BANGKOK. Das thailändische Gesundheitsministerium hat die Schließung von über 7.000 Cannabisgeschäften bestätigt. Grund dafür ist ein starker Rückgang der Lizenzverlängerungen im Zuge der neu eingeführten Regulierungsmaßnahmen. Die ab dem 5. Januar 2025 geltenden, vom Kabinett verabschiedeten Bestimmungen sehen eine strengere Kontrolle der Cannabisbranche vor und führten zu diesen zahlreichen Schließungen.
Die Branche, die bisher durch Regeln aus dem Jahr 2016 geregelt war, steht nun vor umfassenden Änderungen, um eine bessere Überwachung von Verkauf, Export und Verarbeitung von Cannabis zu gewährleisten. Gesundheitsminister Pattana Promphat betonte die Notwendigkeit aktualisierter Vorschriften, um der aktuellen Situation im Cannabissektor und den damit verbundenen Verbraucherschutzbedenken Rechnung zu tragen. Gemäß den neuen Regeln müssen Verkäufer in rechtlich zugelassenen Einrichtungen tätig sein, und nur autorisiertes medizinisches Personal darf Cannabis verschreiben und abgeben.
Bestehende Cannabisgeschäfte mit gültigen Lizenzen dürfen bis zum Ablauf ihrer Genehmigungen weitergeführt werden. Neuanträge und Verlängerungen, die nach Inkrafttreten der Verordnung eingereicht werden, müssen die neuen Kriterien strikt erfüllen. Die Änderungen sehen Anpassungen für Cannabisunternehmen vor, doch die medizinische Versorgung von Patienten wird nicht beeinträchtigt, da Krankenhäuser bundesweit mit qualifiziertem Personal ausgestattet sind, um den anhaltenden Bedarf zu decken.
Daten des Ministeriums zeigen, dass bis Dezember 2025 zwar 18.433 Cannabisbetriebe registriert waren, aber nur 1.339 ihre Lizenzen verlängerten, was zu über 7.000 Schließungen führte. Das Ministerium rechnet damit, dass 2026 weitere 4.587 und 2027 weitere 5.210 Lizenzen auslaufen werden. Die aktualisierten Bestimmungen beschränken die zulässigen Betriebe auf bestimmte Arten von Einrichtungen, wie z. B. medizinische und pflanzliche Betriebe, und führen strengere Lager- und Personalstandards ein.
Gemäß diesem Rahmen müssen Lizenzinhaber Eigentümer oder rechtmäßiger Nutzer der Immobilie sein, von der aus ihr Unternehmen betrieben wird. Cannabisprodukte müssen in Umgebungen gelagert werden, in denen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung kontrolliert werden.
Das Personal muss eine Schulung des thailändischen Ministeriums für Traditionelle und Alternative Medizin absolvieren, um die Einhaltung der Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Bestehende Lizenzen behalten ihre Gültigkeit bis zum regulären Ablaufdatum, während zukünftige Anträge nach verschärften Kriterien geprüft werden, berichtete The Thaiger.
Wichtigste Erkenntnisse
- Aufgrund neuer Bestimmungen mussten in Thailand über 7.000 Cannabis-Läden schließen.
- Lediglich 15,5 % der Geschäfte verlängerten ihre Lizenzen angesichts strengerer Kontrollen.
- Die neuen Regelungen betonen die zulässige medizinische Anwendung und setzen strengere Betriebsstandards.
- Quelle: ASEAN Now, The Thaiger