Die Generaldirektorin der Abteilung zum Schutz von geistigem Eigentum, Frau Nuntawan Sakuntanaga

Militär will sich in einer 120 Tage Sonderaktion um die Produktpiraterie kümmern

Bangkok. Die Generaldirektorin der Abteilung zum Schutz von geistigem Eigentum, Frau Nuntawan Sakuntanaga hat den Händlern und Verkäufern von illegal hergestellten Waren den Kampf angekündigt.

Produktpiraterie

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Frau Nuntawan möchte ein für alle Mal die gesamte Branche der illegalen Produktpiraterie von der Straße und aus den Einkaufszentren haben.

Frau Nuntawan erklärte gestern, dass zum ersten Mal bei den Razzien gegen die Händler und Verkäufer Elitetruppen eingesetzt werden. Außerdem behält sie sich vor, beim Kampf gegen die illegale Produktpiraterie auch speziell den §44 für die Unterstützung ihrer Arbeit zu nutzen.

Produktpiraterie

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Sie sagte weiter, dass die von ihr angekurbelte Initiative am 25. August beginnen wird. Dabei werden neben der nationalen Polizei, der Abteilung für Sonderermittlungen und Beamten des Kommandos der inneren Sicherheit auch Elitetruppen des Militärs eingesetzt. „Ich will die Piraten von der Straße und aus den Einkaufszentren haben“, betonte sie.

Ihre Sonderaktion gilt vor allem den berüchtigten Märkten und den sogenannten roten Zonen im ganzen Land.

Produktpiraterie

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Die US-Handelsvertreter veröffentlichen am Ende eines jeden Jahres eine Liste, in der diese speziellen Märkte und die roten Zonen verzeichnet sind. Dabei lockt die Liste gleich zwei verschiedene „Kundenkreise“ an. Potenzielle Käufer betrachten diese Liste als einen umfassenden Leitfaden für unerlaubt hergestellte Waren und suchen dann speziell die in der Liste verzeichneten Orte auf, um sich hier mit illegaler Ware einzudecken.

„Aber die Abteilung zum Schutz von geistigem Eigentum nimmt diese Liste genauso ernst wie die US-Regierung und betrachtet sie als eine „Zielliste“ gegen die illegale Produktpiraterie“, betonte Frau Nuntawan.

Produktpiraterie

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Die Generaldirektorin der Abteilung zum Schutz von geistigem Eigentum will Thailand auf der Liste der schlimmsten Verletzter des internationalen Urheberrechts in Zukunft nicht mehr sehen. Seit 2007 befindet sich Thailand auf dem jährlichen Bericht (US-Section 301) an einer der vordersten Plätze unter den weltweit führenden Produkt Piraten Ländern.

Allerdings weiß Frau Nuntawan dass die Produktpiraterie nicht der wirkliche Grund ist, warum Thailand auf dieser Liste unter den Top 10 steht. Sie sagte, dass der wahre Grund darin liegt, dass die thailändische Regierung im Jahr 2007 angekündigt hatte, dass die Thais gegen die exzessiven Marktpreise für bestimmte Hilfsmittel und Herz Medikamente etwas unternehmen wollen und die Marktpreise dafür senken würden.

Dieser Entschluss Thailands führte dazu, dass in Washington zahlreiche Beschwerden der großen Pharmaunternehmen eingingen und das Land deswegen Degradiert wurde und seitdem auf der §301-Liste aufgeführt wird.

Nun sollen sich neben diversen polizeilichen und staatlichen Einheiten auch das Militär an den Razzien auf den Straßen und in den Einkaufszentren beteiligen und so den illegalen Handel mit unerlaubten Waren im ganzen Land stoppen. Das hat es bisher in Thailand so noch nicht gegeben. Thailand möchte beweisen, dass es sich langsam aber sicher von den unerlaubten Waren auf den Märkten entfernt und ernsthafte Schritte gegen die Produktpiraterie unternimmt.

Allerdings ist es bemerkenswert, meldet die nationale Presse, dass schon vor geraumer Zeit die Computer Software Experten vorgeschlagen haben, dass auch der Einsatz von raubkopierter Software in den Unternehmen, innerhalb der Behörden und auch in den Regierungsbüros verschwinden soll. Laut dem Bericht hat sich in dieser Richtung bisher allerdings wenig getan und die Raubkopien sind nicht weniger geworden.

Wie auch immer, wenn die angekündigte drei Monate dauernde militärische Säuberungsaktion angelaufen ist, werden wohl diese Märkte kurzfristig aus Thailand verschwinden, vermutet die Presse. Ob wirklich der gesamte Markt damit abgeschreckt und von der Bildfläche in Thailand verschwinden wird, ist eine ganz andere Frage.

Wenn sich Thailand wirklich den Respekt der westlichen Länder für das Einhalten der geistigen Urheberrechtsgesetze verdienen will, dann wird das vermutlich ein langer Weg sein, der mit Sicherheit noch nicht nach den angekündigten 120 Tagen erreicht sein wird.

Frau Nuntawan besteht dennoch darauf, dass das Motiv für die Razzien darin besteht, Thailand von der Liste der schlimmsten Übeltäter zu entfernen.

„Die Menschen zu erziehen und dazu zu ermutigen, das geistige Eigentum und die Urheberrechte der anderen zu respektieren anstatt sie zu stehlen, wird ein langer und weiter Weg werden“, betonte Frau Nuntawan.