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Thailändische Armee wegen Skandals um vermissten Dieselkraftstoff unter Beobachtung

BANGKOK. Die Königlich Thailändische Armee steht unter Beobachtung, nachdem große Mengen Dieselkraftstoff aus ihrem 18. Militärbezirk in Saraburi verschwunden sind. Der Militärausschuss des Repräsentantenhauses hat die Armee aufgefordert, den Vorfall zu erklären. Die Vermutung deutet auf erhebliches Fehlverhalten hin.

Chetawan Thuaprakhon, Abgeordneter der Volkspartei aus Pathum Thani, kündigte die Untersuchung der Treibstoffvorfälle durch den Ausschuss an und unterstrich die Schwere der Vorwürfe. Diese Vorfälle könnten einen Pflichtverstoß darstellen und ernsthafte Fragen zur militärischen Aufsicht aufwerfen.

Der Fokus liegt auf zwei beunruhigenden Fällen. Der erste datiert auf das Jahr 2022 und betrifft rund 215.000 Liter Diesel. Bemerkenswerterweise leitete die Armee erst im Oktober 2023 eine Untersuchung ein – über ein Jahr nach dem ersten Verschwinden. Der Ausschuss des Repräsentantenhauses forderte Aktualisierungen der Untersuchung an, erhielt jedoch erst am 12. Oktober 2023 eine Antwort mit dem Hinweis, dass die Untersuchungsfrist auf den 29. November verschoben worden sei.

Die Frustration wuchs, als weitere Untersuchungen auf Schweigen blieben. Dies veranlasste den Ausschuss, im März 2024 das Verteidigungsministerium, die Nationale Antikorruptionskommission (NACC) und das Büro des Ombudsmanns einzuschalten. Ihre Forderung drängte diese Gremien, die Gründe für die scheinbar unkooperative Haltung des Militärs zu untersuchen.

Der zweite, aktuellere Fall ereignete sich Ende letzten Jahres. Berichten zufolge verschwanden erneut 10.000 Liter. Anders als beim vorherigen Vorfall gab es diesmal keine offizielle Untersuchung, was Anlass zu Besorgnis über die internen Abläufe gab.

Beunruhigende Enthüllungen kamen ans Licht, als sich herausstellte, dass am 9. November rund 9.000 Liter Diesel gekauft und am nächsten Tag geliefert wurden. Diese Menge glich verdächtig der verlorenen Menge und löste Misstrauen aus. Der Kauf schien von einer Einzelperson und nicht von der Militäreinheit getätigt worden zu sein, was auf eine mögliche Entschädigung durch den Verantwortlichen schließen lässt.

 


BANGKOK. Die Königlich Thailändische Armee steht unter Beobachtung, nachdem große Mengen Dieselkraftstoff aus ihrem 18. Militärbezirk in Saraburi verschwunden sind. Der Militärausschuss des Repräsentantenhauses hat die Armee aufgefordert, den Vorfall zu erklären. Die Vermutung deutet auf erhebliches Fehlverhalten hin.

 

„Das ist nicht nur Fahrlässigkeit, sondern gleicht einem Fehlverhalten“, bemerkte Chetawan. Solche Aktivitäten könnten gegen Paragraf 157 des Strafgesetzbuches verstoßen, der sich auf Pflichtverletzung bezieht, fügte er hinzu.

Militärische Vorschriften schreiben vor, dass derartige Verluste unverzüglich untersucht und dem Armeechef gemeldet werden müssen. Die offensichtliche Untätigkeit war jedoch der Grund für die aktuelle parlamentarische Intervention.

Die für Donnerstag angesetzte Sitzung des Ausschusses soll weitere Einzelheiten ans Licht bringen. Transparenz und Rechenschaftspflicht innerhalb der Königlich Thailändischen Armee stehen auf dem Prüfstand, da der Ausschuss die weiteren Auswirkungen dieser Verschwindenlassen verstehen möchte.

Dieser Skandal unterstreicht die Notwendigkeit verbesserter Mechanismen innerhalb militärischer Operationen, um sicherzustellen, dass Fehltritte umgehend behoben werden. Angesichts des potenziellen Fehlverhaltens, bei dem es um so große Mengen Treibstoff im Wert von mehreren Millionen Thailändischen Baht geht, könnten die Folgen über Saraburi hinausgehen und umfassendere Reformen innerhalb der thailändischen Militärstruktur nach sich ziehen.

Während die Ermittlungen voranschreiten, warten sowohl die Öffentlichkeit als auch die Regierung gespannt auf Erklärungen und Abhilfemaßnahmen. Die Situation unterstreicht die Bedeutung von Wachsamkeit und Transparenz in militärischen Angelegenheiten und erinnert daran, wie wichtig eine angemessene Aufsicht ist, um das Vertrauen und die Integrität nationaler Institutionen zu wahren.

 

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