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Vietnam überholt Thailand bei den chinesischen Touristenzahlen (Platz 1)

HANOI. Vietnam hat Thailand erstmals als beliebtestes Reiseziel chinesischer Touristen in Südostasien abgelöst und damit eine bedeutende Verschiebung der regionalen Tourismusströme markiert. Im Jahr 2025 besuchten mehr als 5,3 Millionen chinesische Touristen Vietnam, während die Ankünfte in Thailand im Vergleich zu 2024 um 30 % zurückgingen. Dies verdeutlicht die unmittelbaren Auswirkungen auf Thailands vom Tourismus abhängige Wirtschaft und das Vertrauen in die Branche.

Thailand war viele Jahre lang das unangefochtene Lieblingsreiseziel chinesischer Touristen, bekannt für seine Offenheit und seinen Ruf als sicheres und vertrauenswürdiges Land. Diese Wahrnehmung hat sich jedoch aufgrund von Sicherheitsbedenken, Kriminalität, politischer Instabilität und Thailands Rolle als Transitland in Fällen grenzüberschreitender Callcenter-Banden aus Myanmar abgeschwächt. Auch die Grenzspannungen mit Kambodscha haben zum sinkenden Vertrauen chinesischer Reisender beigetragen.

Lokale Geschäftsleute in Thailand berichten von drastischen Einkommensrückgängen. So gab ein Kostümverleiher an, die Zahl der chinesischen Touristen sei im Vergleich zum Höchststand vor zweieinhalb Jahren um rund 60 % gesunken. Ein benachbarter Saftladenbesitzer meldete einen Umsatzrückgang von 40 % im Jahresvergleich und warnte, sein Geschäft könne nicht überleben, wenn sich die Lage nicht innerhalb von drei bis sechs Monaten verbessere. Beide forderten die Regierung auf, deutlich zu machen, dass Thailand weiterhin ein sicheres Reiseziel ist.

Vietnam profitiert laut Nikkei Asia von den erweiterten Direktflugverbindungen aus chinesischen Großstädten, der erleichterten Visavergabe und kurzen Grenzübertritten, für die in einigen Gebieten kein Reisepass erforderlich ist. Noch wichtiger ist jedoch, dass jüngere chinesische Touristen unter 40 Jahren, insbesondere die Generation Z, zunehmend auf Pauschalreisen verzichten und stattdessen individuelle Reisen bevorzugen, die sie per Smartphone planen. Daten des Australian Hospitality Alumni Network in Vietnam, die sich auf Klook berufen, zeigen, dass über 70 % der jungen Touristen mittlerweile individuelles Reisen, einschließlich Roadtrips, bevorzugen.

Die kulturelle Vertrautheit hat Vietnams Attraktivität ebenfalls gesteigert: Gemeinsame Traditionen, Küche, Klima und buddhistische Wurzeln erleichtern chinesischen Besuchern die Eingewöhnung. Laut Vietnam Report lagen die durchschnittlichen Ausgaben chinesischer Touristen im Jahr 2025 zwischen 379 und 569 US-Dollar pro Reise, wobei die höheren Ausgaben auf Großstädte sowie auf Essen und exklusive Erlebnisse konzentriert waren.

 

. Vietnam hat Thailand erstmals als beliebtestes Reiseziel chinesischer Touristen in Südostasien abgelöst und damit eine bedeutende Verschiebung der regionalen Tourismusströme markiert. Im Jahr 2025 besuchten mehr als 5,3 Millionen chinesische Touristen Vietnam, während die Ankünfte in Thailand im Vergleich zu 2024 um 30 % zurückgingen. Dies verdeutlicht die unmittelbaren Auswirkungen auf Thailands vom Tourismus abhängige Wirtschaft und das Vertrauen in die Branche.

 

Vietnam begrüßte 2025 über 21 Millionen internationale Touristen und generierte Tourismuseinnahmen von fast 30 Milliarden US-Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Niveau vor der COVID-19-Pandemie. Tourismusverantwortliche betonen, dass der Fokus zunehmend auf dem Reiseerlebnis und der Markenwahrnehmung liegt, wie die aufwendigen Begrüßungszeremonien und exklusiven Geschenke für Jubiläumsbesucher in Phu Quoc verdeutlichen.

The Nation berichtete, dass Experten den Erfolg Vietnams auf eine schnellere Anpassung an neue Reisegewohnheiten zurückführen, während Thailand unter Druck stehe, das Vertrauen wiederherzustellen und seine Tourismusstrategie zu modernisieren, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Wichtigste Erkenntnisse

 

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