Im Fall Big Joke stehen jetzt die angebliche Korruption bei Biometrie- und Smart-Car Projekten im Mittelpunkt

Im Fall Big Joke stehen jetzt die angebliche Korruption bei Biometrie- und Smart-Car Projekten im Mittelpunkt

BANGKOK. Ein Anwalt behauptet, dass die mutmaßliche Korruption bei der Beschaffung der Biometrie- und Smart-Car Projekte im Mittelpunkt der Schießerei auf das Auto des ehemaligen Chefs der Einwanderungsbehörde, Generalleutnant Surachate „Big Joke“ Hakparn am Montag stehe.

Beide Projekte – zusammen mit einem Wert von mehr als 2 Milliarden Baht – wurden insbesondere von der Royal Thai Police (RTP) und der Einwanderungsbehörde gefördert.

Aber Anwalt Sitra Biabangkert hat gesagt, dass Big Joke als er noch der Leiter der Einwanderungsbehörde war, in einem Brief gegen beide Projekte Widerstand geleistet hat. Wie Anwalt Sitra weiter sagt, soll Big Joke der Nationalen Kommission für Korruptionsbekämpfung seine Beweise für beide Projekte vorlegen.

Auf das Auto von Big Joke, ein Lexus, wurde am Montag acht Mal angeschossen, als er sich in einem Betrieb in der Gegend von Suriwong befand.

In den thailändischen Medien und in den sozialen Netzwerken gab es bereits Spekulationen darüber, dass dies eine Warnung für das charismatische Ex-Aushängeschilder der RTP war – oder sogar ein Versuch, sein Leben zu beenden.

Anwalt Sitra sagte auf Facebook, wenn Big Joke Beweise in den Fällen von Biometrie und intelligenter Fahrzeugbeschaffung vorlegt, werde er illegale Aktivitäten und die Korruption derjenigen aufdecken, die hinter den Systemen stehen.

In einem kaum verhüllten Verweis auf die RTP sagte er, dass der NACC Fall im Herzen von Pathumwan (dem Hauptquartier der RTP) ankommt und Generalleutnant Surachate Hakparn darüber viel weiß.

 

Big Joke: Sie wollen mich töten!

Big Joke: Sie wollen mich töten!

 

Der Anwalt forderte die Medien auf, die relevanten Fragen zu dem Fall an den Chef der Royal Thai Police, Polizei General Chakthip Chaijinda zu richten: Steht die Schießerei im Zusammenhang mit der Korruption? Und wie ist so etwas in Bangkok möglich bzw. passiert?

Und die Medien sollten Surachate (Big Joke) ebenfalls fragen, ob er noch in den Fällen Biometrie und Smart Car vor der Anti-Korruption Kommission aussagen will.

Unterdessen haben kryptische Kommentare des Mannes im Zentrum des Dramas das Feuer der Spekulation nur noch weiter angeheizt, bemerkt auch Thaivisa zu dem mittlerweile dubiosen Fall.

Daily News zitierte Big Joke mit den Worten, die Wahrheit werde herauskommen, wenn sie die Männer fänden, die auf sein Auto geschossen haben. Er forderte die Medien auf, nur Geduld zu haben.

Er sagte, er tue nur seine Pflicht als Sonderberater des Premierministers. Im April letzten Jahres wurde er abrupt von seiner Arbeit bei der Einwanderungsbehörde entlassen und erhielt die weitgehend klerikale Position.

Zuvor hatte seine Karriere sowohl bei der Immigration (IB) als auch als stellvertretender Befehlshaber der Touristenpolizei herausragende Ausmaße angenommen. Nach seinem Sturz aus der Gnade gab es viele Spekulationen, aber jetzt scheint es, als wäre er der Sturzmann für jemanden oder einige andere in der Truppe gewesen.

Surachate teilte den Daily News mit, dass er keine Zweifel an Chef Chakthip habe und dass er nicht mit stellvertretenden Premierminister Prawit Wongsuwan über die Schießerei gesprochen habe.

Thaivisa merkt an, dass Surachate und Prawit bekanntermaßen eine enge Beziehung haben, nachdem Prawit die Karriere von Big Joke mit gefördert hat.

Ein Bericht von Sanook sagte, dass die Schießerei ein Attentat war und Surachate glaubte, dass dies so war. Andere haben vorgeschlagen, es sei lediglich eine Bedrohung bzw. eine Warnung gegen Big Joke gewesen.

Generalleutnant Surachate hat der Polizei bereits gesagt, dass der Vorfall nichts mit einer Frau oder einem Konflikt um Geschäfte zu tun hat. Es gab zahlreiche Kommentare, die nur die Spekulationen verstärken, dass es sich um etwas potenziell viel Unheimlicheres handelt.

Er wiederholte die Äußerungen des leitenden Ermittlers, dass dies ein dreister Angriff im Herzen der Stadt sei, der sich nachteilig auf den Tourismus auswirken könne und daher schnell gelöst werden müsse.

Thaivisa merkt weiter an, dass die Einwanderungsbehörde – hauptsächlich durch ihren sympathischen Medienarm Naew Na – die Wirksamkeit des biometrischen Systems an Flughäfen und Landgrenzen gelobt hat. Und die intelligenten Autos, die mit Technologie ausgestattet sind, um Leute wie Overstayer auf der Stelle zu erwischen, wurden ebenfalls hochgejubelt.

Beide Systeme wurden jedoch in einigen Bereichen von den Medien lächerlich gemacht und sie gaben dabei an, dass sie nur reine Geldverschwendung seien.

Nun scheint Big Joke viel über beide Projekte zu wissen – und jemand oder einige Leute möchten ihn vielleicht davon abhalten zu erzählen, was er wirklich alles so weiß.

 

  • Quelle: Daily News, Snook, Bangkok Post, Thai Visa