Bangkok. Die wichtigen Vertreter der Parteien sind drei Wochen vor der Wahl im ganzen Land unterwegs, um die Stimmen der Bürger für ihre Partei und ihre Ideale zu gewinnen. Dabei werden den Bürgern Wahlversprechen gemacht, die nach dem Gewinn der Wahl natürlich auch eingehalten werden sollten. Allerdings fragen sich Kritiker und die thailändischen Medien, ob die Politiker ihre zum Teil großspurigen Wahlversprechen auch wirklich einhalten können.
Die politischen Parteien stehen dabei vor großen Herausforderungen, wenn sie ihre großzügigen Wohlfahrtsversprechen ernsthaft verfolgen und einhalten wollen. Wenn sie zur Regierung gewählt werden, müssen sie mit einem Steuerausfall, mit unvermeidlichem Koalitionshandel und den inhärenten Schwierigkeiten bei der Kürzung des Verteidigungshaushalts fertig werden.
- Die Future Forward Partei;
Der Vorschlag folgt einem von dem unabhängigen Ökonom Somchai Jitsuchon vorgeschlagenen Plan, der auch die Erhöhung der Sozialausgaben für die Bevölkerung von der Wiege bis zum Tod um 300 Milliarden Baht vorsieht.
Die Future Forward Partei hat höhere Grundsteuern für Land und Gebäude als eine Lösung zur Überwindung der Haushaltszwänge vorgeschlagen. Der Vorschlag der Partei kam mit der Begründung, dass die in der kürzlich von der Nationalen Gesetzgebenden Versammlung ( NLA ) verabschiedeten Gesetzgebung festgelegten Sätze niedrig waren.
- Die Demokratische Partei
- Die thailändische Pheu Thai Partei
- Die Phalang Pracharath Partei
- Die Aktionskoalition für die thailändische Partei
Die Aktionskoalition für die thailändische Partei bietet Bargeldtransfers für unterprivilegierte Familien, sowie eine 12 Monate Entschädigung für Arbeitslose und kostenlose Berufsausbildung.
- Die finanziellen Wahlversprechen
Das derzeitige Dilemma bei den ganzen finanziellen Wahlversprechen und Zugeständnissen sind allerdings die bekannten Defizite bei den Staatseinnahmen. Sie machen jedoch die meisten, wenn nicht sogar alle dieser Versprechen praktisch undurchführbar. Es wird für die Parteien ( egal für welche auch immer ) schwierig sein, ihre Wahlversprechen aufgrund des Staatshaushaltes auch wirklich einzuhalten.
Die thailändischen Regierungen haben seit der asiatischen Finanzkrise von 1997 ein Haushaltsdefizit erzielt, das die Staatsverschuldung auf 42 Prozent des Bruttoinlandsprodukts drückt. Es wird erwartet, dass dieser Wert im Jahr 2023 auf 48,5 Prozent steigen wird, da die Investitionen in wichtige Infrastrukturen beschleunigt werden.
Dadurch werden weitere zusätzliche Ausgaben für das Wohlergehen der Bevölkerung automatisch stark eingeschränkt werden.
Herr Chatu Mongol Sonakul, der Vorsitzende der Aktionskoalition, plädiert in seinem Vorschlag für die Zusammenlegung der Steuerbehörden für Steuern, Zoll und Verbrauchsteuern.
Herr Pairoj Vongvipanond, ein früherer Dekan der Volkswirtschaftslehre an der Chulalongkorn Universität stimmte darin überein, dass die Grund- und Bausteuer höher sein könnte, aber die Idee könnte sich unter den Partnern einer Koalitionsregierung ebenfalls als unpopulär erweisen, gab er weiter zu bedenken.
Es dürfte also zunächst völlig egal sein, welche Partei die Wahl gewinnen wird. Ob sie aber dann ihr Wahlversprechen auch wirklich einhalten kann, wird sich dann noch zeigen müssen.
- Quelle: The Nation
