Bangkok. Vor dem Gefängnis in Bangkok, in dem sieben Aktivisten die Flugblätter verteilt hatten festgehalten werden, hat sich eine weitere Gruppe von Aktivisten zu einem ungewöhnlichen Protest eingefunden. Allerdings sind sie diesmal nicht alleine gekommen sondern haben zahlreiche prominente Freunde mitgebracht.
Ironman, Pikachu, der kleine Prinz, der gestiefelte Kater und sogar die Schlümpfe waren vor dem Bangkoker Untersuchungsgefängnis und hielten ihre Plakate mit „Vote No“ in die Luft. Nachdem sie von den Aktivisten vor dem Gefängnis platziert wurden, meldeten sich auch die Befürworter der neuen Verfassung an und stellten weitere Gegner mit „Yes“ schildern neben ihre Spielzeug Kameraden. Darunter befanden sich ebenfalls bekannte Figuren wie Stegosaurus, Raptor und Triceratops.
Zahlreiche User veröffentlichten unter der Facebook Seite FreeDollsForFreedom weitere Bilder von bekannten Spielzeugfiguren, die ebenfalls mit einem “Vote No“ Plakat gegen die Wahl stimmten. Inzwischen kommen fast stündlich neue Bilder dazu und die Seite erfreut sich großer Beliebtheit.
Auch vor dem Gefängnis waren einige Polizeibeamte, die nicht wussten, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Der Aktivist einer weiteren Demokratie Bewegung, Herr Pakorn Areekul veröffentlichte Online einen humorvollen Austausch mit einem Offizier an der Thammasat Universität. Hier war das Spielzeug bereits am Mittwoch aufgetaucht.
Er schrieb Online: „Ich bin seit vielen Jahren Polizist und hätte nie gedacht, dass ich während meiner Dienstzeit Spielezeug überwachen muss“.
„Nur weil sie Flugblätter verteilten wurden diese Menschen verhaftet“, sagte eine Frau die es ablehnte ihren Namen zu nennen, da sie keinen Konflikt mit den Behörden provozieren wollte. Anstatt die Menschen einzuschüchtern oder sie zu verhaften verwenden wir nun diese Spielzeuge um unsere Meinung auszudrücken. Das ist etwas, das wir tun können“.
Sie identifizierte sich als ein Mitglied der Liga der Liberalen Thammasat für Demokratie, eine Gruppe einer neuen Demokratie Bewegung. Sie sagte, sie wären durch eine Greenpeace-Kampagne auf die Idee mit den Spielzeugen gekommen. Greenpeace hatte damals Lego Figuren verwendet, um die Bindung der Firma Lego an Shell Öl zu verurteilen. Sie sagte weiter, dass sie selber überrascht waren, die gut diese Aktion auf den sozialen Netzwerken angenommen wurde.
Auf der Facebookseite fordern die Macher die Menschen auf, die Spielzeug Proteste an relevanten Standorten bis zum 7. August fortzusetzen.
- Quelle: Khaosod
