BANGKOK. Das Verteidigungsministerium hat Berichte bestätigt, wonach Kambodscha eine in den USA ansässige Lobbyfirma beauftragt hat, einen sogenannten „Informationskrieg“ zu führen, der darauf abzielt, die internationale Meinung im anhaltenden Grenzkonflikt gegen Thailand zu beeinflussen.
Ministeriumssprecher Konteradmiral Surasant Kongsiri sagte am Dienstag, die Bestätigung folge der Veröffentlichung eines vertraulichen Dokuments durch den STRONG Anti-Corruption Club Thailand, aus dem hervorgehe, dass Kambodscha National Consulting Services, Inc. mit der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Regierungsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit in den Vereinigten Staaten beauftragt habe.
Der Einsatz von Lobbyisten sei offensichtlich, sagte Konteradmiral Surasant. Dies zeige sich an dem Auftreten ausländischer Staatsangehöriger, die zu einer internationalen Intervention aufriefen, wie Bilder und Videoclips belegten, die an verschiedenen Orten in Kambodscha aufgenommen wurden.
Thailändische Soldaten erbeuteten am Sonntag bei einer Operation zur Sicherung des Hügels 500 das Raketensystem GAM-102LR und weitere Waffen. (Foto: Facebook-Seite der thailändischen Streitkräfte)
Diese Aktivitäten schienen darauf abzuzielen, auf der globalen Bühne eine Atmosphäre der Sympathie für Kambodscha zu schaffen, sagte er.
Konteradmiral Surasant betonte, dass Thailands Militäroperationen ohne jegliche Absicht, Zivilisten zu schädigen, konzipiert und durchgeführt wurden, und warf Kambodscha vor, sich durch emotionale Appelle, die nicht durch überprüfbare Beweise gestützt werden, als Opfer darzustellen.
„Es gibt Behauptungen über Leid der Zivilbevölkerung, aber keine Bilder oder konkreten Beweise, um diese zu untermauern“, sagte er und fügte hinzu, dass dies Fragen aufwerfe, warum so viele ausländische Persönlichkeiten öffentliche Anschuldigungen erheben, ohne faktische Dokumente vorzulegen.
Er fügte hinzu, Thailand werde auch weiterhin die von ihm so bezeichneten „drei Schlachtfelder“ – das militärische, das diplomatische und das informationelle – mit dem gemeinsamen Ziel der Wiederherstellung eines dauerhaften Friedens entlang der Grenze verwalten.
Maratee Nalita Andamo, stellvertretende Sprecherin des thailändischen Außenministeriums, erklärte, Thailand werde auf jede Informationskampagne mit Fakten und nicht mit Rhetorik reagieren. Das Ministerium habe internationalen Organisationen Dokumente vorgelegt, die die verifizierten Entwicklungen vor Ort darlegten, sagte sie und merkte an, dass Propaganda zwar kurzfristig Wirkung zeigen könne, ihr aber langfristig die Glaubwürdigkeit fehle.
- Quelle: Bangkok Post