Polizei sucht fünf thailändische Prostituierte in Bahrain

Am Donnerstag wurde eine 41-jährige Thailänderin unter dem verdacht verhaftet, fünf thailändische Frauen unter falschen Versprechungen nach Bahrain gelockt und dort als Prostituierte vermittelt zu haben. Die Frauen sollen dort gegen ihren Willen zur Prostitution gezwungen werden.

Wie die Polizei bisher ermitteln konnte, hatte die 41-jährige Frau Paijit bereits im letzten Jahr vor der Ramkhamhaeng Universität einen Nudelstand eröffnet. Laut Angaben der Polizei bestand der Zweck einzig und allein darin, so mit ihren späteren Opfern Kontakt aufnehmen zu können. Sie hatte den Frauen erzählt, dass sie in einem Land im Nahen Osten gutes Geld als Bedienung in einem Restaurant verdienen können.

Die Frau soll dabei sechs weitere Komplizen gehabt haben, die sie bei dem Menschenhandel unterstützten. Es soll sich dabei um zwei Thais und vier Bahrainer handeln. Die sechs Männer werden mittlerweile von der Polizei per Haftbefehl gesucht.

Mittlerweile hat sich auch die "Anti-human Trafficking Division" (Division gegen Menschenhandel) und die Paveena Hongsakul Stiftung zur Hilfe für Frauen und Kinder "Paveena Hongsakul Foundation for Women and Children" in die Suche eingeschaltet. Sie vermuten, dass sich die fünf Frauen noch in Bahrain aufhalten bzw. dort von den Menschenhändlern festgehalten werden.

Bei einer Pressekonferenz sagte der nationale Polizeichef, General Adul Saengsingkaew, dass der Menschenhandel sich immer mehr zu einem globalen Problem entwickelt. Die Behörden müssten eng zusammenarbeiten und er habe die Polizei in Thailand angewiesen, den Menschenhandel auf die oberste Prioritätsstufe zu setzen.