532 Ausländer wurden zwischen dem 2. und 5. September befragt. 98,8% wollten Angehörigen und Freunden empfehlen, einmal einen Urlaub in Thailand zu verbringen, 88,7% äußerten sich trotz der Unruhen positiv über Thailand.
Politik
„Junge PAD“ organisiert sich
Etwa 100 Schüler und Studenten versammelten sich am 6. September am Demokratie-Denkmal in Bangkok. Sie forderten Jugendgruppierungen auf, sich ihnen anzuschließen. Die Schüler und Studenten stammen aus 80 unterschiedlichen Bildungsinstituten und nennen sich „Junge PAD“. bp
Saroj Chavanaviraj neuer Außenminister
Saroj, 66 Jahre alt, wurde von Premier Samak bereits zweimal darum gebeten, das Außenministerium zu übernehmen. Das erste Mal kurz nach den Wahlen und das zweite Mal nach dem Rücktritt von Noppadon Pattama. Beide Male hatte Saroj abgelehnt.
Studenten protestieren vor Polizeihauptquartier
Sie verlangten eine Erklätung über die Rolle der Polizei bei der Staatskrise und forderten die Beamten auf, den Mann zu finden, der zwei Studenten der Ramkhamhaeng Universität von einem Motorrad aus niedergeschossen hatte.
Haushalt 2009 passiert das Parlament, Referendum 1. Lesung
Der Haushalt 2009 wurde am 5. September in 3. Lesung mit 275:122 Stimmen verabschiedet. Über das geplante Referendum wurde in 1. Lesung debattiert.
Land unter: Schlammschlacht am Regierungssitz
Viele Demonstranten wurden völlig durchweicht, weil der Wind ihre Zelte umwarf, große Teile des Geländes wurden überflutet, die elektrischen Anlagen und Verstärkersysteme auf der Bühne mußten abgeschaltet werden.
Referendum soll Staatskrise beenden
Mit diesem Vorschlag wies Premierminister Samak am 4. September zugleich Rücktrittsforderungen seiner Gegner zurück. Samak forderte den Senat auf, schnell ein Gesetz über die Volksabstimmung zu verabschieden. Während des einmonatigen Wahlkampfes könnten die Tausenden Mitglieder der PAD, die seit Tagen seinen Amtssitz belagern, dort bleiben. Die Opposition wies Samaks Vorstoß zurück. Die Regierung wolle damit nur Zeit für ihr politisches Überleben gewinnen.
Samak: Regierungsgebäude wird bald geräumt
Statt dessen teilte Samak mit, das Gebiet um das Regierungsgebäude würde bald geräumt. Soldaten würden zum Regierungssitz vorrücken und „milde“ vorgehen. Die Proteste auf dem Gelände würden bald beendet sein, die Regierung werde aber gegen die Demonstranten keine Gewalt anwenden.
PAD völlig kompromißlos
„Wir werden keine Bedingungen der Regierung annehmen“, sagte Somsak Kosaisuk, einer der PAD-Führer. „Samak mit einem anderen aus der Regierung zu ersetzen oder das Parlament aufzulösen ist nicht akzeptabel. Wir werden weitermachen.“
Außenminister Tej tritt zurück
Premierminister Samak soll noch versucht haben, Tej von diesem Schritt abzuhalten mit der Begründung, er solle zumindest warten, bis die politische Krise vorbei sei.
Kein Streik
43 Gewerkschaften mit 200 000 Mitgliedern im Öffentlichen Dienst machten ihre Drohung, am 3. September in einen gemeinsamen Streik zu treten, nicht wahr.
Schweiz: Reisewarnung für Thailand
Seit dem Ausruf des Ausnahmezustandes haben mehrere Länder für Thailand eine Reisewarnung herausgegeben, darunter auch die Schweiz.
Premier will Regierungsgebäude einkesseln
„Sie zu umstellen ist ein Weg, das Problem zu lösen“, sagte Samak auf dem amerikanischen Nachrichtenkanal. „Wer rauskommen will, der kann… Man kann raus, aber man kann nicht rein.“
Öl ins Feuer: Wahlkommission verlangt Verbot der Regierungspartei
Während der politischen Unruhen verlautbarte die Wahlkommission, man habe dort ohne Gegenstimme entschieden, ein Verbot von Samaks People’s Power Party wegen Wahlbetruges zu empfehlen.
Kriminalgericht bestätigt Haftbefehle gegen PAD-Führer
Das Kriminalgericht wies am 2. September ein Rechtsmittel von PAD-Anwälten zurück, die versucht hatten, die Haftbefehle gegen die PAD-Führer außer Kraft zu setzen.
Touristen und Geschäftsleute stornieren Reservierungen
Der Vorsitzende des Touristenrats Thailand (TCT), Kongkri Hiranyakit sagte, die anhaltenden politischen Unruhen führten dazu, daß Geschäftsleute ihre Reisen ins Königreich absagten.
Armeechef: Kein Militärputsch
„Meiner Ansicht nach ist es die Aufgabe des Parlaments, die Krise zu beenden. Es ist unmöglich, einer Gruppe von Leuten, die alle verschiedene Ideen haben, das Problem lösen zu lassen. Sie sind für Kompromisse nicht bereit.“