Gelbhemden Führer müssen 522 Millionen Baht wegen der Flughafen Blockade 2008 bezahlen

Gelbhemden Führer müssen 522 Millionen Baht wegen der Flughafen Blockade 2008 bezahlen

Bangkok. Der Oberste Gerichtshof in Bangkok hat am Donnerstag 13 Anführer der sogenannten Gelbhemden wegen der Besetzung und der Blockade von zwei Flughäfen im Jahr 2008 zu einer Geldstrafe von 522 Millionen Baht verurteilt.

Bei seiner Entscheidung über diesen Fall hat das Gericht zusätzlich 7,5 Prozent jährliche Zinsen zu dem berechneten Ausfall Geld für die Flughäfen dazu gerechnet. Die Blockade der Flughäfen wurde als Schlüssel für die Niederlegung der Regierung von Somchai Wongsawat, ein Bevollmächtigter des ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra gesehen.

Damals, im Jahr 2008 hatte eine große Gruppe zunächst am 24. November den Flughafen Don Mueang besetzt. Nur einen Tag später erschien eine weitere Gruppe auch auf dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok und „beschlagnahmte“ ebenfalls den gesamten Flughafen.

Das sei dem anhaltende langjährige Strafverfahren gegen 98 Führer und Demonstranten ist noch immer ein Thema vor Gericht und offensichtlich noch lange nicht abgeschlossen.

Die nächste Gerichtsverhandlung wurde auf den 9. März 2018 verschoben, da ein Angeklagter zum Zeitpunkt der vorherigen Anhörung ins Krankenhaus eingeliefert wurde und nicht zu den Vorfällen befragt werden konnte.

Zu den 13 zu der Geldstrafe verurteilten Anführer gehört auch Sondhi Limthongkul, der derzeit eine 20-jährige Gefängnisstrafe wegen Betrug verbüßt.

Die restlichen 12 zu der Geldstrafe von 522 Millionen Baht Verurteilten sind:

  • General Major Chamlong Srimuang,
  • Pipob Thongchai,
  • Suriyasai Katasila,
  • Somsak Kosaisuuk,
  • Chaiwat Sinsuwong,
  • Somkiat Pongpaiboon,
  • Amorn Amornrattananon,
  • Sarunyoo Wongkrachang,
  • Samran Rodpetch,
  • Sirichai Mai-ngam,
  • Maleerat Kaewka
  • und Therdphum Jaidee.

Bei einem vorangegangenen Gerichtsverfahren im Mai 2015 wurden ebenfalls sechs ehemalige Führer der Gelbhemden zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt. Das Gericht befand die Männer für schuldig, das Regierungshaus in Bangkok während des Protestes im Jahr 2008 für mehr als vier Monate besetzt zu haben.

Alle sechs Angeklagten sind Gründer der Volksbündnis für Demokratie (PAD), eine Dachorganisation der Gelbhemden Bewegung, die im Jahr 2005 stattdessen Straßenproteste gegen den damaligen Premierminister Thaksin Shinawatra veranstalteten.

Die Proteste von 2008 wurden ins Leben gerufen, um die Regierung von einer politischen Partei zu unterstützen, die mit Thaksin verbunden war, der 2006 in einem Staatsstreich beseitigt wurde.

Am 27. August 2008 hatten Zehntausende von PAD-Demonstranten das Regierungshaus in Bangkok erobert und behielten den Austragungsort als ihren Hauptsitz, bis die Proteste am 3. Dezember nach einem Gerichtsurteil, das die herrschende Volkspartei auflöste, wieder beendet wurden.

 

  • Quelle: Khao Sod