Sonderangebot - Prayuth will drei chinesische U-Boote zum Preis von zwei kaufen

Sonderangebot – Prayuth will drei chinesische U-Boote zum Preis von zwei kaufen

Bangkok. Thailand braucht dringend U-Boote, sagte Premierminister Prayuth nach einer wöchentlichen Kabinettssitzung im Gespräch mit den Reportern. Da Thailand selber nicht in der Lage ist, eigene U-Boote zu bauen, ist es notwendig, sie aus einem anderen Land zu kaufen, fügte er hinzu.

Während seinem Gespräch mit den Reportern erklärte Prayuth weiter, dass ihm die Chinesen sogar angeboten hätten, Thailand ein drittes U-Boot zu schenken, wenn das Land zwei U-Boote in China kauft. Er würde in diesem Fall drei U-Boote zum Preis von zwei erhalten, fügte er hinzu.

Die Anschaffung von U-Booten wird in Thailand bereits seit Jahren diskutiert. Im Jahr 2011 wurde sogar über den Kauf von deutschen U-Booten spekuliert. Zunächst wollte Thailand zwei gebrauchte deutsche U-Boote zum Preis von sechs bis sieben Milliarden Baht anschaffen.

Wenig später erklärte die thailändische Marine, dass man sechs deutsche U-Boote der Klasse 206A übernehmen könnte. Im September 2011 gab die damalige Premierministerin Yingluck Shinawatra bekannt, dass das Kabinett dem Vorschlag der Marine zugestimmt hat, sechs gebrauchte U-Boote, Typ U-206, aus Deutschland für 6,9 Milliarden Baht zu kaufen.

Allerdings wurde der beabsichtige Kauf der deutschen U-Boote nur einen Monat später schon wieder dementiert. Die Marine hatte dem Kauf zugestimmt, während das Verteidigungsministerium im Oktober 2011 erklärte, dass man lieber Abstand von dem geplanten Kauf nehmen möchte. Der Kauf blieb also weiterhin unklar.

Im Februar 2012 sagte der neue Verteidigungsminister Sukumpol Suwanatat, dass er dem Kabinett erneut den Vorschlag unterbreiten werde, die in Deutschland bereits ausgemusterten U-Boote zu kaufen.

Im März 2012 gab der Chef der thailändischen Marine Admiral Surasak dann wiederum bekannt, dass man sich nicht für den Kauf von vier deutschen U-Booten zum Preis von rund 7,6 Milliarden Baht entschieden habe.

Marine legt einen 36 Milliarden Baht Plan zum Kauf von drei U-Booten vor

Marine legt einen 36 Milliarden Baht Plan zum Kauf von drei U-Booten vor

Dann hörte man eine Weile nichts mehr über den Kauf von U-Booten. Erst im Juli 2016 wurden neue Berichte bekannt, wonach die thailändische Marine innerhalb der nächsten elf Jahre drei chinesische U-Boote kaufen wollte. Dazu hatte die Marine dem Kabinett einen 36 Milliarden Baht Finanzierungsplan zum Kauf der U-Boote vorgelegt.

Ein paar Tage später meldete sich dann auch Verteidigungsminister General Prawit Wongsuwan hzu Wort und gab bekannt, dass das thailändische Militär auch noch mehr Panzer aus China kaufen möchte.

Seit dieser Zeit hat Premierminister Prayuth bereits mehrfach mit den Chinesen über den Kauf von drei U-Booten gesprochen. Da sich die Verhandlungen weiter hinaus zögern, haben sich die Chinesen offenbar zu einem besonderen Angebot für Thailand hinreißen lassen. Laut Premierminister Prayuth bekommt Thailand beim Kauf von zwei chinesischen U-Booten ein drittes geschenkt. Über den genauen Kaufpreis für die zwei bzw. drei U-Boote wurden jedoch keine weiteren Angaben gemacht.

Premierminister Prayuth erklärte dazu nur kurz, dass der gesamte Prozess transparent sein wird. Wann und ob der Kauf tatsächlich stattfinden wird, wurde allerdings immer noch nicht bekannt gegeben.

 

  • Quelle: KhaoSod