Bangkok. Falls im Land nicht endlich wieder Ruhe und Ordnung einkehrt, erklärte Premierministr Prayuth Chan o-cha nach dem Bombenanschlag auf den VIP Bereich im Phramongkutklao Armee Krankenhaus auf der Ratchawithi-Straße, könnten sich die versprochenen Neuwahlen im nächsten Jahr erneut verzögern.
„Da es immer noch dieselben Probleme im Land gibt, und weiterhin Bombenanschläge und Kriegswaffen benutzt werden, um das Land einzuschüchtern, frage ich sie, wie es da zu Neuwahlen kommen könnte“?
Gleichzeitig nahm er zu den weiteren Gerüchten Stellung, dass der Bombenanschlag etwas mit dem dritten Jahrestag der Machtübernahme durch das Militär zu tun haben könnte. Premierministr Prayuth hält diese Gerüchte für sehr unwahrscheinlich und erklärte gegenüber fragenden Reportern: „Wenn sie wirklich wissen wollen, wer hinter diesen Anschlägen steckt und was das Ziel dieses Bombenanschlags sein soll, dann müssen sie schon die Bombenleger persönlich fragen“, betonte er.
Gleichzeitig erklärte die Polizei, dass die Behörden die Sicherheitsmaßnahmen in der Hauptstadt weiter verstärkt hätten.
Allerdings erklärte der stellvertretende Verteidigungsminister General Udomdej Sitabutr, dass der Direktor des National Cancer Institute, Dr. Weerawut Imsamran, am vergangenen Freitag, drei Tage vor dem Anschlag auf das Krankenhaus einen Warnbrief erhielt und daraufhin sofort eine Beschwerde bei der Polizei eingereicht habe.
In dem Brief wurde vor einem möglichen Terroranschlag der südlichen Aufständischen Gruppe Barisan Revolusi Nasional und des islamischen Staates gewarnt. Angeblich sollte ein Anschlag von einer muslimischen Frau mit einem Kopftuch und einem Rucksack durchgeführt werden. In dem Brief heißt es weiter, dass der Angriff auf drei staatliche Krankenhäuser im gleichen Gebiet, wie das Institut ausgerichtet sein sollte.
Die anderen nahe gelegenen Krankenhäuser sind das Ramathibodi Krankenhaus auf der Rama IV Straße sowie das Rajavithi Kinderkrankenhaus und das Phramongkutklao Krankenhaus, die alle auf der Rajavithi Straße sind. Allerdings war den Behörden nicht sofort klar, welche Krankenhäuser in der Warnung gemeint wurden.
Die Ermittler gaben bisher zu dem Schreiben nur bekannt, dass der handschriftliche Brief aus dem Bezirk Pathumwan abgeschickt wurde.
Der stellvertretende Polizeipräsident General Srivara sagte, dass die Behörden die anderen Krankenhäusern, aber nicht das Phramongkutklao-Krankenhaus auf das Warnschreiben aufmerksam gemacht hätten, und entsprechend die Sicherheitsmaßnahmen erhöht haben.
Soldaten kontrollierten die Sicherheitsmaßnahmen in der Gegend und überwachen alle Verbindungsstraßen. Gleichzeitig werden verschiedene gefährdete Orte und alle hohen Gebäude in der Gegend überprüft, an denen weitere mögliche Angriffe inszeniert werden könnten.
- Quelle: The Nation
