Bangkok. Das Repräsentantenhaus hat dafür gestimmt, ein Gremium einzusetzen, das die wiederholten Verzögerungen beim Bau eines neuen Parlamentskomplexes, die mittlerweile schon 18 Monate betragen, untersuchen soll.
Somkid Chueakhong, ein Abgeordneter der Pheu Thai Partei teilte dem Haus mit, die Menschen hätten sie bereits mehrfach gefragt, warum der am 24. November 2015 mit Sino-Thai Engineering und Construction Plc (Stecon) unterzeichnete Vertrag über 12 Milliarden Baht, der die Vollendung eines neuen Parlaments innerhalb des Parlaments bezweckte, noch immer nicht fertig gestellt sei.
Er fragt sich bzw. die anwesende Presse, ob vielleicht beabsichtigt sei, das Design als problematisch zu bezeichnen, um so den Antrag des Auftragnehmers auf Verlängerung als Versicherung gegen den offensichtlichen Vertragsbruch zu rechtfertigen.
Der Abgeordnete der Bhumjaithai Partei, Herr Supachai Jaisamut, beschuldigte die Parlamentsbeamten, das Parlament nicht über die Gründe für die Verzögerungen informiert zu haben.
Sorasak Pienvej, der Sekretär des Repräsentantenhauses sagte, der Staat habe ebenfalls ein paar Schritte verschuldet, die dazu geführt hätten, dass dem Auftragnehmer eine Verlängerung ausgehändigt worden sei.
Der Bau ist jetzt zu 70 % abgeschlossen. Nach dem ursprünglichen Plan muss das Projekt vor der endgültigen Übergabe allerdings zu 95 % abgeschlossen sein.
Thitinan Saengnak, ein Abgeordneter der Future Forward Partei, sagte, dass er als Mitglied des Parlamentsausschusses schon zuvor die zuständigen Beamten für das Projekt, einschließlich seines Vorgesetzten und Beraters, darum gebeten habe, genaue Einzelheiten über den Bau zu erläutern.
Dennoch habe das Gremium bisher noch immer keine genauen Informationen über den Verkauf von auf der Baustelle ausgegrabenem Boden und dessen Wert erhalten, sagte er.
Die Verlängerungen benachteiligten das Parlament, da es für die Nutzung von Räumlichkeiten außerhalb des Parlamentskomplexes Miete zahlen musste und die Reisekosten für die Parlamentsbeamten ebenfalls erhöht wurden, sagte er.
Der Auftragnehmer profitiere auch von den Verlängerungen, fügte er hinzu und forderte das Parlament auf, die Verzögerungen zu untersuchen.
- Quelle: Bangkok Post