BANGKOK. Die Grenzkontrollpunkte zwischen Thailand und Kambodscha bleiben trotz des Drucks der Wirtschaft auf unbestimmte Zeit geschlossen, wie Premierminister Anutin Charnvirakul bestätigte. Anhaltende Sicherheitsbedenken und jüngste Grenzkonflikte haben die Wiederaufnahme des grenzüberschreitenden Handels verhindert.
Die Grenzkonflikte im vergangenen Juli, bei denen es Opfer gab, haben die Spannungen verschärft und die thailändischen Behörden dazu veranlasst, der nationalen Sicherheit Vorrang vor wirtschaftlichen Transaktionen einzuräumen.
Thailands Premierminister Anutin betonte, dass Fragen der nationalen Sicherheit und der territorialen Integrität oberste Priorität hätten. Die jüngsten Konflikte haben die Angst vor erneuten Feindseligkeiten geweckt, sodass eine Wiedereröffnung der Grenzkontrollpunkte in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist. Der thailändische Industrieverband hatte staatliche Unterstützung, beispielsweise in Form von Steuererleichterungen, beantragt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Schließung auf die Logistikbranche abzumildern.
Militärführer, darunter der pensionierte Gebietskommandeur der Zweiten Armee, Generalleutnant Boonsin Padklang, lehnen die Wiedereröffnung der Kontrollpunkte entschieden ab. Sie bestehen darauf, dass sich die kambodschanischen Streitkräfte aus den umstrittenen Gebieten zurückziehen müssten, bevor eine erneute Prüfung erfolgen könne.
Die derzeitigen Sperrungen betreffen Provinzen wie Ubon Ratchathani, Sisaket, Surin und Buriram im Nordosten sowie Sakaeo, Chanthaburi und Trat im Osten. Im vergangenen Jahr belief sich der grenzüberschreitende Handel zwischen den beiden Ländern auf 174 Milliarden Baht, wobei thailändische Exporte 141 Milliarden Baht ausmachten.
Wichtige Erkenntnisse:
- Die Grenzkontrollpunkte zwischen Thailand und Kambodscha bleiben aus Sicherheitsgründen auf unbestimmte Zeit geschlossen.
- Jüngste militärische Auseinandersetzungen haben die Wiedereröffnung gestoppt, da die nationale Sicherheit an erster Stelle steht.
- Wirtschaftliche Auswirkungen rufen trotz Schließung nach staatlicher Unterstützung.
- Quelle: ASEAN NOW