutnant Surachate war ein enger Mitarbeiter von General Prawit und wurde als einflussreich für die Polizei angesehen. Er wurde jedoch letztes Jahr ohne Angabe von Gründen in eine zivile Position als Berater des Ministerpräsidenten gezwungen.

Die Spekulationen haben laut der thailändischen Presse jetzt ergeben, dass dies mit der Anschaffung des biometrischen Systems zu tun hatte.

 

  • Quelle: INN News