Bangkok. Der stellvertretende Ministerpräsident Prawit Wongsuwan sagte gestern, dass die für die Wasserwirtschaft zuständigen Behörden versuchen, den Wasserabfluss und das Flutwasser aus dem Norden umzulenken, um so weitere negative Auswirkungen auf die Hauptstadt Bangkok zu verhindern.
Dabei räumte Prayuth ein, dass die übermäßige Menge an Wasser, die aus dem Pasak Jolasid und aus dem Rama 6 Damm freigelassen wurde, weiter stromabwärts für die zahlreichen Überschwemmungen in Ayutthaya gesorgt haben.
Der stellvertretende Ministerpräsident Prawit sagte weiter, dass bereits große Strecken im Bereich des Chao Phraya überschwemmt sind. Beamte der königlichen Bewässerungsabteilung, des Landwirtschaftsministeriums und das Innenministerium würden die Situation weiter überwachen und die vom Hochwasser betroffenen Anwohner unterstützen.
Das Verteidigungsministerium hat sich ebenfalls eingeschaltet und erklärt, dass auch sie die von der Flut betroffenen Menschen unterstützen wollen.
Der Pasak Jolasid Dam in Lopburi war bereits gestern bis zu 95 Prozent seiner Kapazität gefüllt. Pro Tag kommen etwa 59 Millionen Kubikmeter Wasser hinzu, meldet die zuständige Wasserbehörde. Als Ergebnis des hohen Wasserpegels werden nun 700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde freigegeben. Das entspricht seit Sonntag einer freigegebenen Wassermenge von 60 Millionen Kubikmeter pro Tag.
Den am meisten betroffenen und gefährdeten Bewohnern, die in 30 Häusern in Ban Moo 11 in der Nähe des Flussufers leben, wurde von den Behörden geraten, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten.
Im Bezirk Sam Ngan der Provinz Pichit haben Landwirte bereits zehn Wasserpumpen installiert, die das Hochwasser aus den knapp 300 rai (48 Hektar) überfluteten Reisfeldern abpumpen sollen. Die Landwirte hoffen, dass sie so zumindest einen Teil ihrer Ernte retten können.
Das Gebiet wurde nicht nur von schwerem Regen getroffen sondern auch noch durch die überlaufenden Verbindungskanäle des Yom Flusses überschwemmt.
- Quelle: The Nation
