pp Surat Thani. Laut der Vereinigung der Wanderarbeiter aus Myanmar (Myanmar Migrant Labour Association) soll die thailändische Polizei bei den Verhören zum Mordfall der beiden Briten auf der Insel Tao mindestens drei Staatsangehörige aus Myanmar gefoltert haben, berichtet der Thailand-Journalist Andrew Drummond auf seiner Webseite.
Menschenrechte
Flüchtlinge als Handelsware
pch Phnom Penh. Der australische Minister für Einwanderung und Grenzschutz, Scott Morrison, feierte mit Champagner den Abschluss eines Abkommens, in dem sich Kambodscha verpflichtet, Flüchtlinge, die in Australien aufgegriffen werden, in Kambodscha, einem der ärmsten Länder Asiens, aufzunehmen. Dies gab heute das australische Außenministerium bekannt.
Wanderarbeiterstreik aufgrund niedriger Löhne und schlechten Arbeitsbedingungen
pch Chiang Mai. Laut der MAP-Foundation, die Migranten unterstützt, gingen 36 Arbeiter auf einer Baustelle in der Nähe der „Canal Road“ in den Streik. Fünf der streikenden sind Shan und der Rest Burmesen. Die „CityNews“ nennt den Namen der betroffenen Baufirma aus rechtlichen Gründen nicht.
Verleumdungsprozess gegen den britischen Menschenrechtsaktivist Andy Hall beginnt in Bangkok
pch Bangkok. Andy Hall verfasste einen Bericht, in dem er der Firma vorwirft, Zwangsarbeit und Kinderarbeit, rechtswidrig niedrige Löhne und lange Arbeitszeiten seien an der Tagesordnung. „Natural Fruit“ ist ein wichtiger Zulieferer des europäischen Getränkemarktes. Hall hatte im vergangenen Jahr Berichte für die in Finnland ansässige Watchdog-Gruppe von Finnwatch geschrieben. Darin geht es um eine von ihm gemachte Untersuchung der „Natural Fruit“, die Hunderte von Migranten aus dem Nachbarland Myanmar beschäftigt.
Hochschullehrer zeigt Taxifahrer nach Privatgespräch wegen Majestätsbeleidigung an: 2 Jahre 6 Monate Gefängnis!
Burmesische Sklaven eines Fischerboots nördlich von Phuket befreit
pch Ranong. Mehrere der nun befreiten Menschen wurden als Sklaven in Kawthaung, der Gemeinde, die gegenüber von Ranong nur durch eine Meerenge getrennt liegt, auf Fischerboote verkauft. Sah Win Tin, 55, aus der Region Bago sagte, dass er auf ein Fischerboot verkauft wurde, wo er für mehr als drei Jahre ohne Bezahlung arbeiten musste.
Eisenbahngesellschaft (SRT) will der Familie der getöteten 13-jährigen 700.000 Baht Entschädigung zahlen
pp Bangkok. Auf einer Pressekonferenz gab der Vorsitzende der State of Railway (SRT) bekannt, dass sich die Vorstandsmitglieder darauf geeinigt hätten, den Hinterbliebenen der vergewaltigten und getöteten 13-jährigen eine Entschädigung in Höhe von 700.000 Baht zu zahlen.
Journalisten sind besorgt über die erneuten Medienkontrollen in Thailand
pp Bangkok. Der Verband der thailändischen Journalisten „ Thai Journalists Association“ (TJA) ist von der neuen Anordnung des Nationalen Rat für Frieden und Ordnung (NCPO) alles andere als begeistert und sagte, der erneut angezogene Griff auf die Medien könnte das Recht der Öffentlichkeit auf Informationen weiter verhindern.
Behörden wollen Medien schließen falls sie die Junta kritisieren
pp Bangkok. Die Behörden in Thailand können alle Medien, die als bedrohlich geltende Informationen für die Monarchie oder die nationale Sicherheit verbreiten, abschalten. Dabei ist es egal, ob es sich um Druck, Fernsehen, Radio oder online Medien handelt. Das gleiche gilt für Medien, die die Arbeit des NCPO kritisieren.
