Touristen auf Phuket sind verwirrt über die Strandregeln auf der Insel

Touristen auf Phuket sind verwirrt über die Strandregeln auf der Insel

Phuket. Auf Phuket und in vielen anderen Urlaubsorten steht die Hauptsaison vor der Türe. Die Touristen, die sich immer noch nach Phuket trauen, stehen nun am Strand vor einem neuen Dilemma. Niemand kann ihnen mit 100%iger Sicherheit sagen, wo sie sich hinlegen dürfen und ob sie denn ihre Sonnenschirme und Liegen mit an den Strand bringen dürfen oder nicht.

Bürgermeister Ma-Ann Samran erklärte dazu gestern, dass die Badegäste zumindest an den Stränden von Cherng Talay in den Bereichen Bang Tao, Laypang und Surin liegen können. Die anderen beliebten Strände an der Westküste der Insel werden wahrscheinlich die gleiche Regelung haben, sagte er.

Gegenüber der PhuketWan erklärte Bürgermeister Ma-Ann, dass er glaube, dass die 10-Prozent-Zonen ein Kompromiss und sehr verwirrend sind. „Die Umsetzung dieser Regel ist sehr schwierig und unklar und nicht zum Vorteil für den Tourismus“, gibt er zu.

„Wenn der Gouverneur die 10-Prozent Regel will, dann sollte sie zum Vorteil der Touristen und nicht für die Unternehmer eingesetzt werden“, sagt er weiter. „Die Touristen können sich überall am Strand niederlassen. Aber Sonnenschirme und Liegen sind nur in den 10-Prozent-Zonen erlaubt.

Keine Strandanbieter erlaubt!

Keine Strandanbieter erlaubt!

Die Geschäftemacher an den Stränden legen die Regeln natürlich zu ihren Gunsten aus und gehen davon aus, dass sich die Touristen ausschließlich nur an den 10-Prozent-Zonen aufhalten dürfen bzw. sollten. Dadurch stehen ihnen natürlich die restlichen 90-Prozent des Strandes zur Verfügung, glauben und behaupten sie.

Bürgermeister Ma-Ann sagte weiter, dass genau die 10-Prozent-Regel seine größte Sorge sei, da es nach wie vorher unterschiedliche Interpretationen zu den Regeln gibt und sie von verwirrender Natur seien. Bei den Diskussionen zu den 10-Prozent Regeln steht bisher nur fest, dass sowohl die Polizei, das Militär als auch der Gouverneur unterschiedlicher Ansichten zu den Regeln und ihren Bestimmungen haben und deswegen nach wie vor alles unklar ist.

„Die Touristen brauchen verlässliche Informationen über das was sie dürfen und was nicht“, sagte Khun Ma-Ann weiter. „Wir müssen uns darüber klar werden, was diese 10 Prozent bedeuten. Phuket muss sich darüber klar werden und den Regeln zustimmen und sie auch einhalten“, sagte weiter.

Bürgermeister Ma-Ann erklärte weiter, dass er Gouverneur Jamleran Tipayapongtada drängen werde, die Strände zu bereinigen und keine geschäftlichen Aktivitäten an den Stränden zulassen soll.

Bereits Anfang des Jahres hatte Bürgermeister Ma-Ann diese Regelung für den Laypang Strand eingeführt. Er glaubt, dass mittlerweile gut 60 Prozent der ehemaligen Strandanbieter sich an diese Regel halten und sich einen neuen Arbeitsplatz in den Ressorts und Hotels gesucht haben.

Alle weiteren Entscheidungen über das weitere Vorgehen an den Stränden ist im Zweifel, seitdem das Militär die Regierung übernommen hat und allen illegalen Handel am Strand und auf dem Vorland verboten hat.

Die seltsamste Entscheidung dabei war das Totalverbot für alle Sonnenliege-und Stühle. Erfahrene europäische Touristen, die seit Jahren an die Strände von Phuket kommen wurden dadurch mehr als verunsichert und sollten es sich nun mit einfachem Matten am Strand gemütlich machen. Gerade für die älteren Besucher bedeutet das eine Zumutung, da sie dann hier alles andere als bequem liegen.

Mit der verwirrenden und ungelösten Politik für Liegen und Sonnenschirme kommen neben den wichtigen zahlenden Touristen selbst die Einheimischen nicht mehr klar. Auf Anfragen von Touristen können sie nur mit dem Kopf schütteln und jeder rät zu einer anderen, seiner Meinung nach richtigen Taktik. Den Touristen ist damit allerdings wenig geholfen.

Heute und Morgen soll ein weiteres Treffen der Behörden zur Diskussion über die Strandregeln stattfinden. Am Freitag (30. Oktober) wird dann nicht zum ersten Lam eine endgültige Entscheidung über die Regeln am Strand auf Phuket erwartet.