Teile eines toten Tigers auf der Autobahn
pch Phatthalung. Man geht davon aus, so die Bangkok Post, dass Tierschmuggler vor einer Polizeikontrolle flüchteten und dabei drei Taschen mit Teilen eines Tigers an der Autobahn entsorgten. Die flüchtigen Männer konnten kurz darauf festgenommen werden.
Die NCPO kündigt Neuwahlen für Oktober 2015 an
pp Bangkok. Laut der wöchentlichen Ansprache von General Prayuth, dem Chef des Nationalen Rates für Frieden und Ordnung (NCPO) soll bereits im September eine neue Regierung eingesetzt werden. Eine entsprechende Übergangsverfassung sei bereits ausgearbeitet und soll nächsten Monat (Juli) dem König vorgelegt werden.
Dürfen die Medien noch über die neue Anti-Putsch-Bewegung berichten?
pp Bangkok. Am 24. Juli besuchten Offiziere des Militärs eine Zeitung und wies die Redaktion an, nicht über die Gründung der neuen Anti-Putsch-Gruppe im Exil, „Freie Thais für Menschenrechte und Demokratie (Ft-HD) zu berichten.
NCPO verstärkt die Überwachung der Presse und Medien
pp Bangkok. Unter dem Vorsitz des für spezielle Angelegenheiten zuständigen Polizeigeneral Adul Saengsingkaew fand am Mittwoch ein Treffen von ausgesuchten Personen der Polizei, Offizieren des Militärs, Mitarbeitern der Behörde für Öffentlichkeitsarbeit, Beamten des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten und Mitarbeitern des Büros des Premierministers statt.
Der Nationale Rat für Frieden und Ordnung hat die internationale Gemeinschaft gebeten, nicht die neue Organisation „Seri Thai“ zu unterstützen
pp Bangkok. In einem Videoclip auf YouTube hat der ehemalige Parteichef der Phak Phuea Thai, Herr Charupong Ruangsuwan die Gründung einer neuen Organisation gegen den Staatstreich bekannt gegeben. Wie bereits berichtet, soll die neue Organisation „Seri Thai“ den Untertitel. “Freie Thais für Menschenrechte und Demokratie“ (FT-HD) tragen. Die Ankündigung der neunen Organisation wurde von Herrn Jakrapob Penkair, der wegen Majestätsbeleidigung gesucht wird, ins Englische übersetzt.
US-Behörden setzen Thailand auf die unterste Stufe bei ihrem jährlichen Bericht über den Menschenhandel
pp Bangkok/Washington. Am 20. Juni hat das US-amerikanische Außenministerium Thailand auf seiner jährlichen Liste der Länder die den Menschenhandel begünstigen „Trafficking in Persons (TIP) Report“ auf die unterste (schlechteste) Stufe gesetzt. Damit hat Thailand jetzt den sogenannten „Tier3“ Status erreicht.
Kambodschanische Wanderarbeiter ergreifen die Flucht und verlassen Thailand
pp Bangkok. Rund 37.000 kambodschanische Migranten haben am Freitag Thailand verlassen. Heute Morgen wollen weitere 6.000 Kambodschaner über die Grenze in ihre Heimat. Damit sollen laut Aussage der Internationalen Organisation für Migration (IOM) für die Region Asien-Pazifik alleine in den letzten sieben Tagen rund 70.000 Kambodschaner Thailand aus Angst verlassen haben.
Staatsstreich? Was für einen Staatstreich?
pp Bangkok. Bei einem Treffen von Journalisten am Mittwochabend im „Foreign Correspondents Club of Thailand (FCCT)" erklärte Oberst Werachon, dass die Bezeichnung Staatstreich falsch sei. „Nennen sie es nicht einen Staatstreich“, betonte er. „Die Militäraktion ist diesmal völlig anders als die bisherigen erfolgreichen Staatsstreiche seit der Übernahme 1932“